• 29.03.2009, 09:00:00
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Lufthansa-Boss Mayrhuber erwartet deutlich kleinere AUA

Bei EU-Auflagen lässt Lufthansa-Boss Mayrhuber die Übernahme platzen. Das AUA-Management bleibt bei erfolgreicher Sanierung eigenständig.

Wien (OTS) - Vorausmeldung/Wirtschaft/Lufthansa/Mayrhuber
Lufthansa-Boss Wolfgang Mayrhuber droht mit dem Ausstieg aus der
AUA-Übernahme. Auf die Frage, ob die Fusion noch scheitern könnte,
sagt Mayrhuber in einem im kommenden trend erscheinenden Interview:
"Ja, wir wollten in eine richtige AUA investieren und nicht in irgend
ein AUAlein. Aber die AUA, die wir übernehmen wollen, wird schon ein
Stück kleiner sein, als sich beide Seiten das vorgestellt hatten."
Bis zu dem im Sommer erwarteten Closing des Deals prüft Brüssel
die wettbewerbsrechtlichen Konsequenzen und die staatliche Beihilfe
zur Übernahme. Mitbewerber wie beispielsweise Fly Niki oder die
Ryanair haben dazu umfangreiche Gegen-Stellungnahmen bei der
EU-Kommission abgegeben. Experten rechnen damit, dass einzelne
Flugrouten in Osteuropa abgegeben werden müssen. Mayrhuber dazu:
"Wir sind in unseren Verhandlungen davon ausgegangen, dass es keine
Auflagen gibt. Wir sind bereits 1999 mit der AUA ein Joint-Venture
eingegangen. Damals mussten wir Slots abgeben. Inzwischen hat der
Wettbewerb zugenommen und jetzt sind auf den für die AUA relevant
gewordenen Flughäfen im Osten keine Slots mehr limitiert. Wir zahlen
das Schnitzel nicht zweimal."
Vom AUA-Management erwartet Mayrhuber eine Fortsetzung des
Sanierungskurses. Das Vorstands-Duo Peter Malanik und Andreas
Bierwirth hat mit der Umsetzung eines Kostensenkungsprogrammes in der
Höhe von 225 Millionen Euro begonnen. Sollte sich das Marktumfeld
weiter verschlechtern, fordert der Lufthansa-Boss zusätzliche
Sparmaßnahmen. Glückt den beiden AUA-Vorständen die Sanierung, will
ihnen Mayrhuber entgegen bisher anders lautenden Meldungen, keinen
Lufthansa-Mann zur Seite stellen. Mayrhuber: "Wenn die beiden
AUA-Vorstände das in die richtige Richtung drehen, würde ich eher
Gründe sehen, sie zu belohnen. Nicht noch jemanden hinzuzusetzen."

Rückfragehinweis:
trend Redaktion
Tel.: (01) 534 70/3402

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