• 14.03.2009, 08:43:18
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LR Stöger: Schluss mit Patientenverunsicherung durch schwarz-grüne Schließungspläne bei den Krankenhäusern

Bundesländer-Kostenvergleich beweist: OÖ braucht keinen Spitals-Zusperrkurs

Linz (OTS) - "Oberösterreichs Spitäler haben trotz hervorragender
Versorgungsqualität niedrigere Kosten als jene in vergleichbaren
anderen Bundesländern. Umso unverständlicher ist es, dass ÖVP und
Grüne nun wieder zum alten Pühringer-Zusperrplan zurück schwenken und
massive Einschnitte und einen Sparkurs urgieren", fordert
Gesundheits-Landesrätin Dr.in Silvia Stöger ein Ende dieser
schwarz-grünen Patientenverunsicherung. "Sonst droht in allen
Regionen unseres Bundeslandes eine Verschlechterung der gesamten
Gesundheitsversorgung."

Oberösterreich hat im Vergleich zu anderen Bundesländern die
Umsetzung der notwendigen Leistungsausweitungen und Investitionen in
neue Leistungsbereiche wesentlich entschlossener in Angriff genommen.

"Mit der Oö. Spitalsreform 2005 und dem daraus weiterentwickelten
Regionalen Gesundheitsplan OÖ 2008 wurden zeitgerecht und
zukunftsorientiert die Weichen richtig gestellt", betont Stöger. Eine
nachhaltige und zukunftsorientierte Weiterentwicklung und Absicherung
unseres Spitalssystems kann aber nicht zum Nulltarif erfolgen. "Denn
mit Qualitätsverbesserungen, Leistungsausweitungen sowie baulichen
und medizintechnischen Modernisierungen einhergehend sind
Personalsteigerungen und höhere Investitionskosten unumgänglich. Die
bundesgesetzlichen Rahmenbedingungen, wie bspw.
Strukturqualitätskriterien und das
Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz, verursachen ebenfalls wesentliche
Kostensteigerungen."

Trotz dieser Investitionen in neue Leistungsbereiche weist
Oberösterreich im Vergleich der Endkosten der fondsfinanzierten
Krankenanstalten eine niedrigere Steigerungsrate als vergleichbare
Bundesländer aus:

Steigerung der Endkosten von 2006 auf 2007:

Niederösterreich 9,05 %
Salzburg 6,39 %
Steiermark 6,24 %
Oberösterreich 5,86 %

Ein Kostenvergleich der Bundesländer nach Einwohnern zeigt folgendes
Bild:
(Endkosten der Fondskrankenanstalten je Einwohner im Jahr 2007)

Wien         1.736,80
Kärnten              1.150,04
Salzburg      1.124,47
Steiermark      1.122,41

Oberösterreich 1.117,07
Tirol 1.069,10
Niederösterreich 871,83

"Wir brauchen daher weder den alten Pühringer-Plan noch sonstige
Zusperrkonzepte selbsternannter Spitals-Experten", so Stöger. Den
nachstehenden schwarz-grünen Zusperrlisten werde sie daher dezidiert
in keinem einzigen Fall zustimmen:

Schwarz-grüne Zusperrliste 1:

7 Abteilungen Gynäkologie und Geburtshilfe
   KH Barmherzige Brüder Linz
   Elisabethinen Linz
   KH Grieskirchen
   LKH Freistadt
   LKH Kirchdorf
   LKH Gmunden
   KH Braunau 

   3 Abteilungen Kinder- und Jugendheilkunde
   KH Grieskirchen
   LKH Bad Ischl
   LKH Schärding

   2 Abteilungen Urologie
   AKH Linz
   KH der Barmherzigen Schwestern Linz

   1 Abteilung Augenheilkunde
   AKH Linz

   1 Abteilung Innere Medizin
   Zentrum Enns

   1 Abteilung Pulmologie
   LKH Vöcklabruck

Schwarz-grüne Zusperrliste 2:

Rücknahme der Bettenausweitung in der Linzer Landesfrauen- und
Kinderklinik

Schließung der Unfallchirurgie und der psychiatrischen Tagesklinik
im LKH Freistadt

Rücknahme der Bettenausweitung im LKH Rohrbach

Rücknahme der Bettenausweitung im Bereich Altersmedizin im
Klinikum Wels-Grieskirchen (am Standort Grieskirchen)

Rücknahme der Bettenausweitung im LKH Steyr und Schließung einer
Abteilung für Innere Medizin

Schließung der unfallchirurgische Ambulanz am Standort Enns

Rücknahme der Bettenausweitung im Bereich Altersmedizin im KH
Sierning

Rücknahme der Bettenausweitung im KH Braunau die Betten in den
Bereichen Unfallchirurgie, Psychiatrie und Altersmedizin und
Schließung von Urologie und HNO

Rücknahme der Bettenausweitung im KH der Barmherzigen Schwestern
Ried und Schließung der Abteilung für Augenheilkunde

Verkleinerung der Unfallchirurgie im LKH Gmunden

Rückfragehinweis:
SPÖ Oberösterreich
Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
mailto:[email protected]

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