AK Wien Vollversammlung: Wohnen billiger machen (7)

Mehr Geld für den geförderten Mietwohnungsneubau gefordert

Wien (OTS) - Die derzeitigen Mietenindexierungen führen zu hohen laufenden Mehrbelastungen für die Mieterhaushalte und wirken sich letztendlich negativ auf die gesamte Volkswirtschaft aus, da es dadurch zu einer sinkenden gesamtwirtschaftlichen Nachfrage kommt. Daher müssen die gesetzlichen Regeln geändert werden, fordert die Vollversammlung der AK Wien. Außerdem muss es auch mehr Geld für den geförderten Mietwohnungsneubau geben, verlangt die Vollversammlung.

Konkret fordert die AK Vollversammlung bei den Richtwertmieten:
+ Die inflationsgebundene Erhöhung der Richtwerte und Kategoriemietzinse soll erst bei einem Zehn-Prozent-Indexschwellenwert erfolgen. Das bedeutet, dass indexgebundene Erhöhungen erst alle drei bis fünf Jahre kommen würden - je nach Höhe der Inflation.
+ Es soll nur die Hälfte der Inflationsrate für die Berechnung der Mieterhöhung herangezogen werden.
+ Es soll auch klar gesetzlich festgelegt werden, dass die ohnehin überteuerten Richtwertmieten auch bei bestehenden Mietverträgen nur im Ausmaß der gesetzlich vorgesehenen Richtwertsteigerung erhöht werden dürfen.

Der Bedarf an Wohnungen, vor allem leistbaren, wird zunehmen. Denn aktuelle Bevölkerungs- und Haushaltsprognosen gehen in den nächsten Jahren davon aus, dass es mehr Haushalte geben wird. Um Wohnungsengpässe zu vermeiden, ist eine entsprechende Erhöhung der Anzahl der gefördert errichteten Wohnungen nötig, sagt die AK Wien Vollversammlung Daher verlangt die Vollversammlung, dass die Wohnbauleistung zumindest um zehn Prozent gegenüber der derzeit geplanten geförderten Wohnbauleistung erhöht wird. Die derzeit in Wien für die Jahre 2008 bis 2010 geplante Anzahl geförderter Neubauwohnungen beträgt 20.000 und sollte auf zumindest 22.000 Wohnungen erhöht werden. Zusätzlich soll auch die Objektförderung pro Wohneinheit erhöht werden, damit sich die Menschen die geförderten Neubauwohnungen auch wirklich leisten können.

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