- 04.03.2009, 10:14:55
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ÖAMTC: Sicherheitsmängel führten 2008 zu 105 Rückrufaktionen
Signifikanter Anstieg bei Zweirädern, mechanische Mängel dominieren
Wien (OTS) - Insgesamt 105 Rückrufaktionen wurden im Jahr 2008
aufgrund von Sicherheitsmängeln durchgeführt. Davon waren 80 Prozent
auf mechanische, 13 Prozent auf elektronische und sieben Prozent auf
elektrische Mängel zurückzuführen. "Damit kommt es nach einem
Rückgang im Jahr 2007 (95 Rückrufe) wieder zur Überschreitung der
100-Grenze", sagt ÖAMTC-Techniker Robert Czarnecki. Laut Experte ist
die Steigerung darauf zurückzuführen, dass Hersteller offener mit
dieser Thematik umgehen. "Wurden Rückrufe in der Vergangenheit noch
mit schlechter Publicity in Verbindung gebracht, so sehen viele
Firmen heutzutage diese Aktionen als Maßnahmen zur
Qualitätsverbesserung", erklärt Czarnecki.
Der Anstieg an Rückrufaktionen ist aber nicht nur auf eine
transparentere Kommunikation von Seiten der Hersteller
zurückzuführen. Einen weiteren Grund ortet der ÖAMTC-Techniker in
vereinheitlichten Produktionsabläufen. "Aus Kostengründen fertigen
Hersteller vermehrt Fahrzeuge in Kooperation. Dadurch sind bei einem
Mangel gleich mehrere Modelle verschiedener Hersteller von einer
Rückrufaktion betroffen", erklärt Czarnecki. Auch im Bereich der
Motorräder ist eine Zunahme zu verzeichnen. "Waren es 2007 lediglich
zwei Aktionen, sind 2008 insgesamt 15 Rückrufe registriert worden",
ergänzt der ÖAMTC-Techniker.
Rückrufaktionen unbedingt ernst nehmen
Fahrzeug-Rückrufaktionen gibt es immer dann, wenn
Sicherheitsmängel festgestellt werden. Kunden sollten daher
Rückrufaktionen nicht auf die leichte Schulter nehmen. "Bei
Rückrufaktionen sollten Fahrzeugbesitzer nach der Information sofort
einen Werkstatttermin ausmachen", empfiehlt der ÖAMTC-Techniker. Die
Kosten für die Instandsetzung werden vom Hersteller übernommen. Nicht
so dringend ist die Mängelbehebung bei Service- bzw.
Werkstättenaktionen. "Dabei handelt es sich in der Regel um nicht
sicherheitsrelevante Fehler. Da reicht es, wenn sie beim nächsten
Werkstattbesuch behoben werden - natürlich ebenfalls kostenlos", so
Czarnecki.
Optimale Informationskette läuft über den Versicherungsverband
Wird bei einem Fahrzeug ein Sicherheitsmangel festgestellt, so
sollten die betroffenen Fahrzeughalter möglichst rasch verständigt
werden. "Am einfachsten läuft das über den Versicherungsverband",
erklärt Czarnecki. Dort sind alle Zulassungsdaten gespeichert. Damit
werden auch Zweit- und Drittbesitzer erreicht. "Leider gibt es immer
noch einige Hersteller, die nur jene Halter anschreiben, die in der
Kunden-Datenbank gespeichert sind", kritisiert Czarnecki. Erst wenn
die Rücklaufquote zu gering ist, wird der Weg über den
Versicherungsverband gewählt. "Dadurch sind die betroffenen Fahrzeuge
möglicherweise länger mit einem groben Sicherheitsmangel auf der
Straße unterwegs", sagt der ÖAMTC-Techniker. Er fordert die
betreffenden Hersteller daher zum Umdenken auf.
Die öffentlich zugängliche ÖAMTC-Rückruf-Datenbank
(www.oeamtc.at/rueckrufe) informiert über alle Rückrufaktionen in
Österreich. Alle Rückrufe sind nach Marken, Modell und Aktualität
gelistet.
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Dagmar Halwachs
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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