Große Fortschritte bei der Sanierung der Altlast "Tuttendorfer Breite"

Umschließung und Sicherung der Altlast fertiggestellt - 45 Tonnen ölverseuchtes Material wurde bisher entsorgt

Wien/Korneuburg (OTS) - Bei der Sanierung der Altlast
"Tuttendorfer Breite" in Korneuburg wurden seit Beginn im Herbst 2008 bereits große Fortschritte erzielt. 45 Tonnen Ölrückstände wurden inzwischen entsorgt. Die fast 1200 Meter lange Dichtwand, die eine weitere Ausbreitung der Ölrückstände im Grundwasser verhindert, ist bereits fertig. Ab April wird die biologischen Reinigungsanlage eingebaut, bei der Bakterien die Ölrückstände "fressen" und so auf natürliche Weise beseitigen.

Auf dem 18 Hektar großen Areal "Tuttendorfer Breite", mitten im Stadtgebiet von Korneuburg, befand sich eine Raffinerie, die im zweiten Weltkrieg mehrfach durch Bomben beschädigt wurde. Dadurch kam es zum Austritt von Mineralöl bzw. Mineralölprodukten in den Untergrund.

Die Sanierung, die seit Herbst im Auftrag der Bundesaltlastensanierungsges.m.b.H. (BALSA) erfolgt, entschärft diese tickende Umweltbombe. Die weitere Ausbreitung der Schadstoffe wird gestoppt, das Öl im Grundwasser erfasst und abgesaugt, Verunreinigungen im Boden beseitigt.

1,2 Kilometer Dichtwand schützen das Grundwasser

Die Dichtwand zur Umschließung des verunreinigten Grundwassers wurde im Februar fertiggestellt. Die Altlast ist nun durch eine insgesamt 1.165 Meter lange Dichtwand im Grundwasserstrom dreiseitig umschlossen. Damit kann sich das Öl im Grundwasser nicht weiter ausbreiten.

Von den geplanten acht Sanierungsbrunnen zur Absaugung der Ölrückstände wurde bisher einer errichtet. Beim Bau der Sanierungsbrunnen wird das Erdreich bis zum Grundwasser abgetragen. Auf der dann offenen Wasseroberfläche wird der Ölfilm mit einer auf dem Grundwasser schwimmenden Skimmerpumpe abgesaugt. Bisher wurden etwa 45 Tonnen Ölrückstände und stark kontaminiertes Erdreich entsorgt. Bis Juni sollen die weiteren sieben Sanierungsbrunnen fertig sein.

Biologische Sanierung - Bakterien "fressen" Altöl

Anfang April beginnt der Bau der Anlage zur biologischen Reinigung. Dabei wird der Schadstoffabbau durch im Boden natürlich vorhandene Bakterien beschleunigt. Diese "fressen" gleichsam die Ölrückstände. Diese neue Technik zur Schadstoffbeseitigung kommt in Österreich bei der Sanierung der "Tuttendorfer Breite" erstmals bei einem so großen Projekt zum Einsatz.

Vier der insgesamt sieben Filterelemente (sogenannte Gates) zur Reinigung des Grundwassers von umweltschädlichen Stoffen wurden ebenfalls bereits hergestellt. Die restlichen drei "Gates" werden zwischen April und Juni eingebaut.

Altlastenfonds zahlt 20 Millionen Euro für Sanierung

Die Gesamtkosten der Sanierung der "Tuttendorfer Breite" betragen rund zwanzig Millionen Euro. Sie werden zur Gänze aus zweckgebundenen Altlastensanierungsbeiträgen bestritten. Die BALSA GmbH ist Auftraggeber und Bauherr bei der Umsetzung der Sanierungsarbeiten. Durchgeführt werden die Bauarbeiten durch die Arbeitsgemeinschaft Bilfinger Berger Baugesellschaft m.b.H. / Alpine Bau GmbH.

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Die Bundesaltlastensanierungsgesellschaft m.b.H. (BALSA) wurde am 12. November 2004 mit einem Gesellschaftsvertrag als 100% Tochter der im Bundeseigentum befindlichen Umweltbundesamt GmbH errichtet. Aufgabe der BALSA ist primär die Sanierung von Altlasten.

Als Altlasten werden durch Schadstoffe verunreinigte Flächen bezeichnet. Die Beseitigung der aus solchen Kontaminationsbereichen resultierenden erheblichen Gefährdung für die Umwelt liegt im öffentlichen Interesse. Davon gibt es in Österreich eine nicht unerhebliche Zahl. Oft können die Verursacher, denen eine Verpflichtung zur Sanierung der vorhandenen Umweltschäden aufzutragen wäre, nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden. In diesen Fällen führt die BALSA für den Bund die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen durch. Sie übernimmt sowohl das Projektmanagement als auch die Projektplanung- und -steuerung und agiert bei der Umsetzung der Sanierungsprojekte als Auftraggeber.

Das Unternehmen verfügt dazu über ein professionelles Spezialistenteam aus den Fachbereichen Umwelt- und Bautechnik, Abfallwirtschaft, Vergabe- und Umweltrecht.

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