Telekom-Personalvertretung begrüßt Konsequenzen in der "YouTube-Affäre"

Kolek: Werden künftigen Personalvorstand an Taten messen - Personalvertretung nimmt Gespräche über künftige Geschäftsfelder und Beschäftigungsmöglichkeiten wieder auf

Wien (OTS) - =

Die Personalvertretung (PV) der Telekom Austria TA AG
begrüßt die Entscheidung des Vorstandes, Gernot Schieszler die Personalagenden zu entziehen. Die Personalvertretung hat am Mittwoch beschlossen, die geplanten Arbeitsgruppen mit dem Management über die Erschließung zukünftiger Geschäftsfelder und Beschäftigungsmöglichkeiten wieder aufzunehmen. "Klar ist allerdings, dass der Vorstand sich nun umso mehr bemühen wird müssen, um das notwendige Vertrauen wieder zu erlangen", sagte der Vorsitzende der PV in der Telekom Austria TA AG, Michael Kolek, nach den internen Beratungen.

Die höchst fragwürdigen Aussagen von Schieszler, wie der Vorstand MitarbeiterInnen der Telekom loswerden wollte, haben die Vertrauensbasis nach Veröffentlichung auf der Internetplattform "YouTube" vergangene Woche schwer belastet.

"Wir sind froh, dass der Vorstand erkannt hat, dass eine solche Vorgehensweise gegen MitarbeiterInnen untragbar wäre, und die Konsequenzen gezogen hat. Der künftig zuständige Vorstand wird beweisen müssen, dass es sich bei den Ankündigungen um einen Alleingang von Herrn Schieszler gehandelt hat. Wir werden auch Herrn Ametsreiter an seinen Taten messen", so Kolek: "In den Arbeitsgruppen wird sich zeigen, ob der Vorstand wie wir die besten Lösungen für das Unternehmen und seine Beschäftigten verfolgt oder nur den für ihn bequemsten Weg gehen will: MitarbeiterInnen sinnlos nach Hause zu schicken und aus dem Unternehmen zu drängen."

Die Aussagen von Telekom Austria-CEO Boris Nemsic ("Es gibt kein Mobbing bei der Telekom Austria.") wertet die Personalvertretung als Versprechen: "In diesem Unternehmen darf es kein Mobbing geben. Sollte der Vorstand nur Wasser predigen und Wein trinken, werden wir uns mit aller Härte gegen solche Praktiken zur Wehr setzen und alle uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Schritte ergreifen."

Nach einem schweren Arbeitskonflikt hatte der Vorstand im Dezember in einem Memorandum of Understanding zugesichert, dass bis Ende 2010 kein weiterer MitarbeiterInnenabbau stattfinden wird. Ziel der Arbeitsgruppen ist es, gemeinsame Forderungen (Regulierung, Investitionsanreize etc.) an die Politik zu formulieren, neue Geschäftsfelder zu prüfen, MitarbeiterInnenentwicklungs- und Schulungsprogramme zu erarbeiten, bestehende Beschäftigungsmöglichkeiten innerhalb der Telekom Austria TA AG auszuloten und weitere Verbesserungen bei den bestehenden Vorruhestandsmodellen auszuloten.

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Zentralausschuss der Telekom Austria TA AG
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