• 31.03.2009, 12:20:42
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FMMI: Technischer Nachwuchses darf in Krisenzeiten nicht unter die Räder kommen

Diskussion um Lehrlingskündigung schürt unbegründete Ängste bei Jugendlichen / Maschinen- und Metallwarenindustrie bekennt sich zur Lehrlingsausbildung

Wien (OTS) - Die Lehrlingsausbildung ist für die Unternehmen der
Maschinen- und Metallwarenindustrie (MMI) der falsche Ansatz, um
Kosten zu sparen. Die Branche benötigt in Krisenzeiten dringend den
technischen Nachwuchs, um das Überleben der Unternehmen am Standort
Österreich in den kommenden Jahren zu sichern. "Kein Betrieb
investiert in den technischen Facharbeiternachwuchs, um diesen dann
vorzeitig zu kündigen. Diese hochausgebildeten Spezialisten sind das
Rückgrad für unsere Unternehmen. Dementsprechend sind für uns die
vorgebrachten Argumente, dass Lehrlinge ab Herbst verstärkt gekündigt
werden, nicht nachvollziehbar. Im Gegenteil - auch jene Unternehmen
in der Maschinen- und Metallwarenindustrie, die derzeit kurzarbeiten,
suchen jetzt Lehrlinge, die im Herbst die Ausbildung beginnen. Für
uns die ganze Diskussion daher kontraproduktiv, da unbegründete
Ängste bei den Auszubildenden bzw. auch bei Bewerbern für eine
Lehrstelle geschürt werden.", kritisiert Clemens Malina-Altzinger,
Obmann des Fachverbandes MASCHINEN & METALLWAREN Industrie (FMMI) und
ergänzt, dass es von den im FMMI vertretenen Unternehmen ein
eindeutiges Bekenntnis zur Ausbildung gibt.

Diskussion um Lehrlingskündigung ist kontraproduktiv für
Industriestandort

Die Kritik des Fachverbandsobmannes ist begründet. Bereits jetzt
ist die Nachfrage nach Lehrstellen aufgrund der aktuellen
wirtschaftlichen Situation in der MMI verhalten und im schlimmsten
Fall könnten ein bis zwei Jahrgänge an Lehrlingen durch die Krise
verloren gehen. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung,
wonach sich bis zum Jahr 2020 die wichtige Zielgruppe der 15- bis
19-jährigen um bis zu 14% reduzieren wird, eine gefährliche
Entwicklung. Die Maschinen- und Metallwarenindustrie, die im Jahr
2008 mit 6.930 Lehrlingen 40% aller Lehrlinge der gesamten Industrie
ausgebildet hat, bemüht sich daher gerade in Krisenzeiten die
Ausbildungsplätze zu halten und Jugendliche für eine technische Lehre
zu motivieren.

FMMI fordert Verbesserung der Lehrlingsprämien

Wenn man von einer Neuregelung der Rahmenbedingungen im Bereich
der Lehrlingsausbildung redet, müsse man derzeit vor allem die
ausbildenden Unternehmen unterstützen. "Die Lehrlingsförderung ist so
gestaltet, dass Unternehmen, die seit vielen Jahren, wenn nicht gar
Jahrzehnten Lehrlinge ausbilden, durch den Rost fallen, da nur neue
Ausbildungsplätze gefördert werden", kritisiert Malina-Altzinger und
fordert eine höhere Lehrlingssubvention in der Krise, indem zB die
geförderte Lehrlingsentschädigung zeitlich begrenzt von drei auf
sechs Monate aufgestockt wird.

Über den FMMI

Der Fachverband der MASCHINEN & METALLWAREN Industrie ist die
gesamtösterreichische Vertretung aller Unternehmen aus den
Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau und Metallwaren,
die im Jahr 2007 gemeinsam einen Produktionswert von über 43
Milliarden Euro erwirtschafteten. Die mittelständisch strukturierte
Branche stellt mit über 1.200 Unternehmen und mehr als 110.000
direkten Beschäftigten das Rückgrat der industriellen Beschäftigung
in Österreich dar. Oberstes Ziel des Fachverbandes ist die Mitwirkung
an der Gestaltung von maßgeblichen rechtlichen und wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen, um den erfolgreichen Fortbestand der Unternehmen
der Maschinen- und Metallwarenbranche im internationalen Wettbewerb
zu sichern.

Links
FMMI (Fachverband der MASCHINEN & METALLWAREN Industrie): www.fmmi.at
Informationen zur Lehre in der MMI: http://www.metallbringts.at/

Rückfragehinweis:
Mag. (FH) Kathrin Mück-Puelacher
FEEI Management-Service GmbH
T: +43 1 588 39 29
M: +43 664 619 25 08
E: [email protected]

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