Hermesvilla zeigt "vergessenen" Künstler Josef Engelhardt

"Josef Engelhardt - Vorstadt und Salon" ist ab Donnerstag bis zum 26.10. in der Hermesvilla zu sehen

Wien (OTS) - Josef Engelhardt (1864-1941) gilt heute als einer der erfolgreichsten österreichischen Maler und war Mitbegründer der Wiener Secession. Trotzdem ist er in der Literatur weitgehend nicht vertreten, sein Werk blieb lange im Schatten zugunsten der berühmtesten Glanzlichter der Secession-Gruppe rund um Koloman Moser. Engelhardt, der aus Erdberg stammt und sich auf Reisen besonders mit der französischen Malerei auseinandersetzte, hat sich Zeit seines Lebens für den drastischen Realismus interessiert und dabei vor allem die Menschen von der Straße in seinen Bildern festgehalten. So hat er eine Brücke geschlagen zwischen dem Leben der Vorstadt und der Noblesse der Wiener Salons, in denen er sich seit der Heirat mit Doris Mautner von Markhof ebenfalls bewegt hat. Bekannt geworden ist er für seine unverwechselbare Darstellung der "Wiener Typen" -Wäschermädel, Strizzis, Marktweiber, einfache Leute. Dabei gab er stets dem Inhalt gegenüber der Form den Vorzug.

"Loge im Sophiensaal" als Inspiration

Die Hermesvilla im Lainzer Tiergarten zeigt ab morgen, Donnerstag, die erste umfassende Schau der Werke Josef Engelhardts seit mittlerweile 90 Jahren. Kuratorin Erika Oehring erzählt, durch eines von Engelhardts bekanntesten Bildern - "Loge im Sophiensaal" (1903) - zu dieser Schau inspiriert worden zu sein und im Laufe ihrer Arbeit auch beeindruckende Gespräche mit Engelhardts Urenkel geführt zu haben. Es habe sich viel Material gefunden, jedoch wenig literarische Aufarbeitung des Lebens und Wirkens des österreichischen Künstlers. Die Ausstellung, die bis Ende Oktober zu sehen ist, widmet sich in jeweils einzelnen Räumen Engelhardts frühem Schaffen, seiner Biographie, seiner Pariser Zeit, diversen Aktzeichnungen sowie seinem bildhauerischen Schaffen, zu dem das "Waldmüller"-Denkmal im Rathauspark zählt. "Die Ausstellung im Wien Museum lenkt den Blick von den vereinzelten Höhepunkten des Wiener Fin de Siècle auf einen Künstler, der durch diese hartnäckige Fokussierung ausgeblendet wurde", so die Kuratorin.

"Josef Engelhardt - Vorstadt und Salon" ist von 2. April bis zum 26. Oktober in der Hermesvilla im Lainzer Tiergarten, jeweils Dienstag bis Sonntag sowie Feiertag von 10.00 bis 18.00 Uhr, zu besichtigen. Karten gibt es zu 5 Euro und ermäßigt zu 3,50 Euro. Weitere Informationen auf www.wienmuseum.at.

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