Leitner/Haneder: Verteilung der NÖ Wohnbauförderung muss sich am Bedarf orientieren

Sozialer Wohnbau wirkt als Konjunkturmotor und schafft wichtige Arbeitsplätze

St. Pölten (OTS) - "In Niederösterreich werden im großvolumigen Wohnbau derzeit rund 3.000 Wohneinheiten jährlich vergeben. Laut einer WIFO-Studie wären 1.000 Wohnungen zusätzlich notwendig, um den Bedarf zu decken", erklärt der Vorsitzende der SPÖ NÖ, LHStv. Dr. Sepp Leitner im Rahmen einer Pressekonferenz: "In NÖ wird derzeit im sozialen, großvolumigen Wohnbau nicht bedarfsorientiert gebaut. Unser Ziel ist es, nach oberösterreichischem Vorbild regelmässig eine Bedarfserhebung durchzuführen, um daraus den tatsächlichen Bedarf ableiten zu können." Derzeit müssten Gemeinden teilweise regelrecht um die Förderungen rittern: "Die Vergabe muss aber regionsspezifisch und bedarfsgerecht sein, wobei wir nicht nur die zuzugsstarken Gemeinden fördern wollen. Abwanderungsgemeinden müssen mit einem zusätzlichen Sonderwohnbauprogramm unterstützt werden", so Leitner weiter.

Finanziert werden könnten die notwendigen Maßnahmen nicht nur mit freisetzbaren Mitteln aus den veranlagten Wohnbauförderungen: "Die Gelder würden endlich sinnvoll verwendet, somit also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen." Zusätzlich würden derzeit die Wohnbau-Förderungen nicht hundertprozentig ausgeschöpft, so dass auch Mittel aus diesem Topf für den Mehrbedarf eingesetzt werden könnten, erklärt Leitner: "Wir wollen auch die Subjektförderung ausweiten -die Wohnbeihilfe muss von Wohnungen der Genossenschaften auch auf private, nicht geförderte Wohnungen ausgedehnt werden, sofern sich die Vermieter an eine Mietzinsobergrenze halten." Die SPÖ NÖ wird im April einen entsprechenden Antrag im Landtag einbringen. Denn, wie der gf. FSG-Vorsitzende und AKNÖ-Vizepräs. Hermann Haneder sagt, können sich viele Menschen in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten das Wohnen oft gar nicht mehr leisten.

Die Forcierung des gemeinnützigen Wohnbaus sei außerdem in der angespannten wirtschaftlichen Situation eine wichtige Maßnahme, um die Konjunktur anzukurbeln bzw. Arbeitsplätze zu schaffen, wie Hermann Haneder erklärt: "Derzeit haben wir in Niederösterreich 44.000 Bauarbeiter beschäftigt. Jeder Bauarbeiter löst sieben Folge-Arbeitsplätze wie beispielsweise für Dachdecker oder Fliesenleger aus - somit bedeutet den Wohnbau voranzutreiben, auch weitere, wichtige Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern!"

"Noch länger zuzuwarten, verschärft die Problematik zusehends", erklärt LHStv. Leitner, "bedarfsgerechter Wohnbau würde einen sozialpolitischen Quantensprung bedeuten. Wir brauchen auch dringend eine Analyse, wie hoch der Bedarf an betreutem Wohnen ist. Umfassende Erhebungen sind absolut notwendig, um diese wichtigen Bereiche auf eine objektive Basis zu stellen. Die Forcierung des sozialen Wohnbaus wäre nicht nur eine wertvolle Unterstützung für Unternehmen, damit könnte auch der steigenden Arbeitslosigkeit und Armutsgefährdung in Niederösterreich entgegengewirkt werden!"

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