- 26.02.2009, 13:58:35
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FORMAT: Neue Forderungen im Honorarstreit ÖBB gegen Ex-Chef Huber
ÖBB fordern vor Gericht drei Millionen Euro Schadenersatz von Huber
Wien (OTS) -
(OTS) Kurz vor Prozessbeginn im Honorarstreit zwischen Martin Huber
und seinem ehemaligen Arbeitgeber ÖBB am kommenden Montag tauchen
neue Vorwürfe gegen den Ex-Vorstand auf. Aus einem FORMAT exklusiv
vorliegenden Schriftsatz der ÖBB kontern diese auf Honorarforderungen
von Huber in Höhe von 836.000 Euro mit Gegenforderungen von drei
Millionen Euro. Nachkalkulationen beim Projekt Erdberger Lände hätten
ergeben, dass erhebliche Marktabweichungen vorliegen. Das Gebäude der
ÖBB-Tochter Rail Cargo wäre von Huber zu billig an Strauss & Partner
verkauft worden. Es wäre ein viel höheres Angebot eines
Immobilienfonds vorgelegen, heißt es in dem Schriftsatz. Mutmaßlicher
Schaden: Zwei Millionen Euro. Für "mangelndes Kontroll- und
Führungsverhalten" wird eine weitere Million eingeklagt.
ÖBB drohen 50 Millionen Schadenersatz aus Iran-Deal
Beim Wiener Handelsgericht wurde indes eine neuer
Schadenersatzprozess gegen
die ÖBB angezettelt. In der FORMAT exklusiv vorliegenden "Klage vom
12.
Februar 2009" (Aktenzahl: 19 Cg 9/09h) wird der ÖBB Infrastruktur
Betrieb AG
vorgeworfen, Beraterprovisionen für ein Infrastrukturprojekt mit der
Tabriz
Urban Railway Organization im Iran nicht bezahlt zu haben.
Konkret handelt es sich um das U-Bahn-Projekt "Tabriz"
(Projektvolumen: 400
Millionen US-Dollar), dass nach dem Auffliegen der ÖBB-Iran-Geschäfte
vor drei
Jahren auf politischen Druck abgeblasen wurde. Laut Gerichtspapier
pocht die
klagende Partei - eine IIFC GmbH des Iraners Farouk Sharif - auf
einen mit der
ÖBB verhandelten Prozentsatz des Projektvolumens als
Beratungshonorar: "Gemäß
den Verträgen stehen uns 16 Prozent zu." Das Honorar entspricht 64
Millionen
Dollar oder umgerechnet 50 Millionen Euro.
Die ÖBB bestätigt den Erhalt der Millionenklage, sagt aber: "Die
Forderungen sind nicht gerechtfertigt". ÖBB-Pressesprecher Christoph
Mandl zu FORMAT:
Daher sehen wir der Klage gelassen entgegen."
Rückfragehinweis:
FORMAT Wirtschaft, Angelika Kramer, Ashwien Sankholkar 21755/4138
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