• 24.03.2009, 09:23:27
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Allianz Studie: Straßenverkehr wird für Senioren oft zur Todesfalle

Wien (OTS) - Mehr als 8.000 Senioren pro Jahr sterben auf den
Straßen der Europäischen Union - eine Anzahl vergleichbar mit den
Einwohnern von Zeltweg, Velden oder Landeck. Dies ermittelte eine
aktuelle Studie des Allianz Zentrums für Technik. Bereits jetzt ist
europaweit jedes fünfte Unfallopfer im Straßenverkehr über 65, schon
2050 wird es - der demographischen Entwicklung entsprechend - jeder
Dritte sein. In Österreich wird vor allem der innerstädtische
Autoverkehr für ältere Menschen überdurchschnittlich oft zur
tödlichen Gefahr.

Österreich im Mittelfeld

"Im EU-Durchschnitt ist das Risiko für Ältere im Straßenverkehr um
16 Prozent höher als für jüngere Verkehrsteilnehmer", alarmiert die
Allianz Studie. Österreich liegt dabei im europäischen Schnitt,
auffallend allerdings: Die Todesrate älterer Autofahrer ist - anders
als in den meisten Ländern - deutlich höher als jene der Fußgänger.
Und knapp zwei Drittel der getöteten Senioren sind Männer, nur ein
Drittel Frauen. Im Europavergleich leben Senioren vor allem in den
baltischen Staaten, Polen und Griechenland im Straßenverkehr
gefährlich, in Großbritannien, Schweden und Deutschland dagegen am
sichersten. Die deutlichsten Verbesserungen im letzten Jahrzehnt
realisierte Portugal.

Unfälle der Generation 65+ passieren in Österreich insbesondere
innerhalb von Städten viel häufiger, als dies andere Altersgruppen
trifft. Öfter als sie Schäden verursachen, sind Senioren dabei aber
die Opfer von Verkehrsunfällen, betont die Allianz Untersuchung. Die
Hebung der Seniorensicherheit auf Europas Straßen sei damit ein Gebot
der Stunde.

Sehvermögen besser testen

So manches Vorurteil bestätigt die Studie hingegen nicht. Weder
sind ältere Autofahrer oft als Geisterfahrer unterwegs noch ist das
Herzinfarkt-Risiko am Steuer besonders ausgeprägt. Probleme machen
allerdings die Augen, wie eine Unfalldatenanalyse der Allianz
nachweist. "Neben dem klassischen Sehschärfetest wäre eine
Überprüfung von Blendempfindlichkeit, Dämmerungssehvermögen und
peripherer Wahrnehmung im Interesse der Sicherheit sehr sinnvoll",
empfiehlt Ing. Gerhard Bernard, Service-Experte der Allianz
Österreich.

Krankheit und körperliche Beeinträchtigungen nehmen bei älteren
Verkehrsteilnehmern zwar als Unfallursache zu. Dafür fallen
persönlichkeitsbezogene Unfallaspekte wie "Sensation Seeking",
Wettbewerbsverhalten oder Verkehrsstraftaten bei Menschen über 65
zumeist weg. Beträchtliches Potenzial zur Hebung der Sicherheit
älterer Verkehrsteilnehmer orten die Autoren der Allianz Studie bei
Fahrerassistenzsystemen. "Die Bedürfnisse der Senioren müssen bei der
Weiterentwicklung von Systemen wie Cruise Control, Kreuzungsassistent
und aktiver Gefahrenbremsung noch besser als bisher berücksichtigt
werden", betont Bernard.

Rückfragehinweis:

Dr. Marita Roloff
   Unternehmenskommunikation
   Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft
   Allianz Elementar Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
   Hietzinger Kai 101-105, 1130 Wien
   Tel.: 01/878 07 - 80726, Fax: - 40261
   E-Mail: [email protected] 
   Internet: www.allianz.at

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