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Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: In Zeiten der Manager-Beknieung (von Claudia Grabner)
Ausgabe 13. Februar 2009
Klagenfurt (OTS) - Was ist angemessen? Was akzeptabel? Eine
Ansichtssache. Offensichtlich. Eine Frage der Moral kann es nicht
sein. Weil ansonsten keinem unfähigen Manager eine Abfertigung
jenseits der 200.000 Euro plus 50.000 Euro Einmalprämie zugesprochen
würde. Es sei denn, man interpretiert einen Unternehmensverlust von
9,6 Millionen Euro plus drohende Zahlungsunfähigkeit nicht als
Versagen. Andererseits: Dann wären wir genau wieder bei der
Ansichtssache. Und nicht bei der Moral.
Jedenfalls: Besagtes Abschiedshonorar hat der ehemalige
Austrian-Research-Centers-Geschäftsführer Martin Graf, heute Dritter
Nationalratspräsident, für seine dreijährige Tätigkeit in besagtem
Betrieb kassiert. Zu Recht. Zumindest so man besagtes Recht als nicht
gesetzwidrig meint. Das ist so in Zeiten der globalen
Managerbeknieung. Und da kommt die Glaubwürdigkeit der Politik ins
Spiel. Fast schon amüsant wird´s, wenn just die Graf-Partei FPÖ am
lautesten nach einer Gagen-Obergrenze schreit. Nennt man das Sand in
die Augen streuen?
Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
mailto:[email protected]
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