- 20.03.2009, 09:34:24
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AGES zum Weltwassertag: Qualität aus der Quelle - Teil 1
Das Wasser in Österreich ist von höchster Qualität. Die AGES leistet einen wichtigen Beitrag, damit sie erhalten bleibt
Wien (OTS) - Österreich ist eines der wenigen Länder der Welt, in
dem der Trinkwasserbedarf fast zur Gänze aus geschützten
Grundwasservorkommen gedeckt werden kann. Die Versorgung der
Bevölkerung erfolgt zu 90 Prozent aus öffentlichen
Wasserversorgungsanlagen, zu zehn Prozent aus privaten Hausbrunnen
und Quellfassungen.
Trinkwasser gilt als Lebensmittel - der Verkehr mit Lebensmitteln
wird durch das Lebensmittel- und Verbraucherschutzgesetz geregelt.
Das Bereitstellen von Trinkwasser wird im Besonderen durch die
Trinkwasserverordnung geregelt. Darin werden die Anforderungen an die
Qualität und die Überwachung von Trinkwasser für den Konsum
definiert. Das bedeutet u. a., dass keine Konzentrationen von
Mikroorganismen, Parasiten und Stoffen enthalten sein dürfen, die
eine potenzielle Gefährdung der menschlichen Gesundheit darstellen.
Die AGES, die Österreichischen Agentur für Gesundheit und
Ernährungssicherheit GmbH, ist wichtiges Glied in dieser
Überprüfungskette. Ihr Angebot reicht österreichweit von der Prüfung
von Gemeinde-Wasserversorgungsanlagen und Stadtwerken über
Wassergenossenschaften bis hin zu privaten Brunnenbesitzern und
Lebensmittelbetrieben. Als Komplettanbieter ist die AGES auch in der
Lage, die Kontrolle von Kläranlagen, Frei- und Hallenbädern bzw.
Bade-Biotopen durchzuführen. Denn auch kleine Badeteiche bzw.
Bade-Biotope unterliegen der Untersuchungspflicht - ein Umstand, der
nicht immer bekannt ist.
Indikator-Keime zeigen Qualität an
"Unser Wasser ist doch gut, warum müssen wir es kontrollieren
lassen?" Diese Frage bekommen Gemeindevertreter nicht selten von
ihren Bürgern gestellt. Die Frage lässt sich ganz einfach
beantworten: Nach starken Regenfällen können zum Beispiel Fäkalkeime
über Oberflächenwasser in das Trinkwasser gelangen. Das Wasser wird
daher auf so genannte Indikator-Organismen überprüft - Bakterien wie
Escherichia coli oder Enterokokken, die sich schnell nachweisen
lassen. Findet man solche Indikator-Keime, kann man davon ausgehen,
dass auch andere Krankheitserreger vorhanden sein können.
Wesentlich für eine korrekte Analyse ist die korrekte
Probenentnahme. Zu dieser gehört auch unbedingt ein Lokalaugenschein,
bei dem Umwelteinflüsse, Betriebsbedingungen und bauliche
Rahmenbedingungen ebenfalls miterfasst werden. Nur so können
Einflüsse, die das Ergebnis der Wasseruntersuchung verfälschen
könnten, ausgeschlossen werden. In den AGES-Labors werden die Proben
nach international anerkannten und akkreditierten Standards auf die
gesetzlich festgelegten chemischen, physikalischen und
mikrobiologischen Parameter hin analysiert. Selbstverständlich stehen
die AGES-Expert/-innen auch für eine fachkundige Beratung zur
Verfügung. Sie erläutern die Ergebnisse der Gutachten und zeigen
Maßnahmen auf, die gesetzt werden müssen, falls das Wasser nicht
trinkfähig ist. Über Stufenkontrollen (Quelle, Hochbehälter,
Einzelstränge der Leitungen) können sie die Ursache einer
Verunreinigung meist schnell finden.
Wer über eine eigene Wasserversorgungsanlage verfügt (Hausbrunnen,
Quellfassung), ist selbst für die Qualität seines Trinkwassers
verantwortlich. Tipps und Ratschläge bietet die AGES-Broschüre
"Trinkwasser aus Hausbrunnen und Quellfassungen", die unter
www.ages.at/uploads/media/Broschuere_Hausbrunnen_01.pdf als Download
zur Verfügung steht.
Gefahr im Warmwasser: Legionellen
Legionellen gehören zu den gefährlichsten Erregern von
Lungenentzündungen, die oft tödlich enden. Eine Gesundheitsgefährdung
besteht dann, wenn legionellenhaltiges Wasser als Aerosol
(Wassersprühnebel) mit der Luft eingeatmet wird.
Seit der Entdeckung der Legionärskrankheit im Jahr 1976 wurden in
vielen Ländern Überwachungs-Systeme für Legionella-Infektionen
eingerichtet. In Österreich obliegt diese Aufgabe der AGES, der
Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit
GmbH. Gerade die verzweigten Wassersysteme von Krankenhäusern bieten
ein erhöhtes Risiko für eine Legionella-Infektion, aber auch jene von
Gebäuden wie Altersheime, Pflegeheime, Hotels sowie von Bädern. Um
Infektionen mit Legionellen zu verhindern, müssen daher in
Krankenhäusern, Pflegeheimen und Bädern Routine-Kontrollen der
Wassersysteme und offener Kühltürme auf Legionellen erfolgen. Die
AGES hat bereits 2005 gemeinsam mit dem Bundesministerium für
Gesundheit eine Broschüre bezüglich Kontrolle und Prävention der
Legionärskrankheit herausgegeben. Diese wird nun überarbeitet und
durch eine Checkliste zur Einschätzung des Risikos einer Exposition
gegenüber Legionellen bei zentralen Trinkwasser-Erwärmungsanlagen
sowie anderen Wasser führenden Systemen ergänzt. In den AGES
Instituten für medizinische Mikrobiologie und Hygiene sowie den
Instituten für Lebensmitteluntersuchungen werden auch Untersuchungen
von Wasserproben auf Legionellen durchgeführt.
AGES: Schutz für Mensch, Tier und Pflanze
Die AGES nimmt im Auftrag der Republik Österreich vielfältige
Aufgaben auf dem Gebiet der Gesundheit und Ernährungssicherheit wahr.
Ihr Ziel: weniger Menschen, Tiere und Pflanzen werden krank. Dazu
arbeiten sieben strategische Bereiche - Landwirtschaft,
Lebensmitteluntersuchung, Veterinärmedizin, Humanmedizin, PharmMed,
Kompetenzzentren und Risikobewertung - interdisziplinär zusammen. In
42 Instituten und Kompetenzzentren untersuchen, begutachten und
kontrollieren 1400 ExpertInnen u. a. Saatgut, Lebensmittel,
Arzneimittel, Tierseuchen und Infektionskrankheiten.
Aktuelle Informationen können sie auch über den AGES-Newsticker
beziehen. (Forts.)
Rückfragehinweis:
AGES - Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH Unternehmenskommunikation: Univ.-Doz. Dr. Ingrid Kiefer Tel: 050 555-25000, E-Mail: [email protected] www.ages.at Fachlich: Mag. Franz Pfeifer Tel: 050 555-35290, E-Mail: [email protected]
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