BZÖ-Stadler: Wir brauchen Schulreform statt "Reförmchen"

Wien (OTS) - Den Wunsch von Bildungsministerin Schmied nach einer Erhöhung der Lehrverpflichtung um zwei Stunden bezeichnete der stellvertretende BZÖ-Klubobmann Abg. Mag. Ewald Stadler als "Reförmchen" - viel zuwenig für die Regierung, die bereits 100 Tage im Amt ist. Stadler forderte eine durchgreifende und umfassende Reform, zu der das BZÖ einen 31 Punkte umfassenden Katalog vorgelegt hat. Kernpunkte sind: ein eigener Arbeitsplatz für jeden Lehrer und eine radikale Vereinfachung der Verwaltung.

Es sei gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten unverständlich, dass sich Lehrer und Gewerkschaften dagegen stellen, zwei Stunden mehr pro Woche "am Arbeitsplatz zu sein", so Stadler. Dies angesichts der Tatsache, dass die Berufsgruppe einen sicheren Arbeitsplatz hat. Deshalb sollten sie auch "ihre" 40 Stunden Arbeitszeit in der Schule verbringen können und müssen.

"Mir sind viele engagierte und fleißige Lehrer bekannt", so Stadler. Allerdings würde deren Einsatz von den parteipolitisch besetzten Direktoren oft nicht gewünscht, kritisierte Stadler. Zusätzlich werde derzeit auch noch Standespolitik im Klassenzimmer gemacht.

Stadler forderte, dass Lehrer künftig ihre Arbeitszeit in der Schule verbringen sollten. Dazu nötig sei selbstverständlich ein Infrastrukturprogramm, um auch für jede Lehrkraft einen eigenen Arbeitsplatz zu schaffen. Mit dem von Schmied ausgehandelten Budget sei dies aber nicht möglich. Auch die vielen unterschiedlichen Verwaltungsbehörden wie Bezirks- und Landesschulrat sind dem BZÖ ein Dorn im Auge. Deshalb forderte Stadler eine gründliche Verwaltungsreform. Die reinen Verwaltungstätigkeiten sollten eigene Beamte übernehmen, denn "die Lehrer gehören in die Klassenzimmer!"

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