Prominente für eine faire Spendenabsetzbarkeit

Protest-Plattform www.spendengerechtigkeit.at gestartet

Wien (OTS) - Anlässlich des heutigen parlamentarischen Finanzausschusses wird prominente Kritik an Finanzminister Prölls Gesetzesvorlage zur Spendenabsetzbarkeit laut: Hansi Hinterseer, Chris Lohner, Bernd Lötsch, Eva-Maria Marold, Freda Meissner-Blau, Helmut Pechlaner, Thomas Schäfer-Elmayer, Erwin Steinhauer und Peter Weish stellen sich vehement gegen das geplante Gesetz zur Spendenabsetzbarkeit mit der Ausklammerung von Umweltschutz, Menschenrechten und Tierschutz und fordern stattdessen eine faire Regelung für alle Hilfseinrichtungen im Land.

So meint etwas Hansi Hinterseer: "Naturschutz ist Menschenschutz. Damit helfen wir uns selber und unseren Kindern." - Chris Lohner wiederum appelliert: "Umweltprojekte sind immer zugleich humanitäre Projekte, denn Umweltschutz hilft auch den Menschen im Regenwald. Überdies wäre ohne den wirksamen Schutz der Regenwälder unsere aller Zukunft in großer Gefahr." - Professor Bernd Lötsch, Direktor des Naturhistorischen Museums in Wien: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Finanzminister Pröll alles vergessen hat, was der Umweltminister Pröll längst verstanden hatte." - Die Schauspielerin und Sängerin Eva Maria Marold schließt sich ihm an: "Es ist schade, dass die Regierung eine typisch österreichische Gemütlichkeits-Regelung durchsetzen will, um kritische Stimmen zu behindern. Demokratie braucht aber Meinungsvielfalt!" - Freda Meissner Blau: "Ohne die österreichischen Naturschutzorganisationen wäre heute die Hainburger Au eine Betonwüste statt ein Nationalpark. In der Finanzkrise geht es jetzt darum, nicht nur den Banken sondern auch den Umweltorganisationen zu helfen."

Auch Professor Helmut Pechlaner hat eine klare Meinung dazu: "Wo wären wir heute, wenn die Umweltexperten und Wissenschafter nicht Jahrzehnte lang für die Erhaltung unserer Umwelt gekämpft hätten? Deshalb Spendenabsetzbarkeit für Umwelt- und Naturschutz jetzt!" -Tanzlehrer Thomas Schäfer-Elmayer: "Eine lebenswerte Kultur kann nur in einer intakten Natur bestehen. Wir müssen mit allen Mitteln dafür Sorgen, dass die Umweltorganisationen ihre wertvolle Arbeit fortsetzen können. Und dazu gehört auch, dass sie finanziell abgesichert sind." Schauspieler und Kabarettist Erwin Steinhauer:
"Der Ausschluss der Umwelt- und Tierschutzorganisationen von der Spendenabsetzbarkeit ist ein schwerer Fehler. Die SPÖ wäre gut beraten, das Kuscheln und Kuschen endlich aufzugeben und zu einer niveauvollen Auseinandersetzung mit dem politischen 'Mitbewerber' zurückzukehren!" Humanökologe Peter Weish, seit Dekaden in der Umweltbewegung aktiv: "Humanitäre Anliegen und Anliegen für den Umweltschutz sind überhaupt nicht zu trennen. Umweltschutz heißt Vorsorge und ist auf lange Sicht Menschenschutz. Uneigennütziges Handeln und der Einsatz für die Umwelt verdient deshalb die gleiche Förderung wie unmittelbarer humanitärer Einsatz."

Österreichs größte Umweltschutzorganisationen GLOBAL 2000, Greenpeace und WWF rufen die Abgeordneten zum Nationalrat dringend auf, das umstrittene Gesetz zur Spendenabsetzbarkeit das am 11. März beschlossen werden soll im Parlament noch abzuändern und stattdessen eine faire Regelung für alle Hilfsorganisationen in Österreich sicherzustellen.

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DI Dr. Hildegard Aichberger, Geschäftsführerin WWF
Tel. 0676-83488241

Dr. Klaus Kastenhofer, Geschäftsführer GLOBAL 2000
Tel: 0699-14200032

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