"Von Tiefwurzlern und Grenzgängern" - Kärnten "Im Klartext" am 25. 2. im RadioKulturhaus und live in Ö1

Wien (OTS) - Kärnten vor der Landtagswahl: Warum polarisiert das Land? Wohin führt der Mythos Haider? Wie denkt Kärnten? In der aktuellen Ausgabe von "Im Klartext!" am Mittwoch, den 25. Februar im RadioKulturhaus diskutieren bei Klaus Webhofer Schriftsteller Egyd Gstättner, Ex-Justizministerin Karin Gastinger, der Obmann des Kärntner Heimatdienst Josef Feldner und Unternehmer Erwin Soravia. Das Gespräch wird ab 18.30 Uhr live in Ö1 übertragen.

Was assoziiert Österreich mit dem Begriff "Kärnten"? "Villacher Fasching", "Ortstafeln" und natürlich "Jörg Haider" kommt einem da beispielsweise in den Sinn. Vor allem der Name Haider hat das "Phänomen Kärnten" über Jahrzehnte hinweg geprägt. Kaum ein anderer österreichischer Politiker war so umstritten: innerhalb Kärntens als barmherziger Landesvater verehrt, außerhalb Kärntens (und auch Österreichs) vielerorts als Rechtspopulist gefürchtet und dämonisiert.

Obwohl Haider vor über vier Monaten tödlich verunglückt ist, begegnet er einem in Kärnten auf Schritt und Tritt. Nicht nur, weil die Kärntner Bevölkerung sein Andenken beständig hochhält - Haiders Name wird auch zu Wahlkampfzwecken instrumentalisiert. Eindeutiges Indiz dafür ist, dass das BZÖ unter Gerhard Dörfler mit der offiziellen Listenbezeichnung "Die Freiheitlichen in Kärnten - BZÖ Liste Jörg Haider" in die Landtagswahlen geht. Wahlkampf mit einem Mythos, einem toten Landeshauptmann - typisch Kärnten?

Wie tickt jenes Land, das Jörg Haider zu Lebzeiten mehrmals in einen "Freistaat Kärnten" verwandeln wollte? Was steckt hinter dem -mit Unterbrechungen - seit mehr als 30 Jahren andauernden Ortstafelstreit, den jenseits der Kärntner Landesgrenzen kaum jemand nachvollziehen kann? Kärnten, schrieb einst der Politologe Anton Pelinka im "Falter", wirke wie eine "historische Grottenbahn". Aber macht man es sich nicht zu einfach, wenn man die Kärntner pauschal als rückständig, rechtslastig und slowenenfeindlich abstempelt?

Immerhin hat Österreichs fünftgrößtes Bundesland einiges zu bieten: Kärnten ist ein beliebtes Urlaubsland mit jährlich über 10 Millionen Nächtigungen - damit zählt es touristisch zu den Top 3 in Österreich. Kärnten ist auch bekannt für die Schönheit und Reichhaltigkeit seiner Flora und Fauna, etwa die Kärntner Seen oder den international anerkannten Nationalpark Hohe Tauern, von dem sich rund 400 Quadratkilometer auf Kärntner Gebiet befinden. Viele bedeutende Schriftsteller und Künstler haben Kärntner Wurzeln, Namen wie Robert Musil, Ingeborg Bachmann, Maria Lassnig, Peter Turrini oder Peter Handke kennt man auf der ganzen Welt.

Warum polarisiert Kärnten dermaßen? Wieso ist das Image des Landes so ambivalent? Zu welchen Auswüchsen wird der Haider-Mythos noch gelangen? Und, vor allem: Wie denkt Kärnten? Fragen, die Klaus Webhofer mit seinen Gästen Egyd Gstättner, Karin Gastinger, Josef Feldner und Erwin Soravia, erläutert.

"Im Klartext" findet am Mittwoch, den 25. Februar im RadioKulturhaus statt und wird live in Ö1 übertragen. Beginn ist um 18.15 Uhr, Eintritt: 5 Euro; für RadioKulturhaus-Vorteilskarten-Besitzer und Ö1-Clubmitglieder ist der Eintritt frei (Reservierung unter Tel. 501 70 377), Pressekarten unter Tel. 501 01-18175.

Weitere Informationen zum Programm des RadioKulturhauses gibt es auf der Homepage http://radiokulturhaus.ORF.at oder über das Kartenbüro (Tel. 01/501 70-377). Mehr zum Programm von Österreich 1 ist unter http://oe1.ORF.at abrufbar.(hb)

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