- 06.02.2009, 10:10:51
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E-Control: Großhandelspreise im Sinkflug - Erleichterung für Endkunden und heimische Betriebe gefordert - ANHANG
Wien (OTS) - Großhandelspreise haben Höchstwert längst
überschritten und sinken auf das Niveau von 2007 -
Energielieferanten können wieder billiger einkaufen - E-Control
fordert daher neue Angebote und günstige Preise für Endkunden
-Flexibilität bei Angeboten für heimische Betriebe gefordert
Der Mittelwert der Großhandelspreise in Österreich lag 2008 bei
rund 66,12 Euro/MWh - gegenüber 38,5Euro/MWh im Jahr 2007. Für
Endverbraucher besonders relevant sind jene Preise, die sich für
Lieferungen im kommenden Jahr einstellen. Diese Preise sind
insbesondere durch Erwartungen der Marktteilnehmer bestimmt. Mitte
des Jahres 2008 wurde noch mit einer sehr dynamischen Wirtschaft,
hohen Ölpreisen und starker Nachfrage gerechnet - was sich in sehr
hohen Preisen für das Jahr 2009 niederschlug. Seit September ist eine
radikale Änderung der Erwartungen deutlich erkennbar. Die Preise
befinden sich im Sturzflug und haben das Niveau des Jahres 2007
wiederum erreicht.
Lakmustest für Wettbewerb am Endkundenmarkt
Angesichts dieser sinkenden Preisentwicklung am Großhandelsmarkt
sollten die Energieunternehmen durchstarten und den Wettbewerb
ankurbeln. "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für Energieunternehmen
in Österreich einzusteigen, um mit günstigen, attraktiven Angeboten
neue Kunden zu gewinnen. Wir fordern die Energiebranche erneut auf,
weitere Preissenkungen durchzuführen bzw. bereits angekündigte
Senkungen weiter nach unten zu schrauben", erklärt Walter Boltz,
Geschäftsführer der Energie-Control GmbH. Die nächsten Monate werden
laut Meinung der E-Control ein wichtiger Indikator dafür sein, in wie
weit der Wettbewerb in Österreich funktioniert - oder auch nicht.
Erleichterung auch für heimische Betriebe gefordert
Auch für Österreichs Betriebe sollten Preisanpassungen kommen.
"Die heimische Wirtschaft fährt eine langfristig angelegte
Einkaufsstrategie bei Energie. Das heißt, dass in den aktuellen
Verträgen die Höchstpreise voll durchschlagen. "Angesichts der
Finanzkrise, die gerade heuer auf die Wirtschaft noch voll
durchschlagen wird, fordern wir die Energielieferanten auf, bei
abgeschlossenen Verträge flexibel zu sein und Verbesserungen bzw.
Nachverhandlungen nicht auszuschließen", so Boltz. Und weiter:
"Ebenso wird seitens der Unternehmen immer wieder an uns
herangetragen, wie schwierig es ist, von Energielieferanten überhaupt
Vergleichsangebote zu bekommen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Ein
heimischer Betrieb hat bei 17 Lieferanten bezügl. eines Angebotes
angefragt wobei fünf Unternehmen schriftlich abgesagt haben und zwei
ein Angebot gestellt haben (wobei einer davon der derzeitige
Lieferant ist). Alle anderen haben gar nicht reagiert. Diese
Vorgehensweise ist für einen liberalisierten Markt absolut
inakzeptabel", so Boltz abschließend.
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Rückfragehinweis:
E-Control Mag. Bettina Ometzberger Tel. 24 7 24-202 Mag. Claudia Riebler Tel: 24 7 24-206
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