Nebenverdienste der Parlamentarier bis zu 230.000 Euro im Jahr

Grüne und BZÖ wollen jetzt alle Nebeneinkünfte ihrer Mandatare offen legen.

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe Offenlegungen von Nebenverdiensten der Abgeordneten. So enthüllt etwa Michael Ikrath, Generalsekretär des Sparkassenverbandes, dass er pro Jahr brutto 230.000 Euro (inklusive Erfolgsprämie) zusätzlich zu seinem Gehalt als ÖVP-Abgeordneter erhält.

ÖVP-Bundesrat Georg Spiegelfeld-Schneeburg gibt sein Gesamt-Jahrseinkommen mit 160.000 Euro an. Diese Summe lukriert er aus insgesamt neun Jobs, unter anderem als Wirtschaftskammer-Obmann und Immobilienberater.

Stefan Petzner, BZÖ-Mandatar, erhält laut eigenen Angaben rund 3.000 Euro brutto zusätzlich vom Land Kärnten. Sein Nettogehalt sei als Kärntner Abgeordneter allerdings mit 5.000 Euro netto gedeckelt, sagt Petzner.

In der Diskussion um die Zusatzeinkünfte der Abgeordneten war man einer Einigung vor der Wahl schon nahe, doch für das von Parlamentspräsidentin Barbara Prammer vorgeschlagene Modell ähnlich wie in Deutschland gibt es derzeit keine Mehrheit, sagt Prammer auch im NEWS-Interview. Weiters meint die SPÖ-Politikerin: "Jetzt nervt mich das Thema schon. Denn die Lösung wäre so einfach."

Die Grünen wollen alle Nebeneinkünfte ihrer Abgeordneten in der nächsten Woche veröffentlichen. Das BZÖ wird in den kommenden Wochen nachziehen. Prammer kritisiert gegenüber NEWS diese "Einzelvorgangsweisen".

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