• 20.02.2009, 15:16:29
  • /
  • OTS0225 OTW0225

Speicherpumpe Kraftwerk Koralpe: ökologisch verträglich

Klagenfurt (OTS) - Die Kelag beginnt heuer beim Speicherkraftwerk
Koralpe mit dem Bau einer Speicherpumpe. Mit dieser Pumpe wird ab
Ende Jahr 2010 Wasser aus der Drau hinauf in den Speicher Soboth
gepumpt, damit wird mehr Wasser für die Stromerzeugung zur Verfügung
stehen.

Dieses Projekt wurde von der Genehmigungsbehörde sowie von den
Gutachtern und Sachverständigen im Verfahren als ökologisch
verträglich beurteilt. Den beiden Einsprüchen, einer davon von der
Marktgemeinde Lavamünd, wurde von der 2. Instanz keine aufschiebende
Wirkung zuerkannt. Der Umsetzung dieses Projektes steht somit nichts
mehr im Wege.

Der Sprecher des Kelag-Vorstandes, Hermann Egger, kann die
Einwände der Marktgemeinde Lavamünd gegen den Pumpbetrieb nicht
nachvollziehen. "Wir betreiben schon heute ein vergleichbares
Projekt, das Pumpspeicherkraftwerk Freibach in den Karawanken. Auch
beim Kraftwerk Freibach pumpen wir Wasser aus der Drau in den
Speicher, um mehr Strom erzeugen zu können. Der Pumpbetrieb hat keine
negativen Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht im Stausee.
Diese Erfahrungen und umfangreiche Modellversuche sind in die
Planungen für den Pumpbetrieb beim Kraftwerk Koralpe eingeflossen.

Die Trinkwasserquellen von Lavamünd sind vom Pumpbetrieb nicht
betroffen. So heißt es wörtlich im hydrogeologischen Gutachten: "Aus
morphologischen und hydrogeologischen Gründen kann eine Verbindung
zwischen Speichersee und dem westlich gelegenen Grundwasserkörper
nicht bestehen, daher ist eine Gefährdung von genutzten
Wasservorkommen durch gepumptes Drauwasser aus dem Speicher
auszuschließen. Außerdem kann aus dem Triebwasserstollen wegen der
völligen Abdichtung kein Wasser in das Gebirge eintreten und die
natürlichen Bergwasserzüge beeinflussen."

Die von der Gemeinde Lavamünd behauptete Trinkwasserqualität im
Speicher des Kraftwerkes Koralpe ist übrigens laut Gutachten auch
derzeit nicht gegeben. Es gibt Beeinflussungen von der Siedlung St.
Vinzenz, von den Badegästen und ihren Fahrzeugen und durch die
Einschwemmung von organischen Substanzen aus der Umgebung.

Die Kelag ist bestrebt, heimische Ressourcen für die
Stromerzeugung zu nutzen und die Effizienz bestehender Kraftwerke zu
verbessern. "Mit dem Bau der Speicherpumpe beim Kraftwerk Koralpe
können wir die Jahreserzeugung dieses Kraftwerkes auf 160 Millionen
Kilowattstunden nahezu verdoppeln, das entspricht dem Jahresbedarf
von rund 45.000 durchschnittlichen Haushalten. Die Speicherpumpe
Koralpe sichert der Kärntner Stromversorgung ein weiteres Stück
Unabhängigkeit", betont Egger.

Rückfragehinweis:

Dr. Josef Stocker
   Leiter Unternehmenskommunikation
   KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft
   Unternehmenskommunikation
   Carinthian Energy Utility
   Austria - Europe
   Arnulfplatz 2, 9020 Klagenfurt, Österreich
   T  +43 (0)463 525-1285
   F  +43 (0)463 525-951285
   M +43 (0)676 87801285
   E  [email protected]
   www.kelag.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KEL

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel