- 27.02.2009, 11:00:00
- /
- OTS0120 OTW0120
10 Jahre AUVA Außenstelle St. Pölten: Wichtiger Schritt zur richtigen Zeit - Arbeitsunfälle gesunken
St. Pölten (OTS) - Die AUVA Außenstelle St. Pölten feierte am
Freitag, dem 27. Februar 2009, um 11 Uhr, im Festsaal der
Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse das Zehn-Jahres-Jubiläum
und den Abschluss der Übersiedlung in das Sozialversicherungszentrum
in der Kremser Landstraße. Bei der Besichtigung der neuen Räume im
Anschluss an die Festreden segneten Diözesanbischof DDr. Klaus Küng
und Superintendent Mag. Paul Weiland die neue AUVA Außenstelle und
ihre Mitarbeiter. Landtagsabgeordneter Dr. Martin Michalitsch
überbrachte die Grußbotschaft von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.
"Die Gründung der Außenstelle in St. Pölten vor zehn Jahren war
genau der richtige Schritt: Durch den Ausbau und die Bündelung von
Leistungen wurde die Außenstelle zu einem gefragten und kompetenten
Ansprechpartner für Betriebe, ArbeitnehmerInnen und Partner der AUVA
in Niederösterreich. Dies war umso bedeutender, da unser
Versichertenstand in Niederösterreich um rund 40.000
Erwerbstätige und rund 20.000 SchülerInnen gewachsen ist.
Gleichzeitig konnten wir im Vergleich zu 1999 die anerkannten
Arbeitsunfälle um rund 800 auf 17.995 (2008) senken. Wichtig ist
auch, dass die AUVA dank der Außenstelle in St. Pölten für viele
Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher leichter und schneller
zu erreichen ist und ihre Anliegen auf kurzem Wege bearbeitet werden
können. Außerdem war es uns wichtig, in der Landeshauptstadt
vertreten zu sein," sagte Mag. Friederike Lackenbauer, Direktorin der
AUVA Landesstelle Wien, bei der Feier.
KommR Renate Römer, Obmann der Allgemeinen
Unfallversicherungsanstalt, AUVA, betonte die besondere Rolle, die
die AUVA dank ihrer vier Kernaufgaben als Sozialversicherungsträger
spielt. Das umsichtige Zusammenspiel von Schadensverhütung,
Unfallheilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung
sei ein Erfolgsgeheimnis der AUVA zur Senkung der Unfallfolgekosten.
Obmann Römer: "Das zweite Erfolgsgeheimnis ist die Versichertennähe.
Die AUVA ist für alle erreichbar, die ihre Hilfe brauchen. Landes-
bzw. Außenstellen in allen Bundesländern fungieren als Anlauf- und
Servicestellen. Ihre kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
bilden so etwas wie eine Brücke zu allen Leistungen der AUVA. Ich
wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg im Interesse der
niederösterreichischen Wirtschaft, ihrer Arbeitgeber und
Arbeitnehmer."
Dipl.-Ing. Peter Vavken, Generaldirektor der AUVA, sagte: "Die
Gründung der AUVA Außenstelle St. Pölten war zeitlich eng mit der
Gründung der AUVAsicher Präventionszentren verbunden. Grundlage dafür
war eine Europäische Richtlinie, die alle Arbeitgeber verpflichtete,
ihren Beschäftigten sicherheitstechnische Beratung und
arbeitsmedizinische Betreuung anzubieten. Um Österreichs
Kleinbetriebe, dem Rückgrat unserer Wirtschaft, nicht alle Kosten
aufzubürden, erhielt die AUVA den gesetzlichen Auftrag, diese
Betreuung in Arbeitsstätten mit bis zu 50 Beschäftigten kostenlos
anzubieten.
AUVAsicher hatte sich von Anfang an klare Ziele gesetzt: Einen
Marktanteil von zwei Drittel aller betreubaren Beschäftigten, hohe
Kundenzufriedenheit und die langfristige Senkung der Arbeitsunfälle.
Diese Ziele sind allesamt erreicht. Jetzt gilt es, das Erreichte zu
sichern und neue Ziele zu stecken.
Das zweite Großereignis des letzten Jahrzehnts war die Einführung
des Entgeltfortzahlungszuschusses bei Arbeitsverhinderung nach einem
Unfall im Jahr 2002 und bei Arbeitsverhinderung aufgrund einer
Krankheit seit 2005. In beiden Fällen erhalten Betriebe mit weniger
als 51 Beschäftigten auf Antrag einen Zuschuss in der Höhe des halben
fortgezahlten Entgelts. Zuletzt wendete die AUVA allein dafür
bundesweit rund 70 Millionen Euro auf.
Noch ein weiterer Trend zeichnet sich dadurch ab: Während die AUVA
bis vor zehn Jahren ausschließlich für Arbeitsunfälle und
Berufskrankheiten zuständig war und jede Leistung streng auf diese
Zuständigkeit geprüft wurde, hat sie nun auch Leistungen auf Gebieten
zu erbringen, die darüber hinaus gehen. Das bezeugt für mich einen
unleugbaren Bedarf - nicht nur für die AUVA - vor allem auf dem
Gebiet der Prävention, also der Schadensvorbeugung und der
Gesundheitsförderung."
KR Rudolf Silvan, Vorsitzender der AUVA Landesstelle Wien,
skizzierte die Rolle und Aufgaben der größten Landesstelle innerhalb
der AUVA - mit 1,9 Mio. Versicherten, zwei Außenstellen in St. Pölten
und Oberwart, sowie zwei Unfallkrankenhäusern, dem AUVA
Unfallkrankenhaus Lorenz Böhler und dem AUVA Unfallkrankenhaus
Meidling: "Knapp 67 000 Schadensfälle in Wien, Niederösterreich und
dem Burgenland sind genau um 67 000 Schadensfälle zu viel. Wenn wir
von "Schadensfällen" sprechen, muss uns immer bewusst sein, dass
hinter jedem Schadensfall ein Mensch steht, der einen Arbeitsunfall
erlitten hat oder unter einer Berufskrankheit leidet, und mit ihm
seine Familie. Es ist natürlich eine Illusion zu glauben, man könnte
jeden Arbeitsunfall und jede Berufskrankheit vermeiden, aber sehr
viele dieser Fälle wären durch einfache Maßnahme vermeidbar gewesen
und mit jedem Fall, den wir verhindern können, ersparen wir Menschen
Leid.
Umso mehr freut es mich, dass die AUVA die Zusammenarbeit mit den
Sozialpartnern, den Gewerkschaften und der Wirtschaftskammer,
verstärkt sucht, so wie z. B. bei der Aktion Ozon und UV Schutz am
Bau, die schon seit Jahren erfolgreich läuft, oder bei der Aktion
Sicherheit bei der Holzverarbeitung. Beide Aktionen werden gemeinsam
mit der Gewerkschaft Bau-Holz und der Baumeister- bzw. mit der
Tischlerinnung 2009 durchgeführt. Weiters sucht unsere Landesstelle
verstärkt den Kontakt zu den Lehrlingen in den Berufsschulen." Silvan
begrüßte das räumliche Zusammenrücken mit der niederösterreichischen
Gebietskrankenkasse im St. Pöltener Sozialversicherungszentrum.
10 Jahre AUVA Außenstelle St. Pölten
Die Außenstelle St. Pölten der AUVA Landesstelle Wien ist seit 9.
Dezember 2008 unter folgender Adresse zu finden: Kremser Landstraße
8, 3100 St. Pölten, Telefon: 02742-25 89 50 - die Durchwahlklappen
sind unverändert -, Fax: 02742-25 89 50 606, E-Mail: [email protected] und
Internet: www.auva.at/stpoelten.
Die Sprechstunden sind Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 14:00
Uhr und die Betriebszeiten von Montag bis Donnerstag zwischen 7:30
und 15:45 Uhr, am Freitag bis 15 Uhr.
Parkplätze gibt es im Parkdeck beim Haus mit direktem und
barrierefreiem Zugang zur Leistungsabteilung und zum Arzt. Die
Außenstelle ist zu Fuß in rund zwei Minuten vom Hauptportal des
Bahnhofs zu Fuß zu erreichen.
1999 eröffnete die für Wien, Niederösterreich und Burgenland
zuständige Landesstelle der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt
(AUVA) zwei Außenstellen in St. Pölten und Oberwart. Ziel war eine
Verkürzung der Anreise und die Sicherstellung eines kurzen Weges für
die Versicherten - vor allem für Versehrte - und Partner, um den
Opfern von Arbeitsunfällen, Berufserkrankungen und verletzten
SchülerInnen und Studierenden so schnell wie möglich zu helfen. Die
Präsenz in Niederösterreich sollte verstärkt und Informationslücken
im Interesse des allgemeinen Sicherheitsniveaus sollten rascher
geschlossen werden.
In den vergangenen zehn Jahren ist viel passiert: die Betreuung
der Betriebe wurde besonders im Bereich der kleinen und mittelgroßen
Unternehmen intensiviert, die Aufgaben der Außenstelle zum Beispiel
um die Abwicklung der Entgeltfortzahlung für ganz Niederösterreich
erweitert. Die Anzahl der MitarbeiterInnen ist von 15 auf 30
gestiegen. Weiters beschäftigt das AUVAsicher-Präventionszentrum St.
Pölten 16 lokale VertragspartnerInnen (selbstständige
Arbeitsmediziner und Sicherheitsfachkräfte) für die Betreuung der
Betriebe bis maximal 50 Arbeitnehmer.
Der Versichertenstand in Niederösterreich ist von 480.170
Erwerbstätigen und 198.750 SchülerInnen und Studierende im Jahre 1999
auf 522.345 Berufstätige und 206.978 (Hoch-)Schulbesucher gestiegen.
Im gleichen Zeitraum sind die - anerkannten - Arbeitsunfälle der
Erwerbstätigen von 18.747 auf 17.995 gesunken, die der SchülerInnen
und Studierenden von 8.919 auf 9.227 gewachsen. 2008 gab es 225
Neuzugänge von Berufskrankheiten bei den Erwerbstätigen; 1999 waren
es noch 114 gewesen. Die durchschnittlichen Kosten pro Arbeitsunfall
in Niederösterreich belaufen sich auf rund 15.500 Euro. Auf Grund von
Arbeitsunfällen haben die niederösterreichischen Betriebe jährlich
Belastungen in Höhe von rund 53 Millionen Euro zu tragen, weitere
rund 94 Millionen übernimmt die AUVA.
Die wichtigsten Aktionen der AUVA in Niederösterreich seit 1999
Die AUVA hat mit Hilfe der Außenstelle in den vergangenen zehn
Jahren zahlreiche Aktionen in Niederösterreich durchgeführt:
- AUVA Pflegepreis (jährlich seit 1998) - Aktion Schülersicherheit mit Radio RPN (1999) - AUVA Ski & Snowboard Sicherheitstage für Schüler der Unterstufe (jährlich seit 1999) - Ausbildung von SchülerInnen zu Brandschutzbeauftragten und Sicherheitsvertrauenspersonen in der Tourismusfachschule Krems (2000), - Großer Sicherheitspreis für Baulehrlinge (jährlich seit 2000) - Aktion Erste Hilfe mit ORF, NÖN, Partnern (2001) - Die sichersten Kläranlagen in NÖ (2001) - Aktion Sichere Hauptschule - Safety Checker (Schulajhr 2004/2005) - Aktion für mehr Sicherheit und Gesundheit am Bau: "I schau auf mi und iß was gscheits" (2005) - Mitwirkung an der Errichtung des Höhentrainingszentrums in der Berufsschule Mistelbach (2007)
Wichtige Projekte vor allem in der Kinderverkehrserziehung werden
seit Jahren von und mit Partnern durchgeführt:
- "Blick und Klick" und "Hallo Auto" (seit 22 Jahren) für - Volksschulen - Durchführung ÖAMTC - Aktion "Apfel und Zitrone" - Geschwindigkeitsmessung vor Schulen mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit - Rad- und Mopedbewerb "Meister auf 2 Rädern" (seit mehr als 20 Jahren) - Durchführung ÖAMTC, AUVA stellt Preise für Verfügung - Kindersicherheitsolympiade "Safety-Tour-Bewerbe" für Volksschulen (jährlich seit 1999) - Partner: Zivilschutzverband NÖ
2009 wird in Niederösterreich die erfolgreiche AUVA Aktion "BABA
UND FALL NET!" zur Verhinderung von Sturz- und Fallunfällen mit
intensiven Betriebsberatungen und Aktionstagen speziell für
jugendliche ArbeitnehmerInnen fortgesetzt.
Im Internet: www.auva.at/wien, Menüpunkt "Aktuelles"
Foto und Lageplan stehen zum Download bereit unter
http://83.164.133.17/pindownload/login.do?pin=Q15VR.
Rückfragehinweis:
Gabriela Würth, GWK,
Tel.: 02242-38300, 0676-33 24 879
E-Mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NAU






