• 01.04.2009, 14:59:32
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  • OTS0280 OTW0280

Gemeinsam für Standards im österreichischen Gesundheitswesen

Wien (OTS) - Zuständige Organisationen wollen ihre Arbeit besser
koordinieren. Dazu wurde am 31. März 2009 im Österreichischen
Normungsinstitut ein "Memorandum of Understanding" unterzeichnet.

Der verstärkte Einsatz von Informations- und
Kommunikationstechnologien (IKT) im Gesundheitswesen - Stichwort
"eHealth" - erfordert zunehmend einheitliche Standards und Regeln.
Verschiedene Organisationen arbeiten derzeit daran, solche Standards
zu entwickeln und zu etablieren. Damit soll ein reibungsloses
(elektronisches) Zusammenspiel zwischen den Organisationen im
Gesundheitswesen und ihren IKT-Systemen ermöglicht werden. Allerdings
verursachen Überschneidungen bestehender Standards bei den Anwendern
Probleme in der praktischen Umsetzung.

Eine bessere Abstimmung soll die Qualität der Standards und ihre
Anwendung deutlich verbessern. Die verschiedenen Organisationen, die
dazu Regeln entwickeln, haben deshalb am Dienstag, 31. März 2009, im
Normungsinstitut in Wien ein "Memorandum of Understanding" (MoU)
unterzeichnet. Zweck dieses Abkommens ist es, divergente und
gegensätzliche Standards zu minimieren, die parallele Entwicklung
neuer Standards zu vermeiden und eine klare Positionierung der
Organisationen zueinander zu erreichen und sich eindeutig zur
Zusammenarbeit zu bekennen.

Dipl.-Ing. Dr. Karl Grün, Director Standards Development im
Normungsinstitut: "Durch eine bessere Ausrichtung bei der gemeinsamen
Entwicklung können Kosten gesenkt und langwierige
Harmonisierungsprozesse von parallel entwickelten Standards vermieden
werden." Der Anwender profitiere - so Dr. Grün - von einem
"einfacheren Einsatz einheitlicher Standards und habe damit
langfristige Investitionssicherheit".

Partner dieses MoU sind das Komitee 238 "Medizinische Informatik"
des Austrian Standards Institute (Österreichisches Normungsinstitut)
- zu gleich österreichisches Spiegelgremium zum Europäischen Komitee
CEN/TC 251 "Medical Informatics" und zum Internationalen Komitee
ISO/TC 215 "Health Informatics" - sowie "IHE Austria" (Verein zur
Förderung der Integration der IT- und Medizintechnik im
österreichischen Gesundheitswesen), HL7 Austria (Health Level Seven -
Anwendergruppe Österreich), GS1 Austria GmbH (die bereits auf
internationaler Ebene eine Partnerschaft mit HL7 und ISO/TC 215
verbindet) und ProRec Austria.

Die Kernpunkte des MoU umfassen u.a.: gegenseitige Anerkennung von
Standards, kollaborative Entwicklung von Standards, Vermeidung von
Parallelentwicklungen durch gegenseitige Information, Abweichung von
internationalen Standards nur dann, wenn spezifische nationale
Erfordernisse (z. B. Gesetze) dies erfordern.

Details dazu im Themenportal:

http://www.on-norm.at/publish/medizin_informatik.html

Rückfragehinweis:
Dr. Karl Grün
Leiter ON Standards
ON Österreichisches Normungsinstitut | Austrian Standards Institute
E-Mail: karl.gruen@on-norm.at
Tel.: +43 1 213 00-714

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