• 27.03.2009, 12:08:04
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  • OTS0168 OTW0168

Österreichische Gesellschaft für Orthopädie: Schmerzen verlangen nach Qualität in der Diagnose

Wien (OTS) - In einigen Medien wurde gestern über Patienten mit
chronischen Schmerzen berichtet. Ein darin zitierter
Patientenbericht, der auf einer Umfrage von 565 Schmerzpatienten
beruht, weist davon 79% der Betroffenen mit Schmerzen am Stütz- und
Bewegungssystem aus. Die Gruppe der Patienten mit Nerven- und
Kopfschmerzen erreicht etwa 30%.

Schmerzen sind immer dann am schnellsten zu diagnostizieren und
optimal zu behandeln, wenn Ärzte mit dem Wissen um das jeweilige
Organsystem zu Rate gezogen werden. Für das Stütz- und
Bewegungssystem ist das der Facharzt für Orthopädie; für das
Nervensystem und damit auch für chronische Kopfschmerzen ist es der
Facharzt für Neurologie.

Als erste Anlaufstelle für Patienten ist sicher auch der Arzt für
Allgemeinmedizin gefragt. Allerdings ist für ihn bisher eine
Ausbildung in Orthopädie nicht verpflichtend. Erst das neue
Ausbildungs-Curriculum für den Facharzt für Allgemeinmedizin sieht
dies vor.

Die Österreichische Gesellschaft für Orthopädie weist seit langem
auf Unterkapazitäten bei den Fächern Neurologie und Orthopädie hin.
Ressourcenverlagerungen aus Fächer mit Überkapazitäten wären mit
gutem politischen Willen nicht nur möglich sondern dringend
notwendig, denn wo heute orthopädische Stationen oder Fachpraxen
fehlen, gibt es auch keine fachliche Ausbildung für orthopädische
Krankheitsbilder.

Um den angesprochenen Spießrutenlauf bis zur richtigen Diagnose
und damit die Chronifizierung von Schmerzen zu vermeiden, braucht es
Qualität in der Ausbildung - auch für die Ärzte der Allgemeinmedizin
- und das Vorhandensein von richtigen Ressourcen. Damit meinen wir
Fachärzte für die betroffenen Organsystem und eine abgestuftes
Leistungsangebot in ausreichender Zahl: Facharztpraxen,
Fachambulanzen und Fachabteilungen.

Rückfragehinweis:
Österreichische Gesellschaft für Orthopädie
und orthopädische Chirurgie
Univ.-Prof. Dr. Alfred Engel, Präsident
Dr. Erwin Lintner, Sprecher
Tel.: +43 676 312 26 46

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