FMMI: Technischer Nachwuchses darf in Krisenzeiten nicht unter die Räder kommen

Diskussion um Lehrlingskündigung schürt unbegründete Ängste bei Jugendlichen / Maschinen- und Metallwarenindustrie bekennt sich zur Lehrlingsausbildung

Wien (OTS) - Die Lehrlingsausbildung ist für die Unternehmen der Maschinen- und Metallwarenindustrie (MMI) der falsche Ansatz, um Kosten zu sparen. Die Branche benötigt in Krisenzeiten dringend den technischen Nachwuchs, um das Überleben der Unternehmen am Standort Österreich in den kommenden Jahren zu sichern. "Kein Betrieb investiert in den technischen Facharbeiternachwuchs, um diesen dann vorzeitig zu kündigen. Diese hochausgebildeten Spezialisten sind das Rückgrad für unsere Unternehmen. Dementsprechend sind für uns die vorgebrachten Argumente, dass Lehrlinge ab Herbst verstärkt gekündigt werden, nicht nachvollziehbar. Im Gegenteil - auch jene Unternehmen in der Maschinen- und Metallwarenindustrie, die derzeit kurzarbeiten, suchen jetzt Lehrlinge, die im Herbst die Ausbildung beginnen. Für uns die ganze Diskussion daher kontraproduktiv, da unbegründete Ängste bei den Auszubildenden bzw. auch bei Bewerbern für eine Lehrstelle geschürt werden.", kritisiert Clemens Malina-Altzinger, Obmann des Fachverbandes MASCHINEN & METALLWAREN Industrie (FMMI) und ergänzt, dass es von den im FMMI vertretenen Unternehmen ein eindeutiges Bekenntnis zur Ausbildung gibt.

Diskussion um Lehrlingskündigung ist kontraproduktiv für Industriestandort

Die Kritik des Fachverbandsobmannes ist begründet. Bereits jetzt ist die Nachfrage nach Lehrstellen aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation in der MMI verhalten und im schlimmsten Fall könnten ein bis zwei Jahrgänge an Lehrlingen durch die Krise verloren gehen. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, wonach sich bis zum Jahr 2020 die wichtige Zielgruppe der 15- bis 19-jährigen um bis zu 14% reduzieren wird, eine gefährliche Entwicklung. Die Maschinen- und Metallwarenindustrie, die im Jahr 2008 mit 6.930 Lehrlingen 40% aller Lehrlinge der gesamten Industrie ausgebildet hat, bemüht sich daher gerade in Krisenzeiten die Ausbildungsplätze zu halten und Jugendliche für eine technische Lehre zu motivieren.

FMMI fordert Verbesserung der Lehrlingsprämien

Wenn man von einer Neuregelung der Rahmenbedingungen im Bereich der Lehrlingsausbildung redet, müsse man derzeit vor allem die ausbildenden Unternehmen unterstützen. "Die Lehrlingsförderung ist so gestaltet, dass Unternehmen, die seit vielen Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten Lehrlinge ausbilden, durch den Rost fallen, da nur neue Ausbildungsplätze gefördert werden", kritisiert Malina-Altzinger und fordert eine höhere Lehrlingssubvention in der Krise, indem zB die geförderte Lehrlingsentschädigung zeitlich begrenzt von drei auf sechs Monate aufgestockt wird.

Über den FMMI

Der Fachverband der MASCHINEN & METALLWAREN Industrie ist die gesamtösterreichische Vertretung aller Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau und Metallwaren, die im Jahr 2007 gemeinsam einen Produktionswert von über 43 Milliarden Euro erwirtschafteten. Die mittelständisch strukturierte Branche stellt mit über 1.200 Unternehmen und mehr als 110.000 direkten Beschäftigten das Rückgrat der industriellen Beschäftigung in Österreich dar. Oberstes Ziel des Fachverbandes ist die Mitwirkung an der Gestaltung von maßgeblichen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, um den erfolgreichen Fortbestand der Unternehmen der Maschinen- und Metallwarenbranche im internationalen Wettbewerb zu sichern.

Links
FMMI (Fachverband der MASCHINEN & METALLWAREN Industrie): www.fmmi.at Informationen zur Lehre in der MMI: http://www.metallbringts.at/

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