Kreativwirtschaft profitiert von Steuerreform

Gewinnfreibetrag und geringerer Eingangssteuersatz treffen punktgenau

Wien (PWK183) - Die rund 30.000 Kreativunternehmen in Österreich gehören zu den Gewinnern der Steuerreform: "Von der Anhebung der Einkommensteuergrenze, der Senkung des Eingangssteuersatzes und von dem ab 2010 geltenden Gewinnfreibetrag werden die Unternehmen unabhängig von der Einkunfts- und Gewinnermittlungsart direkt profitieren‘ stellte die Vorsitzende der creativ wirtschaft austria (cwa), Gertraud Leimüller, anlässlich der Beschlussfassung des Steuerreformgesetzes 2009 heute in Wien fest.

Die Steuerreform soll im April in Kraft treten und bringt für alle Arbeitnehmer eine rückwirkende Entlastung ab 1. Jänner.

"Die beschlossenen Änderungen treffen fast punktgenau die Bedürfnisse der UnternehmerInnen in der Kreativwirtschaft. Damit erhalten jene Rückenwind, die sonst nur indirekt von den Effekten anderer Konjunkturmaßnahmen profitieren", betont Leimüller. Da für Gewinne bis 30.000 Euro das Investitionserfordernis für die Inanspruchnahme des Gewinnfreibetrages nicht gelte, werde sich die Änderung positiv auswirken.

Leimüller: "Auch die steuerliche Absetzbarkeit tatsächlich aufgewendeter Kinderbetreuungskosten von bis zu 2.300 Euro im Jahr für Kinder bis zehn Jahre trifft den Bedarf unserer KreativunternehmerInnen und hilft, Kinder und Beruf besser in Einklang zu bringen. Die Kreativwirtschaft ist eine junge Branche, viele der UnternehmerInnen gehören der dafür in Frage kommenden Altersgruppe an."

Zu den 30.000 Kreativunternehmen in Österreich gehören u.a. Designer, Musikunternehmen, Architekten, Softwareunternehmen oder Filmproduzenten. Gerade in der Krise ist deren Leistung wichtig: Wie in Studien nachgewiesen wurde, unterstützen Kreativbetriebe die breite Wirtschaft in ihrer Innovationsleistung. Durch Design, einzigartiges Marketing, gezielte Kommunikation und neue Geschäftsmodelle kann eine höhere Wertschöpfung erzielt werden.

Die Steuerreform hat ein Volumen von etwas über drei Milliarden Euro und beinhaltet unter anderem eine Tarifreform in Höhe von 2,4 Milliarden Euro, Maßnahmen für Familien mit Kosten von 510 Millionen Euro und einen Gewinnfreibetrag für Unternehmer und Freiberufler in Höhe von 300 Millionen Euro. (IP)

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