• 06.02.2009, 10:46:39
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Erich Haider: Unmoralisch nach jahrelangen Rekordgewinnen, ArbeitnehmerInnen zu Lohnverzicht zu zwingen oder sofort zu kündigen

Gehaltsobergrenzen für Manager in Unternehmen die Staatshilfe erhalten sehr begrüßenswert

Linz (OTS) - Die derzeit von der konservativen, neoliberalen
Wirtschaftspolitik verursachte Arbeitsmarktkrise wird immer mehr zur
Bedrohung der ArbeitnehmerInnen in OÖ.
"Es ist unmoralisch, wenn manche Unternehmer nun die Krise am
Arbeitsmarkt und das wichtige Instrument Kurzarbeit für Lohndumping
und Abbau der Arbeitnehmerrechte missbrauchen wollen. Gleiches gilt
für jene, die sofort zu Kündigungen greifen und nicht vorher alle
Möglichkeiten zur Verhinderung ausschöpfen. Die Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer sowie ihre Betriebsräte haben meine volle Unterstützung
bei der Abwehr solcher Absichten. Es kann nicht sein, dass viele
Eigentümer die jahrelang einen Rekordgewinn nach dem anderen erzielt
hatten, nun von ihrer Belegschaft Lohnkürzungen von 15 % und
Rechteverzicht fordern. Oder diese gar sofort kündigen", kritisiert
Erich Haider, Vorsitzender der SP OÖ, die jüngsten Auswüchse
neoliberaler Wirtschaftspolitik.

Erstaunlich sei auch, dass gerade jene Banker und Manager jetzt am
lautesten nach Unterstützung durch den Staat, nach Lohnkürzungen und
Rechteabbau rufen würden, die in guten Zeiten stets ihre so
hervorragenden Managementqualitäten hervorgehoben hätten. Diese
Qualitäten seien jetzt gefragt, denn Menschen kündigen oder zu
Lohnkürzungen zu zwingen, könne wohl nicht der Weisheit letzter
Schluss sein. Viel eher schon müsse es Gehaltsobergrenzen für jene
Manager und Banker geben, die nun Staatshilfe in Anspruch nähmen.
"Ich begrüße den Vorstoß von Staatssekretär Andreas Schieder daher
sehr", ergänzte Haider.

"Für mich ist eines klar: in dieser vom gescheiterten neoliberalen
Wirtschaftsmodell des ungezügelten Marktes verursachten
Wirtschaftskrise, muss die Politik die Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer unterstützen. Es geht um deren Arbeitsplätze und
Einkommen. Es geht nicht um den Schutz der Gewinne für die Banken und
Konzerne", macht Erich Haider deutlich.

Rückfragehinweis:
SPÖ Oberösterreich
Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
mailto:[email protected]

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