Berlakovich: Beeindruckende Siegerprojekte bei der Neptun Wasserpreis 2009 - Gala ausgezeichnet - BILDER

Hauptpreis geht an Wasserdienstleistungsgesellschaft Linz

Wien (OTS) - Gestern Abend wurde bereits zum sechsten Mal der
Neptun Wasserpreis vergeben. Der Hauptpreis für das in Summe beste und nachhaltigste Wasserprojekt aus Österreich ging an die Wasserdienstleistungsgesellschaft Linz. "2.200 Beiträge sind eingelangt und bewertet worden. Von persönlichen Bildimpressionen zu Wasser über wissenschaftliche Errungenschaften bis zu künstlerischen Arbeiten, gab es vielfältige Möglichkeiten sich einzubringen. Die GewinnerInnen konnten sich über Preisgelder von insgesamt 38.000 Euro freuen. Das Wasserversorgungsunternehmen Linz lässt durch ein einzigartiges Hilfsprogramm auch Menschen in anderen Ländern vom heimischen Wasserreichtum profitieren
", so Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich anlässlich der gestrigen Preisverleihung.

Das von der Wasserdienstleistungsgesellschaft Linz initiierte und gemeinsam mit der Caritas Oberösterreich und oberösterreichischen Gemeinden umgesetzte Hilfsprogramm "Wassertropfen" unterstützt in extremer Armut lebende Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Innovativ ist insbesondere die Art der Mittelgenerierung. Pro 1.000 m3 Wasser, das die WDLGmbH als Wasserversorger liefert, spendet das Unternehmen einen Euro an einen Hilfsfond der Caritas. Einige Gemeinden beteiligen sich in gleichem Ausmaß. Seit dem Start des Projekts am Weltwassertag 2008 sind bereits 20.000 Euro in den Fonds geflossen. Die Caritas setzt derzeit damit Hilfsprojekte im Kongo um. Die WDLGmbH wurde für dieses Vorzeigeprojekt, das Modellcharakter für viele weitere Umsetzungen hat, mit dem Neptun Hauptpreis in der Höhe von 5.000 Euro ausgezeichnet.

Um Lösungen für einen nachhaltigen globalen Umgang mit Wasser ging es auch in der Kategorie WasserWELT. Im Fokus standen vor allem Projekte, die Hilfe zur Selbsthilfe unter österreichischer Beteiligung leisten. Preisträger dieser Kategorie ist der Oberösterreicher Johann Gnadlinger, der sich seit bereits 10 Jahren mit viel persönlichem Engagement für die Verbesserung der Trinkwassersituation in einem Trockengebiet in Brasilien einsetzt. Er hat maßgeblich an der Entwicklung des politischen Programms "1 Million Zisternen" mitgewirkt. 230.000 Zisternen wurden bereits errichtet. Mit Hilfe des Programms sollen bis zum Jahr 2015 fünf Millionen Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt werden. Ein ergänzendes Programm sieht vor, dass jede bäuerliche Familie ein Stück Land zum eigenen Nahrungsmittelanbau erhält.

Der Preis in der Kategorie WasserSCHUTZ ging an die Verbund Austrian Hydro Power AG. Die prämierte Fischwanderhilfe Villach zeichnet sich durch innovative Lösungsansätze aus, durch die die Effizienz von Fischaufstiegshilfen nachhaltig verbessert werden kann. Die Wanderhilfe wurde erstmals aus Betonfertigteilen gebaut, deren Modulbauweise den Einsatz für jeden Gewässertyp ermöglicht. Zur besseren Orientierung der Fische wurden erstmals energieeffiziente Lockstrompumpen eingesetzt. Das Projekt ist von hohem Vorzeigewert für die Erfüllung der EU-Wasserrahmenrichtlinie.

Weitere Preise wurden für Kommunikation und Bewusstseinsbildung zu Wasser sowie für zeitgenössische Kunst mit Wasserbezug vergeben. Die in der Kategorie WasserKOMMUNIKATION prämierte "Gebrauchsinformation für den Planeten Erde" der Grafikdesignerin Angie Rattay gibt nach dem Vorbild medizinischer Beipackzettel Anweisungen zum nachhaltigen Umgang mit unserem Planeten. Die Hydrosphäre wird in dieser witzigen und ansprechenden Form der Informationsvermittlung besonders berücksichtigt.

Gewinner der Kategorie WasserKREATIV ist der Künstler Hannes Seebacher, der sich in vielen seiner Arbeiten umfassend mit Wasser als Grundsubstanz allen organischen Lebens auseinander setzt. In der 2008 in einem Wasserturm realisierten Installation "black mesa" visualisierte er eindrucksvoll die Auswirkungen der Kohleindustrie auf den Wasserhaushalt.

Wasser als Lebensgrundlage stand im Mittelpunkt der Publikumskategorie. Unter dem Motto WasserLEBT waren alle Wasserbegeisterten aufgerufen, Bilder oder Texte einzureichen. Unter 1.991 Einsendungen wurde das beste Wasserbild Österreichs ermittelt. Die Entscheidung hat erstmals nicht eine Jury, sondern das Publikum im Rahmen einer Online-Abstimmung getroffen. Das Siegerbild kommt vom Oberösterreicher Josef Hinterleitner. Es zeigt einen Gärtner, der auf einem riesigen Pflanzfeld mit einer Gießkanne Jungpflanzen mit Wasser versorgt.

Ziel des Neptun Wasserpreis ist es, Bewusstsein für das lebenswichtige Element Wasser zu schaffen und innovative Ideen rund ums Wasser zu fördern. Getragen wird die Initiative seit 1999 vom Lebensministerium, dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach und dem Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband. Der Neptun Wasserpreis 2009 wurde unterstützt von ANDRITZ HYDRO, Coca-Cola Hellenic, Kommunalkredit Public Consulting, Verbund, Stadt Wien / Wiener Wasserwerke sowie den Landesregierungen Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Steiermark.

Der Neptun Wasserpreis wird seit 1999 alle zwei Jahre vergeben. Er leistet einen wichtigen Beitrag zu Bewusstseinsbildung und Innovationsförderung rund ums Wasser. 2009 feiert der Preis sein 10-jähriges Bestehen. Der Preis hat sich mit konstant hoher Beteiligung in den vergangenen Jahren zu dem Preis der österreichischen Wasserszene entwickelt. Von 1999 bis 2009 wurden 13.200 Beiträge für den Preis eingereicht.

Weitere Informationen unter www.wasserpreis.info.

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