Mailath: Dachgleiche bei "Palais Kabelwerk"

Bevölkerungsnahes Kulturzentrum für Süden Wiens errichtet

Wien (OTS) - Stadt und Kultur gehen in Wien bei der
Stadtentwicklung Hand in Hand: Im neuen Stadtteil auf dem Gelände der ehemaligen Kabel- und Drahtwerke AG in Meidling wurden nicht nur fast tausend Wohnungen, Büros und Geschäfte errichtet, sondern in den letzten Monaten auch das "Palais Kabelwerk" gebaut. Damit bekommt der Süden Wiens ein neues bevölkerungsnahes Kulturzentrum. Heute, Mittwoch, fand die Dachgleichenfeier für den neuen Kulturbau mit Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, der Meidlinger Bezirksvorsteherin Gabriele Votava, den Betreibern des "Palais Kabelwerk" Kurt Sedlak und Erich Sperger sowie dem Geschäftsführer der Kabelwerk Bauträger GmbH Peter Fleissner statt.****

"Mit der Errichtung des 'Palais Kabelwerk' entsprach die Stadt Wien dem Wunsch der an der Entwicklung beteiligten Bevölkerung nach einem offenen, experimentellen und kommunikativen Raum, mit niederschwelligem Zugang für verschiedenste kulturelle Initiativen, für Anraineraktivitäten und Kooperationen mit dem Bezirk", so Mailath. Für den Kulturstadtrat ist der fertig gestellte Rohbau ein neuerlicher Beleg dafür, dass die Stadt Wien auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiterhin in das kreative Potenzial dieser Stadt investiert.

Fünf Millionen Euro für Neubau und Betrieb bis 2013

Die Stadt Wien stellt für den Neubau inklusive einer entsprechenden Grundausstattung 3,4 Millionen Euro zur Verfügung. Für den laufenden Betrieb bis 2013 werden weitere 1,6 Millionen Euro bereitgestellt.

Die sehr kurze Bauzeit betrug ein halbes Jahr. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Ende Mai geplant. Danach erfolgt über die Sommermonate ein interner und halböffentlicher Probebetrieb durch die Standortbetreiber, bevor dann im Herbst 2009 der reguläre Spielbetrieb aufgenommen wird.

Die inhaltliche und konzeptionelle Planung erfolgt durch Kurt Sedlak und Erich Sperger, die bereits als Betreiber der IG Kabelwerk viele Jahre sehr erfolgreich die kulturelle Zwischennutzung im Kabelwerk durchgeführt haben. Sie sehen sich nicht als Intendanten, sondern als Dienstleister für die vielfältigen Kreativpotenziale der Stadt und wollen dafür unterstützend die vorhandenen Ressourcen in allen Bereichen bereitstellen: "Wir betrachten das 'Palais Kabelwerk' als Wegweiser ins 21. Jahrhundert, wobei Kreativität und Phantasie als Motor für einen strukturellen Neubeginn in der Kulturvermittlung fungieren sollen", betonen die Standortbetreiber.

"Die am Kabelwerk seit Jahren bestens funktionierende, kulturelle Zwischennutzung hat dem Standort seinen eigenen Reiz verliehen. Dass diese Nutzung kraft verschiedenster Anstrengungen nunmehr zu einer eigenständigen Institution geworden ist, ist überaus erfreulich und stellt den Lohn des gemeinsamen Bemühens dar", freut sich auch die Meidlinger Bezirksvorsteherin Gabriele Votava.

Für den Geschäftsführer der Kabelwerk Bauträger GmbH. Ing. Peter Fleissner stellt die Errichtung des Palais Kabelwerk eine Bereicherung des gesamten Wohnstandortes Kabelwerk dar. "Die von uns als Bauträger bereits unterstützte kulturelle Zwischennutzung des Altbestandes wird dadurch erfolgreich weitergeführt und macht das Konzept 'Kabelwerk - ein Stück Stadt' wieder einmal zu einer ganz besonderen Stadtintarsie", so Fleissner.

Architektur unterstreicht Offenheit

Die Dachgleiche ist für BauarbeiterInnen wie Bauherren seit je her ein Fest der Freude über ein gelungenes Bauwerk. Im Fall des künftigen kulturellen Stadtlabors 'Palais Kabelwerk' wurde das traditionelle Richtfest zusätzlich noch zu einem Richtungsfest. Die Philosophie des neuen Kulturzentrums als offener kommunikativer Experimentierraum für das kreative Potenzial der Stadt wird nämlich bereits in der Architektur des Rohbaus sichtbar. Zwei voneinander unabhängig bespielbare Mehrzwecksäle, eine groß angelegte Funktionsterrasse mit Buffet und Besucher-Lounge sowie drei großzügig bemessene "artist in residence" Bereiche, ergänzt durch entsprechende Nebenräume für KünstlerInnen und Publikum, lassen eine Vielzahl von künftigen Nutzungsformen zu. Unterschiedliche Formate vom Konzert bis zur Literaturlesung werden im gleichen Haus zur gleichen Zeit möglich sein. Die angestrebte Offenheit und Niederschwelligkeit der Kultureinrichtung wird architektonisch durch die große Freitreppe unterstrichen, welche vom sogenannten Kulturhof auf die Terrasse im zweiten Obergeschoß führt und geradezu eine Einladung zum "Raufgehen" ist. Natürlich ist diese Terrasse auch mit einem behindertengerechten Lift erreichbar. Doch nicht nur Menschen mit körperlicher Behinderung, auch jene, die aus anderen Gründen an der Teilnahme an kulturellen und künstlerischen Prozessen gehindert werden, sollen im "Palais Kabelwerk" hindernisfrei die Möglichkeit zur Teilnahme und Entfaltung erhalten.

(Schluss) rie

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