- 24.03.2009, 09:38:25
- /
- OTS0060 OTW0060
Projekt "Module Close To" - Erfahrungsberichte, die unter die Haut gehen
Bures, Pfeiffer und Hausherr präsentieren Projekt für Präventionsarbeit in der Fahrausbildung
Wien (BMVIT) - Obwohl die Anzahl der verletzten und getöteten
Fahranfänger im Jahr 2008 leicht zurückgegangen ist, besteht bei
dieser Altersgruppe noch immer starker Handlungsbedarf hinsichtlich
der Bewusstseinsbildung. "Gerade junge Menschen müssen sich bewusst
werden, was es für sie, ihr Leben und das anderer Menschen bedeuten
kann, sich unter Alkoholeinfluss hinter das Lenkrad zu setzen",
stellt Verkehrsministerin Doris Bures anlässlich einer gemeinsamen
Pressekonferenz mit Rita Pfeiffer, Projektleiterin der
Forschungsgesellschaft Mobilität, und Norbert Hausherr, Obmann des
Fachverbandes der Fahrschulen in der Wirtschaftskammer Österreich,
fest.****
Mit dem Ansatz des Projektes "Module Close To", unter Einbindung
von authentischen Erfahrungsberichten gleichaltriger
Verkehrsstraftäter das Bewusstsein für ein verantwortungsvolles
Handeln künftiger Fahrzeuglenker zu schärfen, wird das Problem
zweifelhafter Fahrtmotive direkt bekämpft. "Wir unterstützen dieses
Projekt deshalb, weil wir überzeugt sind, dass mit Prävention und
Bewusstseinsbildung, die sprichwörtlich unter die Haut geht, bei
Fahranfängerinnen und Fahranfängern die größten Erfolge erzielt
werden können", so Bures.
Wie geht es einem jungen Fahrer, der den Tod eines Menschen
verschuldet hat? Warum hat er sich unter Alkoholeinfluss ans Steuer
seines Fahrzeuges gesetzt? Das und vieles mehr beschreiben junge
Unfall-Lenker in einer Unterrichtseinheit im Rahmen des Theoriekurses
in Fahrschulen, die gerade eine Haftstrafe absitzen. "Die
unmittelbare räumliche Nähe und das ähnliche Alter des
Verkehrsstraftäters erschwert den Fahrschülern, sich nach dem Motto
"Unfälle passieren, aber mir nicht" von den erzählten Ereignissen zu
distanzieren", ist Pfeiffer vom Effekt der Lehrmethode überzeugt.
Außer einem zusätzlichen Freigang für die wertvolle
Präventionsarbeit in Fahrschulen stellen die Unfallfahrer selbst
fest, dass ihnen die Vortragsarbeit auch bei der eigenen Bewältigung
des Unfalles hilft. Sie werden in eigenen Seminaren auf ihren Besuch
in den Fahrschulen speziell vorbereitet. "Die Unfallfahrer sind froh,
durch ihr Engagement beitragen zu können, dass anderen nicht das
gleiche passiert", weist Pfeiffer auf den beidseitigen positiven
Effekt hin.
Die österreichischen Fahrschulen unterstützen das Projekt mit
großem Einsatz, weil "Module Close To" genau dort ansetzt, wo es
notwendig ist. Die Fahrzeugbedienung und der Umgang mit schwierigen
Fahraufgaben werden von den Fahranfängern durch die Ausbildung in der
Fahrschule beherrscht, problematisch sind die Fahrtmotive und die
persönliche Einstellung zum Straßenverkehr. "Die Erfahrung zeigt,
dass der Besuch der Peer Mentoren in den Fahrschulen wirkt und "unter
die Haut" geht, die Fahrschüler nehmen an der Diskussion mit dem
Unfall-Lenker intensiv teil. Die Rückmeldungen von den "Close
To"-Einheiten sind sehr gut und bestätigen die positiven Effekte
dieses Projektes", so Hausherr.
"36 Fahrschulen in den Bundesländern Burgenland, Niederösterreich,
Oberösterreich, Salzburg und Steiermark sind am Projekt beteiligt.
Bisher konnten insgesamt 3000 angehende Fahrzeuglenker mit "Module
Close To" konfrontiert werden, 14 Peer-Mentoren sind derzeit im
Einsatz", berichtet Hausherr.
Rückfragehinweis:
Susanna Enk
Pressesprecherin Ministerin Doris Bures
Telefon: +43 (0) 1 711 6265-8121
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
www.bmvit.gv.at
Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband der Fahrschulen
Mag. Gernot Reiter
Tel.: (++43) 0590 900-3161
email: [email protected]
http://www.fahrschulen.co.at
Rita Pfeiffer
Mobilität, FGM
Austrian Mobility Research, AMOR
gemeinn. GmbH
Schönaugasse 8a
A-8010 Graz
Tel.: +43(0) 316-810451-39
Fax.: +43(0) 316-810451-75
www.fgm.atOTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVM






