ÖSTERREICH: Eurofighter-Gegengeschäfte über 1,6 Milliarden Euro

Anerkennungsquote sinkt: 2007 nur 53 Prozent des Geschäftsvolumens akzeptiert - Mitterlehner rechnet trotz Spardeals mit 4 Mrd. Euro an Gegengeschäften

Wien (OTS) - Der Tageszeitung ÖSTERREICH (Donnerstagsausgabe)
liegt die aktuelle Gegengeschäfts-Bilanz des Wirtschaftsministeriums vor. Laut den letzten verfügbaren Zahlen wurden im Jahr 2007 nur 105 Deals im Wert von rund 309 Millionen Euro akzeptiert. Eingereicht hatte der Rüstungskonzern aber 204 mutmaßliche Kompensationsgeschäfte über 582,8 Millionen Euro. Das heißt: In diesem Jahr wurden nur 53 Prozent des geltend gemachten Volumens vom Ressort und der "Plattform Gegengeschäfte" akzeptiert - wobei sich diese vorläufige Quote durch weitere Prüfungen erhöhen dürfte. Im Jahr 2006 konnte eine ähnlich niedrige Anerkennungsquote auf 74 Prozent gesteigert werden. 2005 wurden freilich noch 81 Prozent anerkannt, 2004 sogar rund 90 Prozent.

"Es gibt eine sehr korrekte Abrechnung und wir können nicht feststellen, dass Eurofighter sorglos oder unambitioniert vorgeht", sagte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner im Gespräch mit ÖSTERREICH. Man liege jedenfalls "über Plan". In Summe wurden bisher 795 Gegengeschäfte im Wert von fast 1,6 Milliarden Euro abgewickelt. Wie viel dazu kommt, ist noch offen. Zwar müsste sich das Gesamtvolumen durch den "Spardeal" des SPÖ-Verteidigungsministers von vier auf 3,5 Milliarden Euro verringern, doch Mitterlehner rechnet anders: "Mir liegt bisher keine Einschränkung vor, unser Ziel bleiben daher Gegengeschäfte über vier Milliarden Euro", sagte er zu ÖSTERREICH.

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