Motorraddiebstahl: Jährlich 2.550 angezeigte Fälle

Motorräder sind ein begehrtes Diebesgut - dennoch: 13 Prozent schützen ihr Zweirad gar nicht, knapp zwei Drittel vertrauen allein auf das leicht knackbare Lenkradschloss.

Wien (OTS) - Rund 2.550 Motorräder werden in Österreich jährlich gestohlen, 2007 wurden sogar 2.700 Fälle gestohlener Zweiräder angezeigt (2004: 2.318, 2005: 2.718, 2006: 2.466, 2007: 2.697). Laut einer Erhebung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) unter 350 Bikern sichern aber 13 Prozent der Befragten ihr Motorrad nicht. Knapp zwei Drittel (64%) vertrauen allein auf das Lenkradschloss. "Zwar gehören Lenkradschlösser zur serienmäßigen Ausstattung dazu -für organisierte Banden oder Profis ist es aber ziemlich einfach diese Sicherung innerhalb weniger Sekunden zu knacken. Umso wichtiger ist es zusätzliche Sicherungsarten zu verwenden", rät Mag. Birgit Zetinigg, Leiterin des Bereichs Eigentum & Feuer im KfV.

Mehrfache Sicherung - größerer Schutz
Jeweils ein Viertel der Befragten greift zu einer Wegfahrsperre (28%) bzw. einem Bremsscheibenschloss (25%), um das Motorrad vor Diebstahl zu schützen. Alarmanlagen und Kettenschlösser werden von je zwölf Prozent der befragten Biker genutzt. Eher selten verwendet werden Bügelschlösser - nur jede 20. Maschine wird so gesichert. "Am besten ist eine Kombination von zwei oder mehreren Sicherungsarten. Das schreckt Diebe im Vorfeld ab, denn je mehr Zeit sie benötigen, um das Motorrad aus der Sicherung zu lösen, desto eher ziehen sie ein anderes Objekt vor", sagt Zetinigg. Die Tricks sind meist banal: Mit Bolzenschneidern, Eisspray und "Picking"-Werkzeugen sind Schlösser schnell geknackt. Motorräder, die nicht an festen Gegenständen wie Straßenlaternen oder Schildern angekettet sind, werden von Diebesbanden oft auch auf Anhängern oder Kleintransportern abtransportiert. Zusätzliche Sicherungen können die Langfinger dann in Ruhe an einem anderen Ort entfernen. Aufmerksame Passanten werden mit schlüssigen Erklärungen beruhigt, sodass der Diebstahl erst beim Eintreffen des ahnungslosen Besitzers bemerkt wird. "Das Interesse der Diebe gilt vor allem Einzelteilen, die dann teuer am Ersatzteil-Markt weiterverkauft werden können. Aber auch komplette Motorräder wechseln mit gefälschten Papieren den Besitzer", schließt Zetinigg.

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