- 11.02.2009, 12:51:52
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NEWS: Johanna Dohnal mag rot-blaue Zusammenarbeit nicht.
Die legendäre Frauenministerin im NEWS-Interview: "Mögen tu ich das nicht und auf Bundesebene überhaupt nicht."
Wien (OTS) - Die legendäre erste Frauenministerin Österreichs,
Johanna Dohnal, sieht die Diskussion über mögliche rot-blaue
Koalitionen in einigen Bundesländern - Gabi Burgstaller hatte die
Diskussion in einem NEWS-Interview in Gang gesetzt - kritisch. Im
großen Interview für die morgen erscheinende Ausgabe von NEWS sagt
sie: "Ich müsste mit Gabi Burgstaller und den anderen erst länger
darüber reden. Ich kann mir vorstellen, dass auf Landesebene eine
andere Art der Zusammenarbeit ist oder sein könnte. Mögen tu ich das
nicht und auf Bundesebene überhaupt nicht. Es muss ja auch in den
Ländern gegen das Denken dieser Personen vorgegangen werden. Das
macht mir Sorgen."
Dohnal hätte sich erwartet, dass in der neuen Bundesregierung eine
Integrationsministerin oder Staatssekretärin geschaffen wird. Das
hielte sie für notwendig: "Ich weiß um die Bemühungen in Wien, aber
man muss insgesamt bei der Migrationsfrage ansetzen. Man hat das am
Wahlergebnis in Wien gesehen. Viele österreichischen Jungen haben ja
Erfahrung im Umgang mit ausländischen Jungen, die abgeschottet in
einer, sagen wir mal, Parallelgesellschaft leben, und sind
angefressen.
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache spreche dieses Problem an, "aber
es kommt darauf an, wie man das tut. Diese Auseinandersetzung muss
geführt werden. Das wird nicht leicht, aber das ist eine
entscheidende Frage. Die Sorge ist groß, auch die Sorge, ob wir es
schaffen, dagegen anzukämpfen."
Es schmerzt Johanna Dohnal "wahnsinnig", wie einige der
verantwortlichen Personen in der SPÖ mit dem ehemaligen
SP-Vorsitzenden und Bundeskanzler Alfred Gusenbauer umgegangen seien
und an seiner Demontage gearbeitet hätten. Zu Nachfolger Werner
Faymann sagt Dohnal: "Ich kenne Werner Faymann nicht so gut wie
Gusenbauer". Von der neuen Regierung erwartet Dohnal jedenfalls,
"diese populistische, menschenverachtende Politik, die da propagiert
wird", zu verhindern.
Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103
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