Grüne Wien zu Wehsely: Umfragen ersetzen keine wissenschaftlichen Studien zu PatientInnensicherheit

Stadt Wien muss umfassende Studie über Fehler und Beinahe-Fehler in Auftrag geben

Wien (OTS) - Die Gesundheitssprecherin der Grünen Wien, Sigrid Pilz, bezeichnet die heute präsentierte Umfrage zur Entwicklung des Gesundheitssystems in Wien als "zu kurz gegriffen". "Die Umfrage kann keine wissenschaftlichen Daten in Bezug auf PatientInnensicherheit und Fehlerkultur im Wiener Krankenanstaltenverbund ersetzen. Über Fehler und Beinahe-Fehler gibt es keine umfassenden und verlässlichen Daten", so Pilz. "Hier ist die Stadt Wien gefragt, endlich eine entsprechende flächendeckende und nach internationalem Standard durchgeführte Studie in Auftrag zu geben. Erst auf dieser Grundlage kann in einem zweiten Schritt ein Qualitätsmanagementsystem etabliert werden, das die PatientInnensicherheit ins Zentrum rückt."

Stadträtin Wehsely muss die eigene Umfrage auch dahingehend ernst nehmen, dass sich für ein Fünftel der Befragten die Entwicklung der Gesundheitsversorgung in Wien in den vergangenen Jahren verschlechtert hat. "Diese Zahl ist alarmierend und ein Indiz dafür, dass bei weitem nicht alles in Ordnung ist. Zum Beispiel hat die Arbeit der Untersuchungskommission zur Psychiatrie gezeigt, dass es gerade in den letzten Jahren zu einer Rücknahmen von Leistungen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, aber auch in der Erwachsenenpsychiatrie gekommen ist."

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