Schicker: 2008 wieder weniger FußgängerInnen-Unfälle

Deutlicher Rückgang bei tödlich Verunglückten

Wien (OTS) - Nach Veröffentlichung der Unfallbilanz 2008 für Österreichs Straßen werden nun schrittweise die Wiener Ergebnisse ausgewertet. Bereits erarbeitet wurden die Unfallzahlen von FußgängerInnen im Straßenverkehr. Zum dritten Mal in Folge ist die Zahl der in Wien Verunglückten rückläufig.****

"Jeder Weg in Wien beginnt mit einem Fußweg: ob zum Auto, zum Rad, zu den Öffentlichen Verkehrsmitteln oder gleich direkt ans Ziel. Zugleich sind FußgängerInnen aber die schwächsten StraßenverkehrsteilnehmerInnen, weshalb ihnen besonderer Schutz zuteil werden muss. Dementsprechend freut es mich, dass wir 2008 neuerlich einen Rückgang bei den FußgängerInnenunfällen verzeichnen konnten", so Verkehrsstadtrat DI Rudi Schicker, der es sich zum Ziel gesetzt hat, den Anteil des FußgängerInnenverkehrs an der Verkehrsmittelwahl langfristig auf dem hohen Niveau von 27-28% zu stabilisieren.

Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Die Anzahl der verunglückten FußgängerInnen (d.h. Verletzte und tödlich Verunglückte) ist rückläufig:

o 2006: 1229 Personen o 2007: 1215 Personen o 2008: 1189 Personen

Im Vergleich 2008 - 2007 entspricht dies einem Minus von 26 verunglückten Personen (-2,1%).

Noch deutlicher ist der Rückgang bei den tödlich verunglückten FußgängerInnen:

o 2006: 19 Personen o 2007: 17 Personen o 2008: 12 Personen

Damit gab es 2008 um 5 getötete FußgängerInnen weniger als im Jahr 2007 (-29%). In 7 Fällen waren PKWs in den Unfallhergang involviert, in 3 Fällen LKWs und zweimal Straßenbahnen.

Weitere Maßnahmen im Verkehrssicherheitsbereich

Schicker verweist trotz seiner Freude über die sinkenden Zahlen darauf, dass es keinen Anlass gibt sich damit zufrieden zu geben:
"Langfristige Zielsetzung bleibt für uns die im Masterplan Verkehr festgeschriebene "Vision Zero" - keine Todesopfer im Straßenverkehr." Um dies zu erreichen werden eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit für FußgängerInnen zu erhöhen. Wirksame verkehrstechnische Einrichtungen sind beispielsweise Tempo 30 -Zonen, Schutzwege bzw. rot umrandete Schutzwege im Zuge von Schulwegen, Piktogramme als Bodenmarkierungen sowie entsprechend angepasste Grünphasen bei Ampeln. Darüber hinaus stehen mit Gehsteiganhebungen, der Errichtung von Fahrbahnteilern und Gehsteigvorziehungen sowie Plateauanhebungen auch noch eine Reihe baulicher Maßnahmen zur Verfügung.

Die genannten Maßnahmen werden bei allen Straßenneu- und Umplanungen routinemäßig umgesetzt und bei Unfallstellen zielgenau eingerichtet. "Besonders hervorheben möchte ich in diesem Zusammenhang die wichtige Initiative der Wiener Schulwegpläne. Nachdem bekannterweise Kinder im Straßenverkehr besonders gefährdet sind, wollen wir mit diesen speziell erarbeiteten Plänen den Kindern einen sicheren Weg in die Schule ermöglichen", betont der Verkehrsstadtrat und ergänzt abschließend: "Natürlich werden wir auch weiterhin den Wiener SeniorInnen unsere besondere Aufmerksamkeit widmen. 5 Personen der 2008 zu Fuß tödlich Verunglückten waren PensionistInnen. Dieser tragische Umstand unterstreicht wie wichtig unser Engagement für die Verkehrssicherheit dieser Mobilitätsgruppe gegenüber ist. Hierzu zählt nicht nur die Entschärfung von Unfallhäufungsstellen oder eine entsprechende Ausleuchtung von Kreuzungsbereichen, sondern auch die von uns unterstützten Sicherheitsschulungen in SeniorInnen-Wohnhäusern." (Schluss) shm

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