- 13.02.2009, 11:50:52
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Kauflaune im E-Handel trotz Krise - BILD

Wien (OTS) - Elektro-Branche verzeichnet 2008 positive
Marktentwicklung / Optimismus auch für 2009 anhaltend / Unternehmen
wehren sich gegen Verschlechterung der Kreditkonditionen / Forderung
nach "Energie- bzw. Ökoprämie".
Angesichts der weltweiten Finanz- und Konjunkturkrise sind
zahlreiche Wirtschaftszweige mit einem Nachfragerückgang sowie
massiven Absatz- bzw. Umsatzeinbrüchen konfrontiert. Die
Elektro-Branche hingegen verbucht weiterhin positive Verkaufszahlen.
Im Rahmen einer Pressekonferenz berichten die Branchenvertreter sowie
das Bundesgremium Radio- und Elektrohandel und Kooperationspartner
über die aktuelle wirtschaftliche Situation des Sektors. "Die
Elektro-Branche trotzt der weltweiten Krise mit innovativen,
energieeffizienten Produkten, die sich als echte Verkaufsschlager
erweisen. Bester Beweis dafür ist die aktuelle Marktsituation.
Insgesamt freute sich der Bereich über einen Gesamtumsatz von 4,1
Mrd. Euro im vergangenen Jahr. Dies entspricht einem Plus von 3,5%
gegenüber 2007", lautet das Resumée der anwesenden Branchenvertreter.
Elektrohandel fordert Maßnahmen der Geldinstitute
"Viele Wirtschaftszweige befürchten, dass die Auswirkungen der
aktuellen Finanz- und Konjunkturkrise erst 2009 voll durchschlagen
werden. Der Elektrohandel hingegen ist für die nächsten Monate guter
Dinge. Wir rechnen auch weiterhin mit ungebremster Kauflust",
beschreibt Wolfgang Krejcik, Obmann des Bundesgremiums Radio und
Elektrohandel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), den
Optimismus des Sektors. Damit die Branche mit ihren rund 2.000
Geschäften, mit je zwei Mio. Euro Umsatz und ca. 10.000 Mitarbeitern
auch zuversichtlich in die Zukunft blicken könne, sei allerdings ein
Umdenken der Geldinstitute notwendig: "Die Krise bei einzelnen
Handelsunternehmen, auch bei der Großfläche, ist hausgemacht und darf
nicht auf den gesamten Elektrohandel übertragen werden. Sie muss
jeweils als Einzelfall betrachtet werden und darf nicht dazu führen,
dass Banken auch renommierten Betrieben keine finanzielle
Unterstützung mehr gewähren und Kreditversicherer höhere Liquidität
einfordern. Eine ausreichende Finanzierung des Elektrohandels muss
sichergestellt sein", fordert der Obmann abschließend.
Chancen des Elektrofachhandels in schwierigen Zeiten
"Krise hin oder her, es gibt auch positive Aspekte, wie z.B.
zuletzt relativ hohe Lohnabschlüsse, die sinkende Inflation oder auch
das niedrige Zinsniveau. Liquidität und Kaufkraft sind grundsätzlich
vorhanden und der private Konsum hat sich außerdem schon in vielen
Krisen als stabilisierender Faktor erwiesen", meint Peter Osel,
Geschäftsführer der Händlerkooperation Euronics Austria / Red Zac.
Ebenfalls stabil sei der Ersatzbedarf, denn geht ein wichtiges Gerät
wie Waschmaschine, Kühlschrank oder Fernseher kaputt, werde dieses
umgehend ersetzt, wobei die Wahl dann sehr oft auf ein
höherwertigeres, energiesparendes und komfortableres Geräte fällt.
"Gerade professionell aufgestellte kleinere und mittlere
Elektrofachhändler werden heuer profitieren, denn der Konsument ist
bei der Produktauswahl vorsichtiger geworden und legt daher
gesteigerten Wert auf Beratung, Vertrauen und Sicherheit beim Einkauf
immer komplexer werdender Technologie", argumentiert Osel. "Der
Energiespargedanke sowie der technische Fortschritt sind unsere
stärksten Verbündeten."
Flachbildfernseher pushen den consumer electronics-Markt
Die Unterhaltungselektronik-Branche hat 2008 eine Umsatzsteigerung
von 776 auf 804 Mio. Euro verbucht. Dies entspricht einem Plus von
4%. Das Zugpferd der Branche sind Christian Blumberger, Sprecher des
forum consumer electronics, zufolge Flat-TVs. So wurden 2008 um 40%
mehr Flachbildfernseher verkauft als im Jahr davor. "Allen negativen
Nachrichten zum Trotz entwickelt sich gerade das TV-Geschäft äußert
positiv. Bei Fernsehern ist ein Trend zu höheren Preisklassen
feststellbar. Grund dafür ist, dass der Konsument bei einer
derartigen Investition technologisch up to date sein will. Darüber
hinaus spielen Garantie und Service eine große Rolle", betont
Blumberger. Daneben ist eine hohe Auflösung für Kunden unverzichtbar.
"TV-Bildern in High Definition gehört die Zukunft", zeigt sich der
Branchensprecher überzeugt. Bereits 2010 sollen in Europa 160
HD-Kanäle zu empfangen sein. Ein wesentlicher Grund dafür, dass sich
immer mehr Konsumenten einen neuen Flachbildfernseher zulegen, ist
der Rückzug in die häusliche Privatsphäre, ausgelöst durch die
derzeitige Finanz- und Konjunkturkrise. Gleichzeitig sind das
Bewusstsein und die Notwendigkeit für Energiesparmaßnahmen in den
eigenen vier Wänden gestiegen. Die Kunden setzen daher auf
hochwertige und energieeffiziente Geräte.
Im laufenden Geschäftsjahr geht der Trend klar zu Flat-TVs in
neuen Dimensionen. Umsatztreiber sind immer größere und flachere
Fernseher. Laut Blumberger sind die künftigen Big Player der Branche
Geräte mit einer Bildschirmdiagonale von 42-Plus.
Elektro-Kleingerätemarkt weiter im Aufwärtstrend
"Die Marktentwicklung bei Elektro-Kleingeräten ist mit einer
Wertsteigerung von +3,6% im letzten Jahr erfreulich", beschreibt
Thomas Poletin, Branchensprecher des Elektro-Kleingeräte Forums, die
wirtschaftliche Situation. Dies ergibt ein Plus von rund zehn Mio.
Euro. "Neuheiten und Angebote wurden vom Konsumenten wahrgenommen und
vor allem im Weihnachtsgeschäft angenommen: Wertmäßig konnte die
Branche um 5,8% wachsen, das kommt einem Plus von etwa 3,5 Mio. Euro
gleich", freut sich der Branchensprecher über die gute Entwicklung
des Sektors.
Der anhaltende Trend zu Beauty- und Wellness-Produkten wie Geräten
aus den Bereichen Epilation, Body-Grooming oder Zahnpflege sorgt für
Umsatzsteigerungen. "Aber auch Innovationen, die den Spaßfaktor im
Haushalt erhöhen, zählen zu den Verkaufshits", erläutert Poletin.
Dazu gehören Lifestyle-Kochprodukte, die durch die zahlreichen
TV-Kochshows an Bedeutung gewinnen und ganz klar Geräte für die
qualitativ hochwertige Zubereitung von Kaffee. "Die anhaltende
Debatte über das Nichtrauchen in Lokalen führt dazu, dass viele
Konsumenten das gemütliche Beisammensein zu Hause vorziehen. Dieser
Trend wird sich auch dieses Jahr weiter fortsetzen. Dazu kommt, dass
die Branche heuer mit einem wahren Feuerwerk an Produkten aufwartet,
das zu starken Umsatzzuwächsen führen wird", versichert der
Branchensprecher.
Innovationen und zurückhaltende Preispolitik sorgen für stabiles
Umsatzniveau
Im vergangenen Jahr hat sich die Weiße Ware laut Franz Schlechta,
Branchensprecher des Forums Hausgeräte, positiv entwickelt. "Nach
Stückzahlen konnte 2008 bei Großgeräten ein Zuwachs von +2,6% auf
1.260.000 Stück verzeichnet werden. Wertmäßig sieht es mit 593 Mio.
Euro (+3,7%) auch sehr gut aus", berichtet Schlechta.
"Der drohende Jobverlust könnte die Konsumenten jedoch dazu
veranlassen, auch 'kleinere' Investitionsentscheidungen zu
verschieben. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Branche mit weiteren
Innovationen wie den Megatrends Energiesparen und Nachhaltigkeit
sowie mit einer zurückhaltenden Preispolitik kontert. Dies beschert
uns auch 2009 Umsatzzuwächse. Objektiv betrachtet gibt es genügend
Grund zu der Annahme, dass im laufenden Jahr das Umsatzniveau
gehalten werden kann", stellt der Branchensprecher fest.
Allerdings müsse die Politik unterstützend eingreifen. Gefragt ist
eine "Energie- bzw. Ökoprämie" für besonders energie- und
ressourcenschonende Hausgeräte. Geht es nach Schlechta, ist das nicht
nur gut für die Umwelt, sondern kann auch nützlich für die Wirtschaft
sein.
Rückfragehinweise:
Vertreter des Handels
Bundesgremium Radio und Elektrohandel in der Wirtschaftskammer
Österreich
Das Bundesgremium Elektrohandel der Wirtschaftskammer Österreich
ist die offizielle Standesvertretung des österreichischen
Elektrohandels sowie des Musikinstrumente- und des Tonträgerhandels.
Auch alle österreichischen Videotheken sind hier zugehörig. Bei den
ca. 11000 Mitgliedern finden sich alle Betriebsgrößen, vom
Ein-Mann-Betrieb bis zur größten Filialkette, vom kleinen
Elektrohändler bis zum Großimporteur und Großhändler.
Ing. Wolfgang Krejcik, Obmann
Radio Krejcik KG
Alserstraße 45-47, 1080 Wien
Tel.: +43 1 405 55 36
mailto:[email protected]
Red Zac
Red Zac ist die erfolgreiche Handelsmarke der EURONICS Austria
reg. Gen.m.b.H. (ehemals "Funkberaterring"), der bedeutendsten
Kooperation im österreichischen Elektrohandel und -gewerbe. Unsere
200 Mitglieder betreiben 230 inhabergeführte mittelständische
Fachgeschäfte und Fachmärkte. Gemeinsam mit den angeschlossenen
Servicewerkstätten und Elektroinstallationsbetrieben steht die Red
Zac-Organisation für ein Höchstmaß an Qualität, Service, Kundennähe
und Professionalität.
Mag. Peter Osel
Geschäftsführer
EURONICS Austria reg. Gen.m.b.H.
Georg-Humbhandl-Gasse 7
2362 Biedermannsdorf
Tel.: +43 2236 47140
mailto:[email protected]
Vertreter der FEEI-Branchenforen
forum consumer electronics
Das forum consumer electronics ist ein Netzwerkpartner des
Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie und vertritt die
Interessen der Unternehmen SHARP Electronics (Europe) GmbH, Robert
Bosch AG, Loewe Austria GmbH, HB Multimedia electronic products
Vertriebs GmbH , JVC Austria GmbH, Sony Austria GmbH, Philips Austria
GmbH, Panasonic Eastern Europe HandelsgmbH, und Grundig Intermedia
GmbH.
Branchensprecher:
Ing. Christian Blumberger, CEO
HB Austria GmbH
Pfarrgasse 52, 1230 Wien
Mobil: +43 676 33 22 334
mailto:[email protected]
Elektro-Kleingeräte Forum
Das Elektro-Kleingeräte Forum ist ein Netzwerkpartner des
Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie und vertritt die
Interessen der Unternehmen BSH Hausgeräte GmbH, Dyson GmbH, Kenwood
Manufacturing GmbH, Philips Austria GmbH, Saeco Austria AG, SEB
Österreich Handels GmbH und Spidem Handelsgesellschaft mbH., Turmix
GmbH, Procter & Gamble Austria GmbH.
Branchensprecher:
Thomas Poletin
National Sales Manager Non-Food
Procter & Gamble Austria GmbH
Guglgasse 7-9, 1030 Wien
Tel.: +43 1 588 57 204
Mobil: +43 664 242 4245
mailto:[email protected]
Forum Hausgeräte
Das Forum Hausgeräte, ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der
Elektro- und Elektronikindustrie, ist eine Interessengruppe der
wichtigsten Hersteller und Importeure von Haushaltsgroßgeräten. Im
Forum Hausgeräte sind folgende Marken vertreten: AEG. ARDO,
Bauknecht, Bosch, Elektra Bregenz, Electrolux-Juno-Zanussi, Eudora,
Gorenje, Liebherr, Miele, Neff, Siemens und Whirlpool.
Branchensprecher:
Dir. Dkfm. Franz Schlechta
Geschäftsführer
BSH Hausgeräte GmbH
Quellenstrasse 2, 1100 Wien
Tel.: +43 1 605 75-0
mailto:[email protected]
Pressefotos der Branchensprecher unter
http://www.feei.at/presse/pressemeldungen/bildarchiv/
Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=43&dir=200902&e=20090213_f&a=event
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at .
Rückfragehinweis:
Siehe die jeweiligen Branchensprecher im Text
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FEE






