Kurt Bergmann: "Ein großer Tag für die Nächstenliebe"

Endlich steuerliche Absetzbarkeit von Spenden - "Mehr spenden ohne mehr aufwenden!" - Spendenzuwachs von 10-15% erwartet.

Wien (OTS) - "Dies ist ein großer, lange herbeigesehnter Tag für die Nächstenliebe", mit diesen Worten kommentierte der Gründer der Hilfsaktionen "Licht ins Dunkel" und "Nachbar in Not", Kurt Bergmann, den heutigen Beschluss des Nationalrates, im Rahmen der Steuerreform Spenden für "mildtätige Zwecke" steuerlich absetzbar zu machen. "Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen wir verstärkt jenen helfen, die in Not sind. Es ist daher goldrichtig, nicht nur die privaten Investitionen, sondern auch die private Spendentätigkeit in Österreich zu fördern".

Es sei nämlich nicht der Sinn dieser Maßnahme, dass sich die Spender etwas ersparen, sondern dass sie animiert werden den Steuervorteil an die Hilfsorganisationen weiterzugeben. Nach dem Motto: "Mehr spenden ohne mehr aufwenden".

Kurt Bergmann, der als "Mediator" zwischen Finanzministerium und NGO´s am Zustandekommen des Gesetzes mitwirkte, nannte zwei Beispiele:

1. Ein Arbeitnehmer mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von Euro 1.500 beabsichtigt einer humanitären Einrichtung Euro 50 zu überweisen. Aufgrund der neuen Bestimmungen kann er Euro 78 einzahlen. Nach dem Jahresausgleich bekommt er Euro 28 zurück. Der tatsächliche Aufwand des Spenders beträgt also, wie beabsichtigt, nur Euro 50, die Hilfsorganisation aber erhält die vollen Euro 78.

2. Monatliches Einkommen Euro 1500. Spendenabsicht Euro 100. Einzahlung Euro 157. Aufwand nach Jahresausgleich nur Euro 100. Die NGO erhält den ganzen Betrag.

Mit dem Spenderechner auf www.lichtinsdunkel.at kann jeder Steuerzahler für sich selbst errechnen, wie viel er auf seine ganz persönliche Spende drauflegen kann, ohne im Endeffekt mehr zahlen zu müssen, als er wollte.

"Es ist dem Finanzminister und der Bundesregierung zu danken, dass nunmehr dieser jahrzehntelange Wunsch der Hilfsorganisationen erfüllt worden ist. Ich rechne mit einem Spendenzuwachs von 10 - 15% in den nächsten 2 Jahren", sagte Bergmann.

"Das ist ein großer Tag für die Nächstenliebe. Die Absetzbarkeit humanitärer Spenden von der Lohn- und Einkommensteuer ist eine gute Nachricht für alle Menschen die in Not geraten sind, für die Hilfsorganisationen, sowie für die hunderttausende Spenderinnen und Spender in Österreich. Über Wunder kann man sich freuen, auch wenn sie lange auf sich warten lassen. Es ist dem Finanzminister zu danken, dass er sich entschlossen hat diese gesellschaftspolitisch so wichtige Maßnahme, nach Jahrzehnten des Hinausschiebens, im Rahmen der Steuerreform zu verwirklichen: Gerade in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten ist es notwendig das Helfen zu fördern."

" Dies ist nicht nur ein großer Tag für die Wirtschaft, dies ist auch ein großer Tag für die Nächstenliebe Ein unselbständig Erwerbstätiger mit einem Monatseinkommen von Euro 3000 möchte, wie schon im Vorjahr, Euro 100 spenden. Dann kann er ruhig Euro 176 einzahlen. Denn, die Differenz bekommt er beim Jahresausgleich wieder zurück, sodass er schließlich nur Euro 100 aufwendet. Die Hilfsorganisation bekommt jedoch den vollen Betrag von Euro 176.

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Kurt Bergmann
Tel:0664/ 4508256

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