• 19.02.2009, 10:41:55
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Trendscout BEKO: Erfahrungen im Second Life

- Wie real ist die virtuelle in der realen Welt? - Product Lifecycle Management als Dienstleistung in virtuellen Welten

Wien (OTS) - Seit Jänner 2007 betreibt das Institut für
Humaninformatik (IHI), die Forschungsabteilung der BEKO HOLDING AG,
im Second Life (www.secondlife.com) die Durchführung von
Experimenten. Auf BEKO Island wurden zahlreiche Aktivitäten wie die
Gründung der First National Second Life Bank (FNSL) oder die
Errichtung eines Testgrid für collaborative Product Lifecycle
Management (cPLM) durchgeführt. BEKO präsentiert im Rahmen der
Konferenz Wirtschaftsinformatik 2009 am 25.2. um 11:30h im HS 33
einen SL Erfahrungsbericht.

Virtuelle Finanzwelt als first mover des realen Finanzcrash

Die reale Wirtschaft folgt der virtuellen: im Second Life (SL)
fand die aktuelle "reale " Finanzkrise schon vor über einem Jahr
statt. Ende 2007 brach der Kapitalmarkt im SL völlig zusammen,
ausgelöst vor allem durch den Zusammenbruch des damals größten
Kreditinstitutes der Ginko Financial Bank. Gab es Mitte 2007 noch
über 20 Banken im SL, wurde Anfang 2008 vom Betreiber Linden Lab ein
generelles Bankenverbot erlassen. Linden Lab hat dazwischen noch den
Versuch gestartet und eine Policy erlassen, die Finanz- und
Investmentdienstleister nur dann zulässt, wenn diese über eine
entsprechende Lizenz im "Real Life" (RL) verfügen und ein Nachweis
über die Zulassung der Bank bei amtlichen Registrierungsbehörden
vorliegt. Die von BEKO gegründete First National Second Life Bank
(FNSL) hatte das ursprüngliche Ziel der Vergabe von Mikrokrediten
verlassen und startete in Form eines literarischen "Spiel im Spiel"
eine Diskurs-Plattform für Avatare, die am Phänomen Virtual
Investment Banking interessiert sind. Das IHI hat die Aktivitäten der
FNSL im Sommer 2008 eingestellt und beobachtet die weiteren
Entwicklungen vor allem aus dem juristischen Blickwinkel.
Die Gründe für den Finanzkollaps im SL waren u.a. eine fehlende
Bankenaufsicht, die Betrugsfälle diverser Unternehmen, sowie eine
Hackerattacke auf die SL World Stock Exchange. Parallelen zum RL sind
aktueller denn je.

Ein weiterer Fakt belegt das Zusammenwachsen der virtuellen und
realen Finanzwelt: laut Bloomberg ist der Anteil des "Algorithmischen
Handels" im XETRA bereits auf 50% der Orders gestiegen. "Das heißt,
jede zweite Order wird bereits nicht mehr von einem Menschen, sondern
von einem 'Robotrader' gesetzt. Das ist ein deutlicher Hinweis, dass
das faktische Börsegeschehen ohnehin nicht mehr in einem abgrenzbaren
Rechtsraum wie einem Staatsgebiet geschieht, sondern in einem
virtuellen Regel-"Raum" der über internationale und bilaterale
Vereinbarungen definiert wird. Auch werden die Handelsentscheidungen
nicht mehr von Menschen sondern von Algorithmen, wie es auch Avatare
sind, gefällt. Zur Etablierung solcher Robotrader in virtuellen
Welten ist es nur mehr ein kleiner Schritt. Damit wird auch dem weit
verbreiteten Irrtum, Computer seien isolierte Maschinen, ein Ende
gesetzt." sagt Prof. Ing. Peter Kotauczek, Leiter des IHI und CEO der
BEKO HOLDING AG.

Produkte und Dienstleistungen

Zahlreiche Unternehmen haben vom medialen Hype nicht profitiert
und konnten inworld ihre SL Produkte und Dienstleistungen nur sehr
schwer verkaufen.

Im RL setzt die BEKO Gruppe auf die Technologiestrategie als
Integrator von Product Lifecycle Management (PLM) Dienstleistungen.
Ein Objekt das in SL gebaut wird, kann von jedem Beteiligten zu jeder
Projektphase eingesehen werden. Durch die Möglichkeit der ständigen
Kommunikation und 3D-Visualisierung im SL können Änderungswünsche
rasch realisiert, bzw. neue Vorschläge entwickelt werden. Alle an
einem Projekt Beteiligte können gleichzeitig "kollaborativ"
konstruieren, obwohl sie im RL weltweit verstreut von ihrem PC aus
arbeiten.

Für das sog. Rapid Prototyping hat das IHI eine virtuelle
Werkbank, das "PLM Test Grid", mit einem eigenen Konzept für
Designreviews entwickelt. Eine Wirkstoffanlage der TRIPLAN AG wurde
auf BEKO Island erstellt. Objekte, die für Kunden im RL mit CAx-Tools
konstruiert werden, können am PLM Test Grid sehr einfach visualisiert
werden und dienen als Anschauungsobjekte oder z.B. für die Abnahmen
von QM Dokumentationen. Eine BEKO Dienstleistung war die virtuelle
Konstruktion des Kultautos X-Bow von KTM. Der fahrtüchtige X-Bow
wurde zu Probefahrten auf BEKO Island aufgestellt und ausgiebig von
Avataren genutzt.

In Bezug auf die Arbeitswelt können Parallelitäten zwischen SL und
RL beobachtet werden: die Finanzkrise im SL hat viele Avatare
arbeitslos gemacht, da zahlreiche Unternehmen das SL verlassen haben
und dadurch Arbeitsplätze verloren gingen.

Zukünftige Entwicklungen

Das SL in der aktuellen Form ist kein Reichweiten-, sondern ein
interaktives Beteiligungsmedium. Die betriebliche Nutzung virtueller
Welten als Schaufenster für Produkte und Services ist zu wenig. Wenn
es gelingt, parallel zur realen Welt ein synchrones Modell eines
Produktes im SL aufzubauen, könnten erhebliche Kosten an Abstimmung,
Fehlerkorrektur und Transparenzerzeugung eingespart werden.
Zukünftige Entwicklungen stehen unter dem Stichwort "Reisefreiheit
von Avataren". Direkte Verbindung zwischen virtuellen Welten mit
Hilfe von World-browser grenzüberschreitenden Avataren (Travatar,
Travel Agent) ist das Gebot in naher Zukunft. Aktuell existieren noch
keine Killerapplikationen, es zeichnen sich jedoch Tendenzen ab, die
interessante Applikationen in den Bereichen eLearning, Mashups und im
Bereich virtueller Tourismus erwarten lassen. So zeigen erste
Themenparks und virtuelle Ausstellungen in Richtung "Second Travel".
Das IHI wird weiterhin die Repräsentanz im SL aufrecht erhalten und
die Phänomene der Mensch - Avatar Schnittstelle bzw. die Auswirkungen
auf die Gesellschaft beobachten.

BEKO HOLDING AG - Hightech-Kompetenz zwischen Vision und
Realisierung.

Die BEKO HOLDING AG ist Österreichs größte in Frankfurt/Main
börsenotierte Holding-Gesellschaft im Technologie-Umfeld. Die BEKO
Gruppe arbeitet als Dienstleistungsintegrator in den zwei
Geschäftsfeldern Engineering und Informationstechnologie. Durch die
Mehrmarkenstrategie der BEKO HOLDING AG entsteht ein starkes
Netzwerk, dessen Synergien zwischen den Tochterunternehmen (All for
One Midmarket AG, BEKO Engineering & Informatik AG, BRAIN FORCE
HOLDING AG, TRIPLAN AG) optimal genutzt werden und den Kunden ein
breites Produkt- und Dienstleistungsportfolio bietet. Technologisch
bildet Product Lifecycle Management (PLM) die Brücke zwischen den
beiden Geschäftsfeldern. Ziel der Technologiestrategie ist es, als
PLM-Supporter Marktführer in Mitteleuropa zu werden.

Rückfragehinweis:

BEKO HOLDING AG 
   PR/IR & Communication, Dr. Max Höfferer
   Karl-Farkas-Gasse 22, A-1030 Wien
   Tel.: +43 1 797 50 - 759, Fax: +43 1 797 50 - 8004
   mailto:[email protected] , www.beko.eu 
   
   No Limits: BEKO Island im Second Life.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BEK

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