FSME-Impfaktion der Wiener Gebietskrankenkasse

Ab sofort wird die Impfung gratis durchgeführt

Wien (OTS) - Alle Jahre wieder: Mit dem Frühling kommen die Zecken und mit ihnen die Gefahr, an FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) zu erkranken. Im Vorjahr waren 86 Österreicher von FSME betroffen. Das sind fast doppelt so viele wie im Jahr 2007 (46). Zwei Patienten starben an den Folgen der durch Zeckenbisse übertragenen Krankheit.

WGKK-Impfaktion 16. März bis 28. August

Mit einer Impfaktion möchte die Wiener Gebietskrankenkasse die Wienerinnen und Wiener motivieren, sich gegen die gefährliche Viruserkrankung zu schützen. Um auch wirtschaftlich schlechter gestellte Menschen zur Schutzimpfung zu bewegen, bietet die WGKK die Durchführung der "Zeckenimpfung" in ihren Gesundheitszentren gratis an. Dabei ist keine Terminvereinbarung nötig. Mitzubringen ist nur der in der Apotheke gekaufte Impfstoff.

In allen vier poliklinischen Gesundheitszentren wird die Impfung kostenlos durchgeführt:

Wien-Mitte, 3. Strohgasse 28
Öffnungszeiten: Mo-Fr, 7-14.30 Uhr
Telefon: 01/601 22-40300

Wien-Mariahilf, 6. Mariahilfer Straße 85-87
Öffnungszeiten: Mo-Fr, 7-14.30 Uhr
Telefon: 01/601 22-40600

Wien-Süd, 10., Wienerbergstraße 13
Öffnungszeiten: Mo/Di/Do 7-14 Uhr; Mi, 7-17 Uhr; Fr, 7-12 Uhr Telefon: 01/601 22-1722

Wien-Nord, 21. Karl-Aschenbrenner-Gasse 3
Öffnungszeiten: Mo-Fr, 7-14.30 Uhr
Telefon: 01/601 22-40200

Die Versicherten können die "Zeckenimpfung" selbstverständlich auch als Privatleistung beim Hausarzt in Anspruch nehmen.

Impferfolge nicht gefährden

Dank der hohen Durchimpfungsrate von österreichweit 88 Prozent, erkrankten in den vergangenen zehn Jahren "nur" mehr durchschnittlich 67 Menschen pro Jahr an FSME. Zwischen 1980 und 1989 waren es noch viereinhalbmal so viele (durchschnittlich 302 Erkrankungen pro Jahr). Wie gefährlich ein Zeckenbiss sein kann, ist den Menschen aber oft nicht mehr ausreichend bewusst: Die sinkenden Impfraten der WGKK-Versicherten sind erst seit 2004 wieder leicht im Steigen begriffen.

Dabei ließe sich die immer noch hohe Zahl an jährlichen Neuerkrankungen laut Oberstem Sanitätsrat bei vollständiger Durchimpfung der Bevölkerung auf zehn Fälle pro Jahr reduzieren.

Generation 50+ besonders FSME-gefährdet

Besonderer Handlungsbedarf besteht in Österreich bei Menschen über 50 Jahren: Fast zwei Drittel (56) der insgesamt 86 FSME-Fälle im Jahr 2008 betrafen Menschen dieser Altersgruppe. Einer der Gründe ist sicher ein mit fortgeschrittenem Alter schwächeres Immunsystem. Andere Ursachen sind vermutlich in geänderten Lebensgewohnheiten zu suchen: Knapp vor der Pension und im Ruhestand verbringen die Menschen die gewonnene Freizeit gern mit Aktivitäten in der freien Natur (Wandern, Nordic Walking usw.).

Dazu kommt einerseits, dass die Generation 50+ gerne verreist. Andererseits dringen die Zecken infolge des Klimawandels inzwischen auch schon in stark frequentierte innerösterreichische Tourismusgebiete vor, die bis vor Kurzem als "zeckenfrei" galten. Dadurch ergibt sich gerade für reisefreudige Menschen über 50 Jahre eine erhöhte FSME-Gefahr.

Nur die Zeckenimpfung bietet 99-prozentigen Schutz

Wird die FSME-Grundimmunisierung und -Auffrischung gemäß dem empfohlenen Impfschema durchgeführt, bietet die "Zeckenimpfung" Menschen aller Altersstufen 99-prozentigen Schutz.

Vom Obersten Sanitätsrat empfohlenes Impfschema:

  • Grundimmunisierung
  • Auffrischungsimpfung nach drei Jahren
  • Weitere Auffrischungsimpfungen: Unter 60-Jährige: nach fünf Jahren Über 60-Jährige: nach drei Jahren

Rückfragen & Kontakt:

WGKK - Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Gabriele Pflug
Tel.: (+43 1) 60 122-2254 oder 0664 - 80 885 22 54
gabriele.pflug@wgkk.at
http://www.wgkk.at

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