• 06.02.2009, 21:26:08
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"Neue Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR VON CLAUDIA GRABNER: Medizinische und andere Wunder ...

Klagenfurt (OTS) - Knapp 30.000 Euro verdient der
Durchschnittsösterreicher im Jahr. Um auf ein einziges Jahresgehalt
von ÖIAG-Chef Michaelis zu kommen, müsste er 24 Jahre arbeiten. Auf
ein medizinisches Wunder hat er zu hoffen, so ihn der Ehrgeiz packen
sollte, das Jahresgehalt von Erste-Bank-Chef Treichl zu erreichen:
150 Jahre Hackeln wären angesagt. Aber wer will schon unverschämt
sein? Eben. Also fordern wir nichts anderes als Gerechtigkeit ein.
Und da wirds bitter. Warum? Weil Manager neben ihren Gagen
Bonifikationen, Gratifikationen, Erfolgsprämien einstreifen - auch
dann, wenn das Unternehmen Mitarbeiter in Kurzarbeit schickt,
Mitarbeiter kündigt, Mitarbeitern mitteilt, dass der Betrieb ohne
Staatshilfe schlecht ausschauen würde. Doch Hauptsache im eigenen
Sack stimmts. Um jeden Zweifel auszuräumen: Besagte Manager tun
nichts Unrechtes. Alles legal. Alles gedeckt. Die Unmoral hat in
ihrer Gier Maßloses salonfähig gemacht. Bemerkenswert, dass erst ein
Barack Obama im bankrotten Amerika uns hierzulande über derart
Frivoles nachdenken lässt ...

Rückfragehinweis:

Neue Kärntner Tageszeitung
   Viktringer Ring 28
   9020 Klagenfurt
   
   Mag. Claudia Grabner
   Tel.: 0463/5866-532
   E-Mail: [email protected]

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