- 13.03.2009, 21:25:14
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Neues Volksblatt: "Versöhnung" (von Werner Rohrhofer)
Ausgabe vom 14. März 2009
Linz (OTS) - In der Diözese Linz sind "Versöhnungsschritte"
erforderlich, stellte die Bischofskonferenz fest. Damit wurde
sozusagen offiziell unterstrichen, was jeder weiß, der das Geschehen
in der Kirche von Oberösterreich nur halbwegs aufmerksam verfolgt.
Schritte der Versöhnung müssen von allen Beteiligten kommen, sowohl
von den sogenannten "Konservativen" als auch den sogenannten
"Fortschrittlichen", wie auch immer diese beiden Gruppierungen zu
definieren sind. "Versöhnung" heißt zunächst einmal, auf einander
offen, dialogbereit, und vorurteilsfrei zuzugehen. Versöhnung heißt
aber nicht, die vorhandenen Probleme unter den kirchlichen Teppich zu
kehren. Und hier ergibt sich eine Schwierigkeit: Die Konfliktfälle
der jüngsten Zeit waren nicht "hausgemacht" in Oberösterreich, sie
waren vielmehr Ausdruck gesamtkirchlicher Probleme. Im Fall von
Nicht-Weihbischof Wagner war es der römische Zentralismus, der den
Dialog mit der Ortskirche vermissen ließ. Und im Fall des
Liebes-Outings von Pfarrer Friedl kann man von der berühmten Spitze
des Eisbergs sprechen: Solange aber die Kirche negiert, dass der
"Eisberg" der nicht zölibatär lebenden Priester immer größer wird -
weil nicht sein kann, was nicht sein darf - solange bleibt auch
dieses Konfliktfeld offen.
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