- 31.03.2009, 11:08:07
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Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien begrüßt Homophobie-Bericht der EU-Grundrechtsagentur
Wien (OTS) - "Wir freuen uns sehr, dass die in Wien ansässige
Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) Homophobie und
deren Bekämpfung zu einem ihrer Schwerpunkte gemacht hat", erklärt
HOSI-Wien-Obfrau Jona Solomon aus Anlass der heutigen Präsentation
des FRA-Berichts 'Homophobie und Diskriminierung aufgrund der
sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität in den
EU-Mitgliedsstaaten - Teil II: Die soziale Situation'. (Der erste
Teil, eine rechtliche Analyse, wurde bereits im Juni 2008
veröffentlicht.)
"Jetzt muss es darum gehen, dass alle 27 Mitgliedsstaaten -
inklusive Österreich - die entsprechenden Schlussfolgerungen für sich
ziehen und die Empfehlungen der Grundrechtsagentur konsequent
umsetzen", ergänzt HOSI-Wien-Obmann Christian Högl. "Homophobie bzw.
Transphobie kann ja in sehr vielfältiger Form zum Ausdruck kommen,
von Mobbing (Bullying) in der Schule über tätliche Angriffe auf
Lesben, Schwule und Transgenderpersonen im öffentlichen Raum bis hin
zur Nichtgenehmigung von Gay-Pride-Paraden, wie dies auch in
EU-Mitgliedsstaaten der Fall war."
Österreich im Mittelfeld
"Österreich liegt in diesem Bereich - wie so oft - im Mittelfeld",
erklärt HOSI-Wien-Generalsekretär Kurt Krickler, der gemeinsam mit
der Universitätslektorin und langjährigen HOSI-Wien-Aktivistin Gudrun
Hauer den Österreich-Part für den zweiten Teil dieses Projekts
verfasst hat. Der heute veröffentlichte Bericht der FRA ist eine
Zusammenfassung aller 27 Länderberichte. "Einerseits sind in
Österreich durch Homophobie motivierte gewalttätige Übergriffe kein
massives Problem wie in anderen Ländern, und mit der jährlich in Wien
stattfindenden Regenbogenparade setzen wir auch ein deutliches
Zeichen der Sichtbarkeit, das generell sehr positiv aufgenommen wird,
andererseits zählt Österreich zu jenen Ländern, in denen Homophobie
von den Behörden und der Gesellschaft noch nicht wirklich als Problem
aufgefasst und - auch vorbeugend - bekämpft wird. Es gibt auch kaum
wissenschaftliche Untersuchungen darüber und daher kaum brauchbare
verlässliche Daten. Gerade in diesen Bereichen kann und sollte sich
Österreich noch sehr viel von anderen Ländern abschauen."
"Auch Kirchenvertreter und reaktionäre PolitikerInnen, die
homophobe Äußerungen tätigen, müssten verstärkt dafür zur
Verantwortung gezogen werden, denn derartige Hassreden bereiten
natürlich den Boden in der Gesellschaft auf für Homophobie und in der
Folge für mögliche Gewalttätigkeiten gegen einzelne Personen", so
Krickler abschließend.
HINWEIS: Medienaussendung der EU-Grundrechtsagentur sowie Bericht
zum Download unter: http://fra.europa.eu
Rückfragehinweis:
Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. 0664/5767466
mailto:[email protected], www.hosiwien.at
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