Postbus-Personalvertreter mit 150 KollegInnen in Aufsichtsratssitzung eingezogen

Kundgebung - ÖGB und AK solidarisch gegen Postbus-Zerschlagung und Werkstättenschließung

Wien (OTS) - Die Personalvertretung der ÖBB Postbus GmbH ist heute Dienstag mit 150 Kolleginnen und Kollegen in die Aufsichtsratssitzung eingezogen. Der Protest richtet sich gegen die Schließung von Werkstätten, gegen die Vernichtung von hunderten Arbeitsplätzen und gegen die Zerschlagung des Postbusses. Bei einer Kundgebung vor der Sitzung erklärten sich AK-Präsident Herbert Tumpel, Postgewerkschaftschef Gerhard Fritz und der ÖGB solidarisch mit der Postbus-Belegschaft und forderten das Management auf, in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit nicht noch weiter sinnlos Arbeitsplätze zu vernichten.

AK-Präsident Herbert Tumpel warf dem Management eine Politik des "Zusperrens, Ausgliederns, Verlagerns ohne Rücksicht auf Verluste" vor. Die Pläne, die dahinter stünden, seien "völlig unverantwortlich". Clemens Schneider, leitender Sekretär des ÖGB, übermittelte solidarische Grüße von ÖGB-Präsident Erich Foglar. "Viele Manager arbeiten nach dem Prinzip: 'Baue auf und reiße nieder, dann hast Du Arbeit immer wieder.' Dieser Irrsinn gehört gestoppt", so Schneider.

Der Vorsitzende der Postgewerkschaft, Gerhard Fritz, forderte Vorstand und Aufsichtsrat auf, an den Verhandlungstisch mit der Belegschaftsvertretung zurückzukehren. Die Werkstättenschließung sei menschenverachtend und sowohl wirtschaftlich als auch arbeitsmarktpolitisch Nonsens. Dem Unternehmen entstünde ein zusätzlicher Schaden von 5 Millionen Euro. "Wir befürchten, dass eine lange Regie dahinter steckt und die Werkstättenschließung der erste Schritt ist, den Postbus zu zerstückeln und zu verkaufen an die, die schon wie die Geier darauf warten", so Fritz.

Laut dem Vorsitzenden des Postbus-Zentralbetriebsrats, Robert Wurm, würden durch die Schließung der Werkstätte 180 Arbeitsplätze vernichtet. Das Management von ÖBB und Postbus würde sich damit unter die "Top-Arbeitsplatzvernichter" einreihen. "Die ÖBB haben 18 Vorstände, vier weitere Posten sind derzeit ausgeschrieben. Wenn sie nur einen weniger suchen würden, könnte man alleine 25 Mitarbeiter absichern", so Wurm.

In einer Abstimmung haben sich die Teilnehmer der Kundgebung einstimmig für die Absetzung der Postbus-Geschäftsführung ausgesprochen.

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