Neueinführung von CAPHOSOL(R) zur Prophylaxe und Therapie der oralen Mukositis bei Tumorpatienten

Presseinformation: Langfassung für die medizinisch-pharmazeutische Fachpresse

München (OTS) - EUSA Pharma gab heute die Einführung von CAPHOSOL(R) in Deutschland, Österreich und der Schweiz bekannt. Bei CAPHOSOL(R) handelt es sich um eine hoch entwickelte Elektrolytlösung, die als Medizinprodukt die Standard-Mundpflege von Tumorpatienten zur Prophylaxe und Therapie einer oralen Mukositis unter Strahlen- und/oder Hochdosis-Chemotherapie ergänzt. CAPHOSOL(R) kann auch bei Speichelmangel und Xerostomie (Trockenheit von Mund oder Rachen) jeglicher Ursache angewendet werden. Die Einführung von CAPHOSOL(R) in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Teil der Strategie von EUSA Pharma, ein verlässlicher und langfristiger Partner in der Tumortherapie zu werden. In den USA steht CAPHOSOL(R) schon seit 2007 zur Verfügung.

Orale Mukositis ist eine der häufigsten Nebenwirkungen einer Strahlen- und/oder Hochdosis-Chemotherapie, die die Patienten sehr belastet. Die Möglichkeiten zur Prophylaxe und Therapie sind begrenzt. Etwa 40 % der Patienten, die eine konventionelle Chemotherapie erhalten, sind von der Entzündung der Mundschleimhaut betroffen [Köstler WJ, Hejna M, Wenzel C, Zielinski CC. Oral mucositis complicating chemotherapy and/or radiotherapy: options for prevention and treatment. CA Cancer J Clin 2001;51:290-315]. Die Symptome reichen von Rötungen bis zu schwerwiegenden Ulzerationen. Die sehr schmerzhaften Symptome können dazu führen, dass den Patienten keine orale Aufnahme von Nahrung oder Medikamenten mehr möglich ist und eine stationäre Aufnahme der Patienten notwendig wird. CAPHOSOL(R), eine übersättigte Calciumphosphat-Lösung, befeuchtet die Schleimhäute, erzeugt eine Gleitfähigkeit und reduziert so die Reibung, Ulzerationen und dadurch hervorgerufene Beschwerden und Schmerzen. Die Calcium- und Phosphationen breiten sich in den intrazellulären Zwischenräumen im Epithel aus und ziehen in die verletzte Schleimhaut ein. Dabei wirkt sich Calcium positiv auf den Entzündungsprozess aus und schützt vor (weiteren) Infektionen, während das Phosphat zur Wiederherstellung des natürlichen pH-Wertes in der Mundhöhle beiträgt.

"Obwohl die orale Mukositis eine besonders häufige Nebenwirkung der Tumortherapie ist, die die Patienten sehr beeinträchtigt, sind die Therapiemöglichkeiten eingeschränkt. Das gilt es unbedingt zu verbessern, denn orale Mukositis beeinträchtigt die Lebensqualität der Patienten massiv, ist äußerst schmerzhaft und kann die antitumorale Therapie verzögern, wenn sie nicht adäquat behandelt oder besser von vornherein wirksam verhindert wird", so Prof. Dr. Petra Feyer, Berlin. "Bei der oralen Mukositis kommt es zur Erosion der Epithelzellen in Mund- und Rachenraum, was nicht nur sehr schmerzhaft ist, sondern auch die Fähigkeit des Patienten beeinträchtigt zu essen oder überhaupt etwas zu schlucken. Letztlich kann eine Hospitalisierung des Patienten die Folge sein. Die Erstellung aktueller Guidelines und die Einführung von Möglichkeiten der Prophylaxe für Risikopatienten ist deshalb sehr begrüßenswert."

Über CAPHOSOL(R)

CAPHOSOL(R) ist eine übersättigte Elektrolytlösung, die Calcium-und Phosphationen enthält und aus zwei Komponenten besteht: Lösung A enthält eine wässrige Phospatlösung und Lösung B eine wässrige Calciumlösung. Bei Mischung im Verhältnis 1:1 entsteht eine mit beiden Ionen übersättigte Lösung. Die Beseitigung der Trockenheit der Mundschleimhaut führt zu einer Schmerzlinderung.
Eine prospektive randomisierte klinische Studie zeigte, dass CAPHOSOL(R) zu einer signifikanten Verbesserung der Chemo- und/oder Strahlentherapie-induzierten oralen Mukositis führte. Häufigkeit, Dauer und Schwere der oralen Mukositis waren bei den Patienten, die CAPHOSOL(R) erhalten hatten, gegenüber den Patienten der Kontrollgruppe signifikant reduziert. Die Studie bei 95 Patienten, die eine hämatopoetische Stammzelltransplantation erhielten, untersuchte prospektiv die Dauer und Schwere der Mukositis und den Bedarf an Opioiden. Die Ergebnisse zeigen eine signifikante Abnahme der Tage mit Mukositis (3,72 vs. 7,22; p=0,001), der Tage mit Schmerzen (2,86 vs. 7,67; p=0,0001), der Morphindosen (34,54 mg vs. 122,78 mg; p<0,0001) und der Tage, an denen die Patienten Morphine benötigten (1,26 vs. 4,02; p=0,0001) bei den Patienten, die CAPHOSOL(R) erhalten hatten, im Vergleich zu den Patienten, die eine Kontrolltherapie erhalten hatten [Papas A et al. A prospective, randomized trial for the prevention of mucositis in patients undergoing hematopoietic stem cell transplantation. Bone Marrow Transplant 2003;31(8):705-12.].

Über EUSA Pharma

EUSA Pharma ist ein schnell wachsendes transatlantisches pharmazeutisches Spezialitätenunternehmen, das Präparate für schwer wiegenden Erkrankungen - z.B. onkologische Produkte, Schmerzmittel, intensivmedizinische und Notfallprodukte einlizenziert, entwickelt und vermarktet.

Weitere Informationen finden sich unter www.eusapharma.com.

Kostenlose Fax-Bestell-Hotline für Deutschland: +49 800 18 20 596 Kostenlose Fax-Bestell-Hotline für Österreich: +43 800 2911 57 Kostenlose Fax-Bestell-Hotline für die Schweiz: +40 89 57 08 08 61

Rückfragen & Kontakt:

EUSA Pharma, Grillparzerstr. 8, 81675 München
Christian Hinz, Marketing Manager,Tel.:0049(0)89/57080860
Fax. 0049(0)89/57080861, Email: christian.hinz@eusapharma.com

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EUN0003