• 30.03.2009, 10:52:27
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DON BOSCO (1815-1888): Ein Heiliger für unsere Zeit

Vor 75 Jahren, am 1. April 1934, wurde der Priester, Jugendapostel und Sozialpionier Don Johannes Bosco in Rom heilig gesprochen.

Wien (OTS) - Höhepunkt in Österreich ist die Sternwallfahrt "Mit
dem Herzen im Himmel" am 14. Juni 2009 nach Maria
Puchheim/Oberösterreich. Die beiden Salesianerbischöfe Alois
Kothgasser SDB und Ludwig Schwarz SDB werden den Festgottesdienst
zelebrieren.

Johannes Bosco: Priester, Jugendapostel und Sozialpionier

Johannes Bosco wird am 16. August 1815 in der Nähe von Turin als
Kind einer armen Familie geboren. Er ist erst zwei Jahre alt, als
sein Vater stirbt. Bereits in jungen Jahren arbeitet er, um den
Lebensunterhalt der Familie zu sichern. Das Gottvertrauen, das im
Rahmen der religiösen Erziehung durch die Mutter Margareta wachsen
konnte, bestimmt Johannes’ weiteres Leben. Zugleich prägt ihn die
Erfahrung der Armut; seine spätere "Option für die ärmere Jugend" hat
darin eine ihrer wichtigsten Wurzeln.

Trotz finanzieller Schwierigkeiten absolviert er sein Studium und
empfängt 1841 die Priesterweihe. Don Bosco begegnet in der Großstadt
Turin jungen Menschen, die voller Hoffnung vom Land in die Stadt
geströmt sind, dann aber arbeitslos und sozial entwurzelt ihr Leben
meistern müssen. Don Bosco nimmt sie in seinem "Oratorium", einem
offenen Jugendzentrum, auf. In der Folgezeit orientiert er sich immer
mehr an dem Genfer Bischof Franz von Sales (1567-1622), den er wegen
seiner Menschenfreundlichkeit verehrt. Für die Erziehung seiner
Jugendlichen betrachtet Don Bosco vier Elemente als wesentlich:
Familie, Freizeit, Schule und Kirche. Ein wichtiges Merkmal seiner
präventiven Pädagogik ist die "Assistenz", die liebend-interessierte
Anwesenheit des Erziehers unter den jungen Menschen. Sein Ausspruch
"Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" spiegelt
die für ihn und seine erzieherische Tätigkeit kennzeichnende
Grundhaltung der Freude und der Lebensbejahung wider.

Don Bosco wird zu einem modernen Heiligen, denn er erkannte die
"Zeichen der Zeit". Zum einen sah er die große Not der Turiner
Jugendlichen, die sich in der Gefahr befanden, auf die schiefe Bahn
zu gelangen. Zum anderen setzte er zeitgemäße Mittel ein, um seine
Sendung zu erfüllen: Er schaffte für seine Werkstätten die modernsten
Maschinen an und bediente sich der Massenmedien.
Don Bosco bildet Mitarbeiter aus und gründet 1859 eine religiöse
Gemeinschaft, die er Salesianer nennt. 2009 feiert der Orden das
150-jährige Ordensjubiläum. Der 18. Dezember 1859 gilt als der
"Geburtstag" der Kongregation.

Am 31. Januar 1888 stirbt Johannes Bosco in Turin.

Mit der Heiligsprechung am 1. April 1934 bestätigte die Kirche das
Leben und Wirken Don Boscos als vorbildlich und nachahmenswert, als
einen Weg, der zu Gott führt. Don Bosco wurde dadurch mit seiner
Lebensform, mit seinem pädagogisch-pastoralen Handeln von oberster
kirchlicher Stelle anerkannt.

Zeitzeugin Madre Giovanna Zacconi: "Alles schien mir wie im Himmel"

Die ehemalige Provinzialin der Don Bosco Schwestern, Sr. Johanna
Zacconi (96), erlebte die Heiligsprechung Don Boscos am 1. April 1934
in Rom live mit:"Dann kam der ersehnte Tag der Heiligsprechung am
Ostersonntag. Wir waren schon um 7 Uhr am Petersplatz. Wir hatten
Glück und ergatterten vorne im Petersdom einen Stehplatz. Als der
Heilige Vater auf der ,Sedia gestatoria‘ segnend in den Dom kam,
jubelten und klatschten alle in die Hände. Es herrschte eine
Bombenstimmung. Alles schien mir wie im Himmel. Dann kam der
feierliche Augenblick der Heiligsprechung. Der Heilige Vater las das
Dekret vor, das Bild Don Boscos wurde enthüllt. Und wir riefen: "Don
Bosco, unser Vater, ist heilig". Wieder Jubel und Händeklatschen. Die
Freude dieser Tage und die Begeisterung für all das Gute und Schöne,
das wir erlebt hatten, bleibt bis heute in unseren Herzen."

Salesianer Don Boscos: Damit das Leben junger Menschen gelingt

Heute leben und wirken weltweit rund 16.000 Salesianer in 132
Ländern der Erde. Überall kümmern sie sich vor allem um
benachteiligte Jugendliche. Sie arbeiten als Priester, Diakone und
Brüder in der Jugendseelsorge, in der Erziehung und Ausbildung junger
Menschen. Wie Don Bosco wollen die Salesianer "Zeichen und
Botschafter der Liebe Gottes" besonders für die Jugend sein.
Seit mehr als 100 Jahren engagieren sich die Salesianer und ihre
MitarbeiterInnen in Österreich besonders für benachteiligte
Jugendliche. Derzeit betreuen die Salesianer und die Don Bosco
Schwestern Kindergärten und Schulen, leiten Pfarren und
Jugendzentren, führen Studenten- und Schülerwohnheime und laden in
der Salesianischen Jugendbewegung zu zahlreichen Freizeitaktivitäten
und religiösen Angeboten ein. Den sozialen Herausforderungen kommen
weitere Partnerorganisationen nach: Die Don Bosco Aktion "Jugend Eine
Welt" organisiert Freiwilligeneinsätze für junge Erwachsene und
unterstützt Projekte in den Ländern des Südens. Das "Don Bosco
Flüchtlingswerk" betreut unbegleitete, minderjährige Asylwerber.

Rückfragehinweis:

und Fotos:  
   
   Mag. Sophie Wöginger
   St. Veit-Gasse 25, 1130 Wien
   Tel.: 01/878 39-520
   mobil: 0664-8243602
   mailto:[email protected]
   www.donbosco.at

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