• 13.02.2009, 11:35:55
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Erich Haider: 75 Jahre 12. Februar 1934 -Arbeitslosigkeit unbedingt verhindern!

Gedenkstunde der SPÖ Oberösterreich im ehemaligen "Hotel Schiff"

Linz (OTS) - "Gerade in kritischen Zeiten der Wirtschaftskrise,
ist es wichtig, sich bewusst zu machen, wie zerbrechlich
demokratische Institutionen sein können. Deshalb sollten wir den 75.
Gedenktag des 12.Februar 1934 gemeinsam nützen, unser Bekenntnis zur
Demokratie und unsere Entschlossenheit im Kampf gegen die
Arbeitslosigkeit zu bekräftigen", so Landesparteivorsitzender Erich
Haider in seiner Festrede bei der Gedenkveranstaltung der SPÖ
Oberösterreich am Donnerstag abend im Ernst Koref Haus, dem
ehemaligen "Hotel Schiff".
Eine wesentliche Lehre aus den Februartagen 1934 sei, dass
Arbeitslosigkeit unbedingt verhindert werden müsse. Dazu brauche es
neue Formen des solidarischen Wirtschaftens. "Arbeit bedeutet
Menschenwürde!", so Haider. "Wir müssen der Persönlichkeiten, die
diesen Widerstand getragen und im Kampf für die Demnokratie ihr Leben
gelassen haben, noch mehr als bisher gedenken - und das nicht nur zu
besonderen Jahrestagen wie heuer", gilt für den SPÖ-Landeschef.
Um Entwicklungen wie damals zu verhindern, sei es wichtig,
Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, das Bekenntnis zur Demokratie zu leben
und die Zusammenarbeit aller Beteiligten. Haider forderte auch, die
junge Generation besser über die Vergangenheit aufzuklären, um
"autoritäre Strömungen von Haus aus zu verhindern."
Erich Haider bedankte sich auch bei den beiden Zeitgeschichtlern
Brigitte Kepplinger und Josef Weidenholzer für die Wiederauflage
ihres nunmehr ergänzten Klassikers zum "Februar 1934 in
Oberösterreich".
"Hier in diesem Haus begann vor 75 Jahren der einzige bewaffnete
Widerstand der Arbeiterschaft gegen den Faschismus in ganz Europa.
Dieser Widerstand war mit entscheidend dafür, dass es diese
demokratische Republik Österreich heute gibt", stellte Erich Haider
fest. Die Sozialdemokraten könnten aber mit dem vielfach noch
verbreiteten Geschichtsbild nicht zufrieden sein. Die These der
geteilten Schuld sei nicht haltbar. Der SPÖ-Landeschef wies darauf
hin, dass es noch immer keine allgemein gültige objektive Darstellung
der damaligen Ereignisse gebe.
Landesgeschäftsführer Christian Denkmaier konnte zu der Feierstunde
neben den Spitzen der Landes-SPÖ auch Leopoldine Feichtinger und Max
Lotteraner, zwei Zeitzeugen der Kämpfe im Februar 34 begrüßen.

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer erinnerte in ihren Grußworten
daran, "dass Verfassung und Demokratie nicht vom Himmel gefallen
sind", sondern täglich neu und mit Zivilcourage verteidigt werden
müssten.
Bachmann-Preisträger Franzobel beeindruckte mit einer Lesung aus
seinem Theaterstück "Hunt", einer gelungenen künstlerischen
Annäherung an die Thematik, die Geschichte greifbar gemacht hat.
Im Hof des Parteihauses in der Landstraße ist neben einer Darstellung
der Februarkämpfe auf Schautafeln im Innenhof des ehemaligen "Hotel
Schiff" auch eine Videoinstallation von Chris Müller (Theater
Hausruck) zu sehen.

Rückfragehinweis:
SPÖ Oberösterreich
Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
mailto:[email protected]

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