Gemeinsames Projekt von Hoval, Hexis und Stiebel Eltron:Strom und Heizungswärme aus Brennstoffzellen

Wien (OTS) - Der Brennstoffzelle kommt nach Meinung von Experten
bei der zukünftigen Energienutzung eine Schlüsselrolle zu: Damit werden direkt beim Verbraucher gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt -und das mit einem wesentlich höheren Wirkungsgrad als bei heutigen Systemen. Die Unternehmen Hoval, Hexis und Stiebel Eltron haben nun beschlossen, bei der Entwicklung und Vermarktung dieser innovativen Technologie für den Einsatz in Gebäuden zusammenzuarbeiten, um auf dem Weg zum "energieerzeugenden Haus" eine Vorreiterrolle zu übernehmen.

Die Kooperation basiert auf dem vom Schweizer Brennstoffzellen-Spezialisten Hexis entwickelten Brennstoffzellen-Heizgerät 'Galileo 1000 N‘: ein System, das künftig den konventionellen Gasheizkessel im Einfamilienhaus sowie in kleineren Mehrfamilienhäusern und Gewerbeeinheiten ersetzen soll. Kompakt, emissionsarm und praktisch geräuschlos wandelt es Erdgas direkt in Strom und Wärme um. Die Kooperationspartner sehen darin ein großes Marktpotenzial: Denn gegenüber konventioneller Stromversorgung aus dem öffentlichen Netz und Wärmeerzeugung durch einen Gas-Brennwert-Heizkessel reduziert sich der CO2-Ausstoß um 15 bis 50 Prozent; der Nutzungsgrad der eingesetzten Primärenergie kann von heute 60 auf über 90 Prozent erhöht werden.

Das 'Galileo‘-Gerät arbeitet mit Hochtemperatur-Brennstoffzellen vom Typ SOFC (Solid Oxide Fuel Cell) und besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen: Im oberen Bereich sitzt das Brennstoffzellen-Modul, im unteren Teil befinden sich die Komponenten für Stromumwandlung, Wärmeauskopplung und Bereitstellung der Zusatzwärme. Um die erforderliche Gesamtleistung zu erzielen, werden mehrere Brennstoffzellen in Serie geschaltet (Stapelprinzip). Die Brennstoffzellen im 'Galileo' liefern eine elektrische Leistung von etwa einem Kilowatt und eine thermische von rund zwei Kilowatt.

Die Geräte absolvieren derzeit aufwändige Erprobungs-, Demonstrations- und Testphasen. Bereits seit 2007 laufen 'Galileo'-Geräte in Feldtests, um sie auf ihre Alltagstauglichkeit zu überprüfen und zu perfektionieren. Die Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker ziehen daraus wertvolle Erkenntnisse, die für die praxisnahe Optimierung wichtig sind. Das Jahr 2009 dient dem weiteren Know-how-Aufbau und der Festlegung der Vertriebs- und Service-Infrastruktur. Ab 2010 starten konkrete Projekte. Das 'Galileo'-Brennstoffzellen-Heizgerät ist mittlerweile in der Entwicklung soweit fortgeschritten, dass eine Markteinführung ab 2012 geplant ist.

Hausbesitzer erwarten von ihrer Heizung, dass sie die gewünschte Wärme möglichst sparsam erzeugt und dabei unauffällig und störungsfrei arbeitet. Die gute Energieeffizienz von Brennstoffzellen-Heizgeräten ist bereits erwiesen, die Zuverlässigkeit und die Wirtschaftlichkeit werden noch weiter verbessert. Zugleich gilt es, die bahnbrechende Neuentwicklung für den nahtlosen Einsatz in der bestehenden Heizsystemtechnik anzupassen. Hoval, Hexis und Stiebel Eltron sind überzeugt, dass die Brennstoffzellen-Heizung schon bald eine echte Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen sein wird.

Hoval - Verantwortung für Energie und Umwelt

"Verantwortung für Energie und Umwelt" lautet der Leitgedanke, unter dem Hoval bereits seit vielen Jahren arbeitet. Das 1897 in Liechtenstein gegründete und mittlerweile weltweit tätige Unternehmen ist auf dem Gebiet der Heiz- und Lufttechnik aktiv. Neben einem starken Standbein in der Brennwerttechnik ist die Unternehmensgruppe im Bereich der Alternativenergie (Wärmepumpen, Biomasse, Solar und kontrollierte Wohnraumlüftung) sehr erfolgreich. Mit rund 1.100 Mitarbeitern und einem Umsatz von ca. 250 Millionen Euro sieht sich Hoval in der richtigen Größe, um sehr rasch und effektiv agieren zu können. Hoval ist heute in 15 Ländern - darunter auch in Österreich -mit eigenen Gesellschaften vertreten und in vielen weiteren Staaten über Partner präsent.

Hexis

Hexis ist ein selbstständiges Unternehmen in der Schweiz, das zum größten Teil von einer Winterthurer Stiftung finanziert wird. Seit Herbst 2008 hat Hexis eine deutsche Tochtergesellschaft in Konstanz. Das Unternehmen ist Entwickler und Hersteller von Brennstoffzellen beziehungsweise Brennstoffzellen-Systemen mit kleiner Leistung und verfügt über eine umfangreiche Labor- und Test-Infrastruktur. Es wird ausschließlich an der Entwicklung von Hochtemperatur-Brennstoffzellen vom Typ SOFC (Solid Oxide Fuel Cell) und deren System-Peripherie gearbeitet. Zur Zeit sind 16 Mitarbeiter bei dem Unternehmen beschäftigt - hauptsächlich Wissenschaftler und Ingenieure. Die Zahl der Beschäftigten nimmt zu.

Stiebel Eltron - Unternehmen mit neuer Energie

Stiebel Eltron bietet komfortable technische Lösungen rund um die Themen Erneuerbare Energien, Warmwasser, Klima und Raumheizung. Das 1924 gegründete, im deutschen Holzminden beheimatete Unternehmen folgt der Idee des Firmengründers Dr. Theodor Stiebel, in allen Produkten Sicherheit, Komfort und geringen Energieverbrauch zu vereinen. Vor über dreißig Jahren hat Stiebel Eltron begonnen, Geräte zur Nutzung erneuerbarer Energien zu entwickeln. Heute ist das Unternehmen einer der führenden Anbieter von Wärmepumpen für Heizung und Warmwasser, Lüftungsgeräten mit Wärmerückgewinnung sowie thermischen Solaranlagen. Mit über 3.000 Beschäftigten schaffte das Unternehmen 2008 einen Gruppenumsatz von ca. 460 Millionen Euro.

Einen Fachpressetext mit der technischen Beschreibung des Systems finden Sie unter http://www.hoval.at/galileo

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Ursula Breinreich
Marketing & Kommunikation Hoval Österreich
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