• 17.02.2009, 19:40:22
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Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Dehnbar bis zur Unwahrheit (von Claudia Grabner)

Ausgabe 18. Februar 2009

Klagenfurt (OTS) - Das Budget lässt keinen Freiraum für eine
Anhebung des Arbeitslosengeldes zu. Und Punkt. Finanzminister Josef
Pröll ist weder zum Verhandeln, noch zum Kompromiss zumute. Er hat
andere Sorgen: seine Banken zu retten und seinen Unternehmern
Optimismus zu vermitteln. Ersteres Anliegen lässt ihn europaweites
Rund-um-die-Uhr-Lobbying betreiben. Zweiteres rückt nun einen
erhöhten Gewinnfreibetrag für Arbeitgeber in Reichweite. Im Namen der
Gerechtigkeit - wie Pröll versichert. Gerechtigkeit - ein dehnbarer
Begriff, der sich auch vor Absurdität nicht scheut. Frage: Was kommt
nach der Absurdität? Antwort: die Lüge. Wenn nämlich die anvisierte
Geldspende für Unternehmer als Äquivalent für das steuerbegünstigte
13. und 14. Monatsgehalt der Arbeitnehmer gerechtfertigt wird, ist
das plump die Unwahrheit. Warum? Weil besagtes 13./14. Gehalt einst
eingeführt wurden, um die steuerlich benachteiligten Arbeitnehmer ein
bisschen näher an die Privilegien der Unternehmer zu rücken. Schief
ist die Lage trotzdem noch - zugunsten der Pröll-Klientel ...

Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
mailto:[email protected]

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