Schwere Diskriminierung eines vollblinden Mannes mit seinem Blindenführhund

Wien (OTS) - In einer Wohnhausanlage in 1120 Wien ist der Lift der Firma "Schindler Wertheim" ständig außer Betrieb. Ein vollblinder Mann, der dort im 4. Stock wohnt, muss mit seinem Blindenführhund mindestens drei bis vier Mal täglich hinunter. Wenn der Lift nicht funktioniert, trägt er seinen 45 kg schweren Schäferhund, der mittlerweile 13 Jahre alt ist und sich beim Gehen schon sehr schwer tut, die vier Stockwerke auf den Schultern hinunter und dann wieder hinauf.
Jeder Mensch kann hier nachvollziehen, welche Tortur das für den blinden Mann ist.

Vor vier Jahren kam es bei diesem schlecht gewarteten Lift auch zu einem folgeschweren Unfall. Obwohl der Lift außer Betrieb war und die Fahrkabine in einem anderen Stockwerk stand, ließ sich die Lifttüre öffnen. Der blinde Mann stürzte mit seinem Blindenführhund in den Liftschacht, wobei er sowie auch sein Blindenführhund körperliche Schäden davon getragen haben.
Bei den Anrufen beim zuständigen Bürgerservice betreffend des Liftes, der ständig außer Betrieb ist, bemühte man sich zwar um Unterstützung, jedoch kam immer nur der Hinweis, dass die Angelegenheit an Wiener Wohnen weiter geleitet wird und dass es bei dieser Stelle liegt, zu handeln. Dies kann jedoch mitunter lange dauern. Auf der Strecke bleibt dabei immer der Betroffene.
In diesem aktuellen Fall sind die erhärtenden Umstände, dass es sich bei dem Betroffenen um einen vollblinden Mann handelt, der seit 35 Jahren insulinpflichtigen Diabetiker ist, welcher auch schwer in Mobilität und Gehfähigkeit eingeschränkt ist.
Wir bitten die Medienvertreter um zahlreiche Berichterstattung über diesen Fall.

Rückfragen & Kontakt:

Roland Erich Komuczky
Tel. 0699/ 100 924 29

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EAP0001