- 11.03.2009, 12:02:23
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Kurt Bergmann: "Ein großer Tag für die Nächstenliebe"
Endlich steuerliche Absetzbarkeit von Spenden - "Mehr spenden ohne mehr aufwenden!" - Spendenzuwachs von 10-15% erwartet.
Wien (OTS) - "Dies ist ein großer, lange herbeigesehnter Tag für
die Nächstenliebe", mit diesen Worten kommentierte der Gründer der
Hilfsaktionen "Licht ins Dunkel" und "Nachbar in Not", Kurt Bergmann,
den heutigen Beschluss des Nationalrates, im Rahmen der Steuerreform
Spenden für "mildtätige Zwecke" steuerlich absetzbar zu machen.
"Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen wir verstärkt
jenen helfen, die in Not sind. Es ist daher goldrichtig, nicht nur
die privaten Investitionen, sondern auch die private Spendentätigkeit
in Österreich zu fördern".
Es sei nämlich nicht der Sinn dieser Maßnahme, dass sich die
Spender etwas ersparen, sondern dass sie animiert werden den
Steuervorteil an die Hilfsorganisationen weiterzugeben. Nach dem
Motto: "Mehr spenden ohne mehr aufwenden".
Kurt Bergmann, der als "Mediator" zwischen Finanzministerium und
NGO´s am Zustandekommen des Gesetzes mitwirkte, nannte zwei
Beispiele:
1. Ein Arbeitnehmer mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von Euro
1.500 beabsichtigt einer humanitären Einrichtung Euro 50 zu
überweisen. Aufgrund der neuen Bestimmungen kann er Euro 78
einzahlen. Nach dem Jahresausgleich bekommt er Euro 28 zurück. Der
tatsächliche Aufwand des Spenders beträgt also, wie beabsichtigt, nur
Euro 50, die Hilfsorganisation aber erhält die vollen Euro 78.
2. Monatliches Einkommen Euro 1500. Spendenabsicht Euro 100.
Einzahlung Euro 157. Aufwand nach Jahresausgleich nur Euro 100. Die
NGO erhält den ganzen Betrag.
Mit dem Spenderechner auf www.lichtinsdunkel.at kann jeder
Steuerzahler für sich selbst errechnen, wie viel er auf seine ganz
persönliche Spende drauflegen kann, ohne im Endeffekt mehr zahlen zu
müssen, als er wollte.
"Es ist dem Finanzminister und der Bundesregierung zu danken, dass
nunmehr dieser jahrzehntelange Wunsch der Hilfsorganisationen erfüllt
worden ist. Ich rechne mit einem Spendenzuwachs von 10 - 15% in den
nächsten 2 Jahren", sagte Bergmann.
"Das ist ein großer Tag für die Nächstenliebe. Die Absetzbarkeit
humanitärer Spenden von der Lohn- und Einkommensteuer ist eine gute
Nachricht für alle Menschen die in Not geraten sind, für die
Hilfsorganisationen, sowie für die hunderttausende Spenderinnen und
Spender in Österreich. Über Wunder kann man sich freuen, auch wenn
sie lange auf sich warten lassen. Es ist dem Finanzminister zu
danken, dass er sich entschlossen hat diese gesellschaftspolitisch so
wichtige Maßnahme, nach Jahrzehnten des Hinausschiebens, im Rahmen
der Steuerreform zu verwirklichen: Gerade in schwierigen
wirtschaftlichen Zeiten ist es notwendig das Helfen zu fördern."
" Dies ist nicht nur ein großer Tag für die Wirtschaft, dies ist
auch ein großer Tag für die Nächstenliebe Ein unselbständig
Erwerbstätiger mit einem Monatseinkommen von Euro 3000 möchte, wie
schon im Vorjahr, Euro 100 spenden. Dann kann er ruhig Euro 176
einzahlen. Denn, die Differenz bekommt er beim Jahresausgleich
wieder zurück, sodass er schließlich nur Euro 100 aufwendet. Die
Hilfsorganisation bekommt jedoch den vollen Betrag von Euro 176.
Rückfragehinweis:
Kurt Bergmann
Tel:0664/ 4508256
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