• 24.02.2009, 10:14:22
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"Von Tiefwurzlern und Grenzgängern" - Kärnten "Im Klartext" am 25. 2. im RadioKulturhaus und live in Ö1

Wien (OTS) - Kärnten vor der Landtagswahl: Warum polarisiert das
Land? Wohin führt der Mythos Haider? Wie denkt Kärnten? In der
aktuellen Ausgabe von "Im Klartext!" am Mittwoch, den 25. Februar im
RadioKulturhaus diskutieren bei Klaus Webhofer Schriftsteller Egyd
Gstättner, Ex-Justizministerin Karin Gastinger, der Obmann des
Kärntner Heimatdienst Josef Feldner und Unternehmer Erwin Soravia.
Das Gespräch wird ab 18.30 Uhr live in Ö1 übertragen.

Was assoziiert Österreich mit dem Begriff "Kärnten"? "Villacher
Fasching", "Ortstafeln" und natürlich "Jörg Haider" kommt einem da
beispielsweise in den Sinn. Vor allem der Name Haider hat das
"Phänomen Kärnten" über Jahrzehnte hinweg geprägt. Kaum ein anderer
österreichischer Politiker war so umstritten: innerhalb Kärntens als
barmherziger Landesvater verehrt, außerhalb Kärntens (und auch
Österreichs) vielerorts als Rechtspopulist gefürchtet und
dämonisiert.

Obwohl Haider vor über vier Monaten tödlich verunglückt ist,
begegnet er einem in Kärnten auf Schritt und Tritt. Nicht nur, weil
die Kärntner Bevölkerung sein Andenken beständig hochhält - Haiders
Name wird auch zu Wahlkampfzwecken instrumentalisiert. Eindeutiges
Indiz dafür ist, dass das BZÖ unter Gerhard Dörfler mit der
offiziellen Listenbezeichnung "Die Freiheitlichen in Kärnten - BZÖ
Liste Jörg Haider" in die Landtagswahlen geht. Wahlkampf mit einem
Mythos, einem toten Landeshauptmann - typisch Kärnten?

Wie tickt jenes Land, das Jörg Haider zu Lebzeiten mehrmals in
einen "Freistaat Kärnten" verwandeln wollte? Was steckt hinter dem -
mit Unterbrechungen - seit mehr als 30 Jahren andauernden
Ortstafelstreit, den jenseits der Kärntner Landesgrenzen kaum jemand
nachvollziehen kann? Kärnten, schrieb einst der Politologe Anton
Pelinka im "Falter", wirke wie eine "historische Grottenbahn". Aber
macht man es sich nicht zu einfach, wenn man die Kärntner pauschal
als rückständig, rechtslastig und slowenenfeindlich abstempelt?

Immerhin hat Österreichs fünftgrößtes Bundesland einiges zu
bieten: Kärnten ist ein beliebtes Urlaubsland mit jährlich über 10
Millionen Nächtigungen - damit zählt es touristisch zu den Top 3 in
Österreich. Kärnten ist auch bekannt für die Schönheit und
Reichhaltigkeit seiner Flora und Fauna, etwa die Kärntner Seen oder
den international anerkannten Nationalpark Hohe Tauern, von dem sich
rund 400 Quadratkilometer auf Kärntner Gebiet befinden. Viele
bedeutende Schriftsteller und Künstler haben Kärntner Wurzeln, Namen
wie Robert Musil, Ingeborg Bachmann, Maria Lassnig, Peter Turrini
oder Peter Handke kennt man auf der ganzen Welt.

Warum polarisiert Kärnten dermaßen? Wieso ist das Image des Landes
so ambivalent? Zu welchen Auswüchsen wird der Haider-Mythos noch
gelangen? Und, vor allem: Wie denkt Kärnten? Fragen, die Klaus
Webhofer mit seinen Gästen Egyd Gstättner, Karin Gastinger, Josef
Feldner und Erwin Soravia, erläutert.

"Im Klartext" findet am Mittwoch, den 25. Februar im
RadioKulturhaus statt und wird live in Ö1 übertragen. Beginn ist um
18.15 Uhr, Eintritt: 5 Euro; für
RadioKulturhaus-Vorteilskarten-Besitzer und Ö1-Clubmitglieder ist der
Eintritt frei (Reservierung unter Tel. 501 70 377), Pressekarten
unter Tel. 501 01-18175.

Weitere Informationen zum Programm des RadioKulturhauses gibt es
auf der Homepage http://radiokulturhaus.ORF.at oder über das
Kartenbüro (Tel. 01/501 70-377). Mehr zum Programm von Österreich 1
ist unter http://oe1.ORF.at abrufbar.(hb)

Rückfragehinweis:
ORF Radio Öffentlichkeitsarbeit
Barbara Hufnagl
Tel.: (01) 501 01/18175
mailto:[email protected]
http://radiokulturhaus.ORF.at

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