Grüne Wien: Für wen wird der Kindergarten in Wien gratis?

Smolik: Was ist mit privaten Kindergärten und Kindergruppen? - Grüne Wien fordern Klarheit

Wien (OTS) - In Wien wird rund die Hälfte der 70.000 Kinder in privaten Kindergärten und Kindergruppen betreut. Die von Bürgermeister Häupl in Rust präsentierte überfällige Initiative für einen "Gratis-Kindergarten" gilt aber offenbar nicht im vollen Umfang für die privaten Einrichtungen. So wie derzeit kolportiert, werden von der Stadt Wien nur die Kosten in der Höhe des Elternbeitrags im städtischen Kindergarten übernommen (226 Euro pro Monat ohne Essen). Private Einrichtungen, die in Wien essentieller Bestandteil der Kinderbetreuung sind, haben jedoch höhere Beiträge. So ist zu erwarten, dass diesen Eltern - neben den Kosten für die Verpflegung - bis zu 100 Euro Elternbeitrag bleiben."Die jetzt von Häupl vorgestellte Regelung läuft auf eine Ungleichbehandlung von Kindern in Wien hinaus. Denn ohne die Privaten würde der hohe Versorgungsgrad an Kindergarten- und Krippenplätzen in Wien nicht annähernd erreicht werden können", kritisiert Claudia Smolik, Kinder- und Jugendsprecherin der Wiener Grünen.

"Eltern sind auf das Angebot der privaten Einrichtungen angewiesen. Viele entscheiden sich auch oft bewusst für dieses Angebot, da hier die Anzahl der Kinder pro Gruppe geringer ist als in den städtischen Kindergärten. Wenn jetzt die Stadt die Verhandlungen mit den privaten Betreibern beginnt, so muss klar sein, dass jedes Kind in dieser Stadt gleich viel wert ist, egal ob es einen Platz im Gemeindekindergarten bekommen hat, oder in einem der Privaten", so Smolik an die Adresse der zuständigen Stadträtin Laska. "Wir fordern Klarheit für die privaten Einrichtungen. Wenn der Gratis-Kindergarten für alle gelten soll, dann muss eine Lösung für diese Einrichtungen gefunden werden."

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