• 13.03.2009, 10:21:43
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Hundstorfer: Mehr Transparenz in den Finanzdienstleistungssektor bringen

BMASK informiert KonsumentInnen mit Veranstaltungen und Broschüren über die Thematik der Finanzdienstleistungen

Wien (SK) - Am Donnerstagabend veranstaltete das Bundesministerium
für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)in Kooperation mit
der Tageszeitung Kurier im Rahmen der jährlichen Offensive für
Verbraucherschutzbehörden aus aller Welt die öffentliche
Podiumsdiskussion "Trau, Schau, wem - Wohin mit dem Geld?" "Als
Konsumentenschutzministerium ist es uns ein großes Anliegen über die
gesamte Thematik der Finanzdienstleistungen - wie veranlage ich
richtig, wie kann ich Fehler vermeiden, welche Beratung ist seriös -
zu informieren", betonte Rudolf Hundstorfer, Bundesminister für
Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz in seinen Eröffnungsworten.
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"Wir wollen mit solchen Veranstaltungen mehr Transparenz im
Finanzdienstleistungssektor schaffen und mehr Seriosität in die
Beratung bringen", so Hundstorfer, der weiter ausführte, dass das
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz aus
diesem Grunde auch zahlreiche Broschüren aufgelegt hätte und sich an
der weltweiten Offensive für Verbraucherschutzbehörden beteilige.
Abschließend bat der Sozialminister darum die hilfreichen
Informationen aus Veranstaltungen und Broschüren "wie in einem
Schneeballsystem" weiterzugeben und übergab das Wort an die
Finanzexperten am Podium.

Nach der offiziellen Begrüßung durch Konsumentenschutzminister
Rudolf Hundstorfer diskutierten Regina Prehofer, Vorstandsdirektorin
der BAWAG, Helmut Ettl, Vorstand der Finanzmarktaufsicht, Rudolf
Mittendorfer von der Wirtschaftskammer Wien, Nikola
Leitenmüller-Wieser von der SchuldnerInnenberatung Oberösterreich und
Beate Blaschek, Leiterin der Abteilung für Finanzdienstleistungen und
Verbraucherbildung im BMASK über die Herausforderungen, vor denen
KonsumentInnen am Veranlagungsmarkt stehen, über das Erfordernis
einer entsprechenden finanziellen Allgemeinbildung der KonsumentInnen
und über die Verantwortung der an der Produktgestaltung und
-vermittlung beteiligten Akteure.

Helmut Ettl betonte, dass am Anfang jeder Anlegeform die Analyse
der eigenen finanziellen Möglichkeiten stehen solle und man bedenken
müsse, dass nicht jede Anlegeform für jeden Konsumenten geeignet sei.
Ettl sprach sich weiters dafür aus, dass der gewerbliche Zugang zu
Berufen im Finanzdienstleistungssektor strenger geregelt werden
müsse, um die Flut von unseriösen "Keilern" und "Strukturvertrieben"
einzudämmen. Beate Blaschek räumte ein, wie schwierig es sei,
unseriösen Finanzdienstleistern "auf die Schliche zu kommen" und dass
man niemals unter Druck einen Vertrag über eine Anlegeform
unterschreiben solle. Blaschek betonte, dass sie sich wünschen würde,
dass so genannte "Checklisten" für Anlegeformen im Gesetz verankert
werden und kritisierte die fehlende "finanzielle Allgemeinbildung" in
Österreich.

Nikola Leitenmüller-Wieser erzählte von ihren Erfahrungen in der
Schuldnerberatung und zeigte auf, dass bereits ein Fünftel der
Schuldner in Beratung zwischen 18 und 25 Jahren alt sei. Diese jungen
Menschen hätten, so Leitenmüller-Wieser, nie einen
eigenverantwortlichen Umgang mit Geld gelernt. Aus diesem Grunde
fördere die Schuldnerberatung die finanzielle Allgemeinbildung in
Schulen und die Erfahrung habe gezeigt, so Leitenmüller-Wieser, dass
dies den Kindern nicht nur Spaß mache, sondern sie ihr Wissen auch an
Eltern und Freunde weitertragen. Rudolf Mittendorfer kritisierte den
völlig offenen beruflichen Zugang zum Finanzdienstleistungssektor und
betonte, dass der Kunde genau darauf achten solle, "wer ihm hier in
welcher Funktion gegenübersitzt und ihn berät".

Regina Prehofer hob hervor, dass es als Berater besonders wichtig
sei, auf die individuellen Bedürfnisse der KonsumentInnen einzugehen
und dass man Information transparent und verständlich vermitteln
müsse. Alle Berater im Finanzdienstleistungssektor hätten, so
Prehofer, die Pflicht darüber zu informieren, dass hohe Erträge auch
immer ein hohes Risiko bürgen würden. Ihre Erfahrung habe gezeigt,
dass für Kunden bei Anlageformen im Moment klar der
Sicherheitsgedanke im Vordergrund stünde. Im Anschluss an die
Ausführungen der Experten am Podium hatten die Anwesenden im Publikum
die Möglichkeit sich zu Wort zu melden, Anregungen, Kritik und Fragen
zu äußern - woraus eine lebhafte und informative Diskussion entstand.
(Schluss) sv

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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