Israilow-Mord: Verhafteter Tschetschene lebte vier Jahre in Österreich

Einer der beiden mutmaßlichen Mörder von Umar Israilow, der in Polen verhaftete Turpal Ali J., arbeitete als Mechaniker nahe Wiener Neustadt.

Wien (OTS) - Wie das Magazin NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe exklusiv berichtet, hat der am vergangenen Donnerstag bei Warschau verhaftete Turpal Ali J. zuletzt in Österreich gelebt. Dem 31-jährigen Tschetschenen wird die Mittäterschaft am Mord an Umar Israilow vorgeworfen. Nach Österreich soll der Mann vor etwa vier Jahren gekommen und hier auch straffällig geworden sein. Zuletzt dürfte er sich als Mechaniker in der Nähe von Wiener Neustadt verdingt haben.

Zuvor soll er, ähnlich wie sein späteres Opfer Israilow, in Tschetschenien auf Seiten des Separatistenführers Aslan Maschadow gekämpft haben. Ebenso wie Israilow war er aber in die Fänge des nunmehrigen tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow geraten und in eines von dessen berüchtigten Lager gesteckt worden.

Ein früherer Bekannter von Turpal Ali J. beschreibt diesen in NEWS als "berechnend, skrupellos und kaltschnäuzig sowie getrieben vom Wunsch, möglichst rasch an viel Geld zu gelangen." Die Flucht nach dem Mord am 13. Jänner scheiterte, wie NEWS nun berichtet, daran, dass Turpal Ali J. nicht zeitgerecht die ihm versprochenen gefälschten Dokumente zur Ausreise erhalten haben soll. Von der Slowakei, wohin er vermutlich zuerst geflüchtet war, wagte Turpal Ali J. nicht aus der EU auszureisen. Er schlug sich stattdessen bis Polen durch, bunkerte sich in einem Hotel östlich von Warschau ein, wo er schließlich am vergangenen Donnerstag von polnischen Sondereinheiten verhaftet wurde.

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