Gemeinsam für Standards im österreichischen Gesundheitswesen

Wien (OTS) - Zuständige Organisationen wollen ihre Arbeit besser koordinieren. Dazu wurde am 31. März 2009 im Österreichischen Normungsinstitut ein "Memorandum of Understanding" unterzeichnet.

Der verstärkte Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im Gesundheitswesen - Stichwort "eHealth" - erfordert zunehmend einheitliche Standards und Regeln. Verschiedene Organisationen arbeiten derzeit daran, solche Standards zu entwickeln und zu etablieren. Damit soll ein reibungsloses (elektronisches) Zusammenspiel zwischen den Organisationen im Gesundheitswesen und ihren IKT-Systemen ermöglicht werden. Allerdings verursachen Überschneidungen bestehender Standards bei den Anwendern Probleme in der praktischen Umsetzung.

Eine bessere Abstimmung soll die Qualität der Standards und ihre Anwendung deutlich verbessern. Die verschiedenen Organisationen, die dazu Regeln entwickeln, haben deshalb am Dienstag, 31. März 2009, im Normungsinstitut in Wien ein "Memorandum of Understanding" (MoU) unterzeichnet. Zweck dieses Abkommens ist es, divergente und gegensätzliche Standards zu minimieren, die parallele Entwicklung neuer Standards zu vermeiden und eine klare Positionierung der Organisationen zueinander zu erreichen und sich eindeutig zur Zusammenarbeit zu bekennen.

Dipl.-Ing. Dr. Karl Grün, Director Standards Development im Normungsinstitut: "Durch eine bessere Ausrichtung bei der gemeinsamen Entwicklung können Kosten gesenkt und langwierige Harmonisierungsprozesse von parallel entwickelten Standards vermieden werden." Der Anwender profitiere - so Dr. Grün - von einem "einfacheren Einsatz einheitlicher Standards und habe damit langfristige Investitionssicherheit".

Partner dieses MoU sind das Komitee 238 "Medizinische Informatik" des Austrian Standards Institute (Österreichisches Normungsinstitut) - zu gleich österreichisches Spiegelgremium zum Europäischen Komitee CEN/TC 251 "Medical Informatics" und zum Internationalen Komitee ISO/TC 215 "Health Informatics" - sowie "IHE Austria" (Verein zur Förderung der Integration der IT- und Medizintechnik im österreichischen Gesundheitswesen), HL7 Austria (Health Level Seven -Anwendergruppe Österreich), GS1 Austria GmbH (die bereits auf internationaler Ebene eine Partnerschaft mit HL7 und ISO/TC 215 verbindet) und ProRec Austria.

Die Kernpunkte des MoU umfassen u.a.: gegenseitige Anerkennung von Standards, kollaborative Entwicklung von Standards, Vermeidung von Parallelentwicklungen durch gegenseitige Information, Abweichung von internationalen Standards nur dann, wenn spezifische nationale Erfordernisse (z. B. Gesetze) dies erfordern.

Details dazu im Themenportal:

http://www.on-norm.at/publish/medizin_informatik.html

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Dr. Karl Grün
Leiter ON Standards
ON Österreichisches Normungsinstitut | Austrian Standards Institute
E-Mail: karl.gruen@on-norm.at
Tel.: +43 1 213 00-714

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