ÖBB-Postbus-Betriebsrat: Lassen mutwillige Vernichtung von Arbeitsplätzen nicht zu!

Werkstätten-Schließung Startschuss für Postbus-Zerschlagung

Wien (OTS) - Der Betriebsrat der ÖBB-Postbus GmbH richtet den dringenden Appell an das ÖBB-Management, die Postbus-Werkstätte in Erdberg nicht zu schließen. "Mit der Schließung der letzten ÖBB-Postbus-Werkstätte im Großraum Wien würden 180 Arbeitsplätze mutwillig vernichtet. Gerade in Krisenzeiten ist das grob fahrlässig", so Robert Wurm, Vorsitzender des Zentralbetriebsrates der ÖBB-Postbus GmbH am Mittwoch in einer Aussendung. Darüber hinaus stecke hinter der Werkstätten-Schließung ein noch viel umfassenderer Plan: Die komplette Zerschlagung der Postbusse.

Wurm fordert vom ÖBB-Management, zur Vernunft zu kommen und die außerordentliche Aufsichtsratssitzung am 17.3.2009, bei der die Schließung beschlossen werden soll, abzublasen. "Noch ist es nicht zu spät, Menschlichkeit und wirtschaftspolitischen Verstand zu beweisen". Der Betriebsrat werde sich auf jeden Fall mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln dafür einsetzen, dass die Werkstätte nicht geschlossen wird.

Der Zentralbetriebsrat appelliert außerdem an Infrastrukturministerin Doris Bures, als Eigentümervertreterin auf das ÖBB-Management positiv einzuwirken. Es könne schließlich nicht sein, dass Mitarbeiter die Suppe, die Manager den ÖBB mit ihren Spekulationsgeschäften eingebrockt haben, auslöffeln müssen, so Wurm.

Die geplante Werkstätten-Schließung sei darüber hinaus ein deutliches Signal dafür, dass die gesamte Postbus GmbH zerschlagen werden soll. "Es ist immer das gleiche: Erst filetiert man scheibchenweise, um dann bequem das Herzstück - in diesem Fall die Postbus-Lizenzen - verkaufen zu können", betonte der Zentralbetriebsrat. "Heute 300 Postämter, morgen 2.100 Postbusse? Das werden wir nicht zulassen", so Wurm.

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Robert Wurm
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